Roosters stehen im Viertelfinale

Henry Martens, Pat Kavanagh

Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 1:0 nV (0:0/0:0/0:0/1:0)

Iserlohn.- Verstärkung aus Landsberg sorgte für eine erstmals komplette Roostersmannschaft in dieser Saison. Dank den Zweitligastürmern Hoffmann, Wittmann und Koziol konnten die Sauerländer mit vier Reihen ins Zweitrundenmatch um den Deutschen Eishockeypokal gegen die Krefeld Pinguine gehen. Bei den Roosters selbst fehlten der gesperrte Jimmy Roy (Sprunggelenk) und der verletzte Martin Schymainski (Kapselverletzung). Alle anderen, auch Paul Traynor, starteten für die Iserlohner in die Partie. Im Tor gab der Trainerstab Sebastian Stefaniszin den Vorzug vor Norm Maracle, der nach den beiden Wochenendpartien eine Verschnaufpause bekam.

Wer allerdings erhofft hatte, das Pokalderby gegen Krefeld könnte ähnlich spannend werden, wie am vergangenen Freitag im Königpalast, der sah sich getäuscht. Beide Teams zogen es vor, meist körperloses Eishockey zu spielen. Kein Spieler wollte riskieren, sich in dieser Pokalpartie zu verletzen. Dass sich beide Teams allerdings auch auf einen Nichtangriffspakt verständigt hatten, drang allerdings erst später an die Augen der rund 2300 Fans in der Eissporthalle am Seilersee. Hochkarätige Chancen waren Mangelware. Erst in der 20. Spielminute des ersten Drittels, als Stefaniszin einen Penalty vom Krefelder Maloney stoppte, kam ein bisschen Spannung in die Partie. Zwar hatten auch die bemühten Roosters viele kleine Gelegenheiten, nutzten aber keine. Unschöner Höhepunkt des ersten Abschnitts: Krefelds Selivanov sah Sellars zum Check bereit an der Bande auf sich zukommen, duckte sich und sorgte damit für einen schweren Sturz des Iserlohners in die Bande. Damit war für Sellars die Partie beendet, Selivanov musste mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusche. Eine genaue Diagnose der Iserlohner Mannschaftsärzte gab es am Abend noch nicht, offenbar ist Sellars´ Schulter allerdings angeschlagen.

Während das erste Drittel zumindest gelegentlich für Spannung sorgte, waren die Chancen im zweiten Abschnitt noch rarer. Beide Teams leisteten sich keine einzige Strafminute, beide Teams hatten keine wirklich hundertprozentige Torchance. Und wenn dann doch mal ein Puck gefährlich auf den Kasten der Sauerländer kam, war noch immer der hervorragende Sebastian Stefaniszin da.

Im Schlussdrittel gaben beide Teams dann glücklicherweise die selbst auferlegte Zurückhaltung wieder ein wenig auf. Insbesondere die Roosters erarbeiteten sich immer wieder tolle Gelegenheiten vor Krefels Ersatzkeeper Kovacic, es haperte aber einmal mehr im Abschluss. Ob Wren, Tapper oder Wolf, alle hatten insbesondere bei den Überzahlgelegenheiten kurz vor Schluss noch Torchancen, konnten aber keine davon nutzen. So ging es abermals gegen die Krefeld Pinguine in die Verlängerung, in der die Roosters das entscheidende Tor erzielen konnten. Michael Wolf erarbeitete sich an der blauen Linie vor dem Krefelder Drittel die Scheibe, tunnelte Kovacic und brachte seine Mannschaft ins Viertelfinale um den Deutschen Eishockeypokal. Die Partie wird am 6. November ausgetragen.

Die Statistik:

Tore: 1:0 (61:07) Wolf (4:4)

Strafen: Roosters 12; Krefeld 15 + Spieldauer Selivanov

Zuschauer: 2331

Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)

Roosters: Stefaniszin; Sellars, Traynor; Pyka, Dück; Danielsmeier, Schmidt; Jones; Hock, Tapper, Wolf; Wren, Sulkovsky, Ready; Kavanagh, Potthof, Martens; Wittmann, Koziol, Hoffmann.