Hochverdienter Erfolg für Iserlohn Roosters
Wer ab Beginn von Drittel 2 einen Sturmlauf der Lions erwartete, der sah sich getäuscht. Die Roosters blieben die tonangebende Mannschaft, hatten erneut Chancen ohne Ende, nutzen sie aber einfach nicht: Tapper scheiterte mit einem 1:0-Konter (27.), Kavanagh traf nur den Pfosten (30.), Wolf und Tapper zimmerten bei einem 2:1-Konter Gordon die Scheibe in die Fanghand (34.), Wren versiebte die nächste Gelegenheit nur Sekunden später. Die Roosters dominierten diese Partie aus einer starken Defensive heraus, waren in allen Belangen die bessere Mannschaft. Doch wer im Sport die sich bietenden Chancen nicht nutzt, der wird dafür meist bestraft. 60 Sekunden vor Ende des zweiten Abschnitts nutzten die Frankfurter bei Unterzahl (!) einen Konter zum 1:2-Anschlusstreffer. Bei diesem platzierten Schuss von Jay Henderson war der abermals hervorragend spielende Norm Maracle machtlos. So wurde das Match doch wieder eng und die Roosters mussten wieder um hoch verdiente drei Punkte zittern.
Dass insbesondere der Beginn des letzten Abschnitts harte Arbeit werden würde, war klar, dass die Lions aber schon 46 Sekunden nach Wiederbeginn den 2:2-Ausgleichstreffer schießen würden, damit hätte man dann doch nicht gerechnet. Heerema überwindet Norm Maracle. Nervosität hielt Einkehr, die Roosters wirkten plötzlich unkoordiniert, verloren die Formation und mussten durch einen Bauerntrick von Petr Smrek sogar einen weiteren Treffer zum 2:3 hinnehmen (46.). Dass diese neue Roostersmannschaft Charakter hat, sollte sich aber im weiteren Verlauf zeigen. Erst sorgten die erfahrenen Spieler der Sauerländer für Ruhe, bis zur 50. Minute hatten sie sich selbst und die Partie wieder im Griff. Als dann auch noch Collin Danielsmeier mit seinem Schlagschuss zum 3:3 trifft, ist der Sauerlandexpress in Frankfurt wieder auf der Überholspur. Zwar reicht es nicht mehr zum Sieg nach regulärer Spielzeit, trotzdem können die Roosters stolz sein, trotz des Rückstandes noch einmal in die Partie zurückkehrt zu sein.
Die Overtime wird dann zum Krimi. Auszeiten, taktisches Geplänkel und eine Roostersmannschaft die an alte Stärken anschließt. Dank zahlreicher Frankfurter Undiszipliniertheiten haben die Sauerländer zweimal Gelegenheit bei doppelter Überzahl zum Tor zu kommen – die zweite lässt sich Paul Traynor nicht entgehen und haut die Scheibe 15 Sekunden vor Ende der Verlängerung an Ian Gordon vorbei ins Frankfurter Tor.
Die Statistik:
Tore: 0:1 (18:04) Wolf (Wren/Traynor/4:5); 0:2 (18:39) Hock (Pyka/Dück); 1:2 (39:01) Jay Henderson (Layne Ulmer/4:5); 2:2 (40:46) Heerema (Marshall/Young); 3:2 (45:25) Smrek (Layne Ulmer); 3:3 (50:15) Schmidt (Traynor, Danielsmeier); 3:4 (54:45) Taynor (Wolf/Tapper/3:5)
Zuschauer: 5.600
Schiedsrichter: Rick Looker (USA)
Strafen: Lions 18; Roosters 14.
Lions: Gordon; Osterloh, Regehr; Smerk, Marshall; Bresagk, Kopitz; Taylor, Young, Jeff Ulmer; Layne Ulmer, Heerema, Henderson; Reichel, Danner, Wörle; Krzestan, Oppenheimer; Vorobjev.
Roosters: Maracle; Traynor, Sellars; Pyka, Dück; Schmidt, Danielsmeier; Hock, Tapper, Wolf; Wren, Sulkovsky, Ready; Kavanagh, Roy, Martens.










