Endspiel in Frankfurt

Play-Off-Viertelfinale – Spiel 6: Iserlohn Roosters – Frankfurt Lions 0:4 (0:1/0:3/0:0)
Stand in der Serie: Lions – Roosters 3:3

Iserlohn.- Die Frankfurt Lions bezwingen die Iserlohn Roosters in Spiel 6. Nach einem frühen Gegentreffer der Hessen kamen die Sauerländer nicht ins Spiel, nutzten eine Vielzahl hochkarätiger Chancen nicht und scheiterten am schwindenden Selbstvertrauen. Das Spiel nahm so seinen Lauf und ein ungutes Ende. Jetzt kommt es am Sonntag (14:30 Uhr) in Frankfurt zum entscheidenden siebten Spiel in der Serie.

Drittel 1 begann mit einem Schock für die Sauerländer. Schon nach 102 Sekunden zappelte der Puck hinter Norm Maracle in den Maschen. Derek Hahn hatte eine frühe Verwirrung der zweiten Roostersreihe genutzt, bekam den Pass vom hinter dem Tor positionierten Johnsson und traf zum 1:0. Buckley und Traynor waren zu wenig aggressiv, ermöglichten damit den Auftakt nach Maß für die Gäste. Knapp fünf Minuten brauchten die Iserlohner dann bis sie sich wieder geordnet hatten, danach aber gehörte Drittel 1 ausschließlich den Roosters. Chancen gab’s im Dutzend, nur genutzt haben sie sie nicht. Kavanaghs Pass auf Roy entlang der Torlinie, dazu Wrens zwei leere Tore, die Roosters hätten die Führung locker übernehmen können. Doch weil sie eben nicht die Scheibe über die Linie brachten, die Frankfurter cleverer und glücklicher spielten, außerdem mehr Kraft zu haben schienen, blieb es nach 20 Spielminuten beim 0:1.

Die Hoffnung, dass sich das im Mitteldrittel ändern würde, hatten alle Blau-Weißen am Seilersee, aber die Hoffnung wurde leider nicht zur Realität. Weil die Sauerländer auch im zweiten Drittel ihre Überzahlchancen nicht nutzen konnten, sich zu viele Scheibenverluste in der neutralen Zone erlaubten, wurde das Spiel der Iserlohner einfach nicht besser. Frankfurt dagegen nutzte auch mit deutlich mehr zur Verfügung stehender Körperkraft jeden Fehler der Roosters aus und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Henderson behielt den Überblick bei einem 3:2-Konter (29.), Vorobjiev machte es eng beim 3:0 (33.) und Ullmer traf in Überzahl (36.). Damit war die Partie eigentlich gelaufen und nur ein Wunder konnte die müde wirkenden Iserlohner wieder ins Match zurückbringen.

Das aber blieb aus. Die Roosters kamen bis zum Schluss nicht ins Match zurück. Rick Adduono brachte im letzten Drittel Martens für Schymainski, nahm nach 52 Minuten auch bei einem Überzahlspiel Maracle zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Doch all das änderte nichts am Ausgang. Die Roosters verlieren zu Recht gegen eine gute Frankfurter Mannschaft und müssen nun auf Spiel sieben hoffen, das am Sonntag um 14:30 Uhr in der Eissporthalle am Bornheimer Hang stattfindet.

Die Statistik:

Roosters: Maracle –Schmidt, Blanchard; Traynor, Buckley; Danielsmeier, Dück – Hock, Wolf, Sulkovsky; Kavanagh, Ready, Roy; Wren, Schymainski, Tapper; Potthoff, Martens.

Lions: Gordon – Marshall, Armstrong; Regehr, Kopitz; Bresagk, Osterloh – Layne Ulmer, Henderson, Heerema; Taylor, Jeff Ulmer, Young; Hahn, Vorobiev, Johnsson; Reichel, Danner; Wörle.

Tore: 0:1 (01:42) Hahn (Johnsson), 0:2 (28:50) Henderson (Layne Ulmer), 0:3 (32:49) Vorobiev (Heerema, Johnsson), 0:4 (35:36) Jeff Ullmer (Regehr, Young/5:4).

Schiedsrichter: Looker (USA), Dahle (Berlin).

Strafen: Roosters 18; Lions 22.

Zuschauer: 4967 (ausverkauft)