Roosters unterliegen in Spiel Nummer 5

Play-Off-Viertelfinale – Spiel 5: Frankfurt Lions – Iserlohn Roosters 4:2 (1:0/1:1/2:1)
Stand in der Serie: Lions – Roosters 2:3

Frankfurt.- Frankfurt wehrt den ersten Matchball der Iserlohn Roosters ab. Nach einem durchwachsenen Spiel in dem die Roosters nur im zweiten Drittel zu alter Leistungsstärke fanden, mussten sich die Sauerländer mit 2:4 geschlagen geben. Jetzt kehrt die Serie am Freitagabend zurück an den Seilersee.

Der erste Abschnitt lief nur in den Anfangsminuten für die Roosters nach Plan. Zwar präsentierten sich die sichtlich aufgerüttelten Löwen schon zu Beginn selbstbewusst und kämpferisch gestimmt, dennoch hatten die Iserlohner zum Matchauftakt die besseren Chancen. Ob Hock, Kavanagh oder Beechey, alle versuchten den Kasten von Gordon unter Druck zu setzen. Aber alle guten Schüsse und tolle Kombinationen wurden vom hervorragenden Frankfurter Keeper zunichte gemacht. Auf der anderen Seite zeigte sich Norm Maracle ebenfalls in bester Play-Off-Form. Einmal in Abschnitt eins, musste der Kanadier allerdings hinter sich greifen. Frankfurt nutzte die einzige Überzahl im ersten Drittel zur Führung (11.). Regehr hatte von der blauen Linie geschossen, genau in dem Moment, als Freund und Feind vor Maracles Tor für so viel Verkehr sorgten, dass er den verdeckten Schuss einfach zu spät erkannte. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hatten die Lions das Kommando in der Partie übernommen. Das aber lag weniger an den Frankfurter Stärken, sondern den Iserlohner Schwächen im Zweikampf und im Passspiel. Die Roosters leisteten sich einfach zu viele Scheibenverluste in der neutralen Zone und kreierten zu wenige Chancen vor dem Frankfurter Tor. Deshalb gingen die Hessen nach Drittel 1 als verdienter Gewinner vom Eis.

An dieser Überlegenheit sollten die Roosters im Mitteldrittel etwas verändern. Zwar gehörten die Auftaktminuten den Löwen, dann aber kam die große Stunde von Martin Schymainski. Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Tyler Beechey ohnehin stark im Spiel, nutzte er einen 2:1-Konter auf Zuspiel von Brad Tapper zum 1:1-Ausgleich (27.). Tapper über halbrechts ins Drittel der Hessen gefahren, sah Schymainski, servierte ihm ein Traumzuspiel auf den Schläger, mit dem ´Schimmi` die Scheibe unhaltbar für Gordon in die Manschen hämmerte. Gleich anschließend drehten sich endgültig die Kräfteverhältnisse in der Partie. Die Roosters legten den Schalter um und waren plötzlich die bessere Mannschaft. Bis zum Drittelende setzten die Sauerländer die Hessen hervorragend unter Druck, erzwangen Chancen, mussten aber dennoch die erneute Führung der Gastgeber hinnehmen. Nur 3:20 Minuten nach dem Ausgleich schoss Vorobiev auf den Kasten Maracles, die Scheibe wurde leicht abgefälscht und ging ins Tor. Zwar sah alles nach einem Fehler des Kanadiers aus, es war aber keiner. Wren, Kavanagh und erneut der starke Schymainski hatten Chancen zum erneuten Ausgleich, der aber wollte nicht fallen. Die beste Chance der Frankfurter: ein Pfostenschuss von Danner in der 37. Minute. Den Auftakt des Schlussdrittels aber werden die Roosters mit einem Mann weniger bestreiten müssen. Hock kassierte 17 Sekunden vor Drittelende eine Strafe wegen Behinderung.

Mit gutem Unterzahlspiel überstanden die Sauerländer auch diese Druckphase und wurden während der Strafe sogar, nach einem tollen Konter von Michael Wolf und einer Frankfurter Strafe mit einem Penalty belohnt (42.). Bobby Wren aber verzockte sich, Gordon blieb Sieger.
Im weiteren Verlauf beide Teams ausgeglichen. Die Roosters entwickelten allerdings auch im Schlussabschnitt nie die Gefährlichkeit der vorherigen Partien. Trotzdem gelang es Ready mit einem Unterzahlkonter 6:38 Minuten vor Schluss den erneuten Ausgleich zu markieren. Der Kanadier ließ Gordon keine Chance. Dennoch dauerte der Jubel nur 62 Sekunden. Dann traf Frankfurt in der gleichen Überzahl und brachte den Vorsprung über die Zeit. Die Roosters hatten zwar kurz vor Schluss noch eine weitere Überzahlgelegenheit, konnten aber auch die nicht nutzen, obwohl Norm Maracle zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen wurde. Kurz vor Schluss arbeiteten sich die willensstarken Frankfurter noch einmal die Scheibe und trafen durch Taylor ins leere Tor. Damit kehrt die Serie heim an den Seilersee, wo die Roosters in Spiel sechs am Freitagabend die Chance haben, den zweiten Matchball vor eigenem Publikum zu verwandeln.


Die Statistik:

Roosters: Maracle –Traynor, Buckley; Schmidt, Blanchard; Danielsmeier, Dück; Pyka – Kavanagh, Ready, Roy; Hock, Wolf, Sulkovsky; Wren, Beechey; Potthoff, Schymainski Martens.

Lions: Gordon – Regehr, Armstrong; Marshall, Kopitz; Bresagk, Osterloh – Layne Ulmer, Henderson, Heerema; Taylor, Jeff Ulmer, Young; Hahn, Vorobiev, Johnsson; Reichel, Krezstan, Danner; Wörle.

Tore: 1:0 (10:31) Regehr (Young, Taylor/5:4), 1:1 (25:56) Schymainski (Tapper, Wren), 2:1 (29:16) Vorobiev (Hahn, Regehr), 2:2 (53:22) Ready, 3:2 (54:24) Young (Taylor, Ullmer/5:4), 4:2 (59:58) Taylor (Layne Ulmer, Marshall/Empty Net).

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg), Jablukov (Berlin).

Strafen: Lions 14; Roosters: 14.

Zuschauer: 6400.