Niederlage zum Vorbereitungsende

Frankfurt Lions - Iserlohn Roosters 2:1 (1:0/0:0/1:1)

Frankfurt.- Die Iserlohn Roosters haben die DEL-Vorbereitungszeit mit einer Niederlage beendet. Allerdings musste das Team von Trainer Rick Adduono bei den Löwen aus Frankfurt auf drei Topspieler verzichten. Bobby Wren (Rückenprobleme), Luke Sellars (Leistenzerrung) und Ryan Ready (Knie) fehlten, dennoch arbeitete die Roostersmannschaft im letzten ´lästigen` Pflichtvorbereitungsspiel hart, ließ aber ein wenig von der oft gelobten Torgefährlichkeit missen. Frankfurt, nur einmal in vier Vorbereitungsspielen geschlagen, zeigte sich mit den Roosters auf Augenhöhe, ist sicherlich auch im Ligaspiel in 14 Tagen ein Gegner, den man keinesfalls fürchten muss.

Die Gastgeber starteten mit etwas mehr Druck in die Partie, hatten schon in den Anfangsminuten zwei kleine Gelegenheiten und hätten fast in der ersten Überzahl das 1:0 markiert, wäre Norm Maracle im Roosterstor nicht hellwach gewesen. Gerade als Collin Danielsmeier allerdings von der Strafbank zurück aufs Eis kam, nutzen die Lions die Umstellungssituation und brachten die in den Torraum gelegte Scheibe zum Führungstreffer über die Linie (4.). Trotz dieses frühen Rückstandes ließen sich die Sauerländer aber nicht aus der Ruhe bringen und steigerten sich Minute um Minute, waren bis zum Drittelende trotz der drei Verletzten die bessere Mannschaft. Nur der Ausgleich wollte trotz einiger hervorragender Gelegenheiten nicht fallen. Ein tolles Zuspiel von Robert Hock schlenzte Michael Wolf bei Roostersüberzahl am Tor vorbei, in der 11. Spielminute traf Potthof nach einem Schuss nur die Latte. Die beste Gelegenheit aber hatte Brad Tapper, der völlig frei auf dem linken Bullypunkt stehend bei erneuter Überzahl die Scheibe nicht voll traf und eben nicht gegen den hart arbeitenden Ian Gorden im Frankfurter Tor zum verdienten 1:1-Ausgleich verwandeln konnte.

Zu Beginn von Drittel 2 wogte die Partie hin und her. Bei hohem Tempo wechselten sich beide Teams in ihren Druckphasen ab. Mal kämpften sich die Lions im Roostersdrittel fest, mal gelang es den Roosters sich bei den Lions festzubeißen. Wie schon im ersten Drittel brauchten die Iserlohner ein paar Minuten, um zu gleicher Stärke wie in den Schlussminuten des ersten Abschnitts zu kommen. Mehr Kritik aber gab es am Spiel der Roosters nicht zu äußern. Man erarbeitete sich Chancen und präsentierte sich in Unterzahl hervorragend. Jedoch weder das abermals gute Auge von Robert Hock beim Pass auf Michael Wolf (28.), noch die beiden Schüsse von Sebastian Jones (30.) ließen den 1:1-Ausgleich fallen. Norm Maracle im Tor hatte nicht zuviel zu tun, beschränkte sich bei seinen Aktionen auf das Wesentliche. Auch im letzten Testspiel vor Beginn der Saison bleibt der Kanadier ´Minimalist`.

Leider wurde Maracle nach 13 Sekunden im Schlussabschnitt genau dieser Minimalismus zum Verhängnis. Nach einem Abpraller stahl sich Frankfurts Layne Ulmer die Scheibe und schob sie um den Roostersgoalie herum zum 2:0 ins Tor (41.). Widerrum brauchten die Sauerländer ein paar Minuten bis sie wirklich zurück aufs Eis gekehrt waren, dann hatten sie zwar gute Gelegenheiten zum Anschlusstreffer (Wolf/45.), doch die Scheibe wollte einfach nicht zwischen die gegnerischen Pfosten gehen. Das lag zum einen immer wieder am guten Ian Gordon, zum anderen aber auch daran, dass die Roosters im Abschluss ein klein wenig zuviel ´zockten` und deshalb zu wenig torgefährlich waren. Hinten ließ Norm Maracle mit einigen Glanzparaden nichts mehr anbrennen, das war auch deshalb wichtig, weil den Iserlohn Roosters in den Schlussminuten aufgrund der Personalsituation doch ein wenig die Luft ausging. Dennoch gelang den weiter hart arbeitenden Iserlohnern noch der Anschlusstreffer. Kavanagh traf in Überzahl zum 1:2 (57.). Der Ausgleich zum 2:2 wollte dann trotzdem nicht mehr gelingen und das obwohl Trainer Rick Adduono Maracle 38 Sekunden vor Ende zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahm. Die Roosters beenden damit ihre Vorbereitungszeit mit einer Bilanz von drei Siegen, drei Unentschieden und einer Niederlage.

Die Statistik:

Tore: 1:0 (03:53) Reichel; 2:0 (40:13) L. Ulmer; 2:1 (56:09) Kavanagh (Roy/Traynor/4:5).

Schiedsrichter: Schütz (Moers)

Strafen: Frankfurt 10; Roosters 12 + 10 Roy.

Zuschauer: 3500 (darunter 50 Iserlohner)

Roosters: Maracle; Pyka, Dück; Jones, Traynor; Schmidt, Danielsmeier; Kavanagh, Schymainski, Roy; Tapper, Hock, Martens; Wolf, Sulkovsky, Potthoff.