Roosters haben zwei Matchbälle

Play-Off-Viertelfinale – Spiel 4: Iserlohn Roosters – Frankfurt Lions 5:1 (3:0/0:0/2:1)
Stand in der Serie: Lions – Roosters 1:3

Iserlohn.- Die Iserlohn Roosters haben sich in der Play-Off-Viertelfinalserie gegen die Frankfurt Lions zwei Matchbälle erarbeitet. Am Ostermontagnachmittag besiegten die Sauerländer in einer souverän geführten Partie die Frankfurt Lions verdient mit 5:1 und führen damit in der Serie mit 3:1. „Wir sind glücklich das Spiel gewonnen zu haben, Frankfurt ist und bleibt aber ein starkes Hockeyteam und wir werden weiter sehr fokussiert bleiben. Frankfurt ist nach wie vor der Favorit in dieser Serie“, so Cheftrainer Rick Adduono.

Das Auftaktdrittel war aus Sicht der Iserlohn Roosters vielleicht das perfekteste der gesamten Serie. Körperlich dominant, aggressiv und aus einer guten Deckung heraus, kontrollierte man den Gegner aus Frankfurt und sorgte offensiv für drei Nackenschläge. Den ersten setzte es nach 242 Sekunden als Blanchard die Scheibe ins Gewühl vor dem Tor schoss und von einem Frankfurter Schlittschuh der Puck in Zeitlupentempo ins Tor rutschte. Die Roosters in Überzahl waren zum ersten Mal mit der Reihe auf dem Eis, in der eigentlich Michael Wolf hätte spielen sollen, die aber zumindest in den ersten zwanzig Minuten auch ohne ihn hervorragend funktionierte. Nackenschlag zwei folgte nur etwas mehr als fünf Minuten später. Die Roosters im Spiel ´Fünf gegen Fünf` kamen mit der Scheibe hinter das Frankfurter Tor, vor dem Kasten lauerte Jimmy Roy und hämmerte den Puck zur 2:0-Führung in die Maschen (10.).  Nur 146 Sekunden später hieß es sogar 3:0, als Wren die Scheibe platziert ins obere rechte Eck schoss. Besser kann man das nicht spielen. Trotz zweier weiterer Unterzahlspiele brachten die Sauerländer das Ergebnis über die Zeit.

Das galt auch für Drittel Nummer 2, es wurde aber gegen die deutlich stärker werdenden Frankfurter schwieriger, den Vorsprung über die Zeit zu bringen. Insbesondere in den ersten gut fünf Minuten drückten die Hessen kräftig, hatten aber dank einer gut stehenden Iserlohner Defensive wenig hundertprozentige Gelegenheiten. Maracle im Tor stand sicher und gab sich ebenso keine Blöße. Weil Frankfurt aber kontinuierlich mit vier Reihen durchspielen konnte, musste man sich nach dem Mitteldrittel zumindest sorgen um den Iserlohner Konditionszustand machen. Mangels Alternativen blieb das Sauerländer Spiel nämlich nur an drei, statt an vier Reihen hängen. Weil Frankfurt auch in den wenigen Überzahlminuten nicht so gut stand wie am Ostersamstag, konnten die Roosters den Vorsprung ein weiteres Mal über die Zeit bringen. Dennoch war klar, nur der vierte Treffer würde den Roosters die notwendige Ruhe bringen, denn ansonsten könnte Frankfurt im Fall eines schnellen Anschlusstreffers ganz rasch wieder ins Spiel zurückkehren.

Das aber gelang nicht. Stattdessen erhöhte erst Traynor per Schlagschuss auf 4:0 (47.) und dann Sulkovsky nach einem schönen 2:1-Konter mit Robert Hock auf 5:0 (51.). Zwar kamen die Hessen nur 41 Sekunden später auf 1:5 heran, dann aber brachten die Roosters das Match locker und lässig über die Zeit.

Die Statistik:
 
Roosters: Maracle – Schmidt, Blanchard; Traynor, Buckley; Danielsmeier, Dück – Kavanagh, Ready, Roy; Hock, Tapper, Sulkovsky; Beechey, Wren, Schymainski; Potthoff, Pyka, Martens.
 
Lions: Gordon – Marshall, Kopitz; Armstrong, Smrek; Regehr, Bresagk  – Taylor, Jeff Ulmer, Young; Hahn, Krzestan, Henderson; Layne Ulmer, Heerema, Vorobjiev; Reichel, Danner, Wörle.
 
Tore: 1:0 (04:02) Blanchard (Hock, Beechey/5:4), 2:0 (09:19) Roy (Kavanagh, Ready), 3:0 (10:47) Wren (Roy/5:4), 4:0 (46:23) Traynor (Ready, Kavanagh), 5:0 (50:16) Sulkovsky (Hock, Tapper), 5:1 (50:57) Layne Ullmer (Heerema, Vorobiev).
 
Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg), Piechaczek (Finning)
 
Strafen: Roosters: 16 + 10 (Tapper); Lions 20.
 
Zuschauer: 4967 (ausverkauft)