Danke Jungs, es war eine tolle Saison...!

Play-Off-Viertelfinale – Spiel 7: Frankfurt Lions - Iserlohn Roosters 4:3 (1:1/2:0/1:2)
Endstand in der Serie: Lions – Roosters 4:3

Frankfurt.- Glückwunsch an die Frankfurt Lions. Nach einer langen, hart umkämpften Serie haben die Hessen das siebte und entscheidende Match im Viertelfinale gegen die Iserlohn Roosters gewonnen. Am Ende machte nicht das bessere Spiel der Hessen den Unterschied, sondern einzig und allein die Kraft. Die Iserlohn Roosters müssen sich nach einer traumhaften und für alle Iserlohner Eishockeyzeiten unvergessenen Saison aus dem Meisterschaftskampf verabschieden. Das können die Sauerländer hoch erhobenen Hauptes tun, denn eine ganze Region ist stolz auf diese Mannschaft. Vielen Dank, Jungs, es war einfach toll…

Mit Tyler Beechey starteten die Roosters in Drittel 1, doch nach nur zwei Wechseln unter Spielbedingungen war für den Kanadier in Spiel 7 Endstation. Martin Schymainski rutschte in die dritte Sturmformation, die mit Tapper, Wren und Beechey begann und jetzt aus Wren, Sulkovsky und Schymainski gebildet wurde. Brad Tapper dagegen rutschte in Reihe 1 zu Hock und Wolf. Spielerisch waren die Roosters von der ersten Sekunde im Geschehen. Merkte man zuletzt schon bei den ersten Wechseln, dass Sand im Getriebe der Roostersmaschine war, so durfte man in Spiel 7 mit Freude feststellen, dass die Sauerländer an Scheibensicherheit gewonnen hatten. Als Tapper dann auch noch die zweite Überzahlgelegenheit gegen die Lions zur 1:0-Führung nutzte, waren die Iserlohner wieder in dieser Play-Off-Serie angekommen (7.). Tappers Schlagschuss landete unhaltbar für Gordon in der rechten unteren Ecke und war zumindest statistisch der von den Sauerländern erhoffte Torerfolg. Bislang gewann in allen Spielen dieser Serie der das Spiel, dem auch der erste Treffer gelang. Als kurze Zeit später Wren den Pfosten traf und Wolf vor dem leeren Tor stehend über die Scheibe haute, hätten die Roosters 3:0 führen können, stattdessen aber nutzten die Frankfurter nach einem unnötigen Revanchefoul von Jimmy Roy den Überzahlvorteil und glichen die Partie zum 1:1 aus (13.). Kavanagh hatte sich in einen Schuss geworfen, Marshall angelte sich die Scheibe und ließ dem guten Maracle im Roosterstor keine Chance. Zum Ende von Abschnitt eins mussten die Roosters allerdings noch einmal Schrecksekunden überstehen, als die Schiris erst Sulkovsky (hoher Stock) und dann Buckley (Stockschlagen) für je zwei Minuten vom Eis stellten. Bis zur Pausensirene überstanden die Sauerländer die doppelte Unterzahl schadlos, es sollten aber 47 ganz schwere Sekunden zu Beginn des Mitteldrittels folgen.

Doch auch in dieser Phase hielten sich die Roosters schadlos, kassierten keinen weiteren Treffer und blieben in der Partie. Frankfurt aber verstärkte kontinuierlich den Druck, wirkte wieder aggressiver im Forchecking. Damit gelang es den Hessen, den Rooosters den Rang abzulaufen. Die Kraft machte den Unterschied. Während die Hessen Angriff um Angriff auf den Kasten von Norm Maracle brachten, gelang den Sauerländern kaum ein Entlastungsangriff. Ganze drei Schüsse brachten die Iserlohner auf den Kasten von Ian Gordon, Frankfurt dagegen schnürte die Roosters immer wieder im eigenen Drittel und erzwang so zwei Fehler, die letztlich zur 3:1-Führung ausreichten. Erst traf Layne Ulmer (32.), dann acht Sekunden vor Ende des Mitteldrittels Taylor aus dem Slot vor dem Kasten der Sauerländer. Mit gesengten Häuptern kamen die Roosters in die Kabine, nur ein schneller Treffer im letzten Dritten, das wussten alle, könnte die Sauerländer wieder auf Kurs bringen.

Doch genau das sollte nicht gelingen, die aber lieferten einen Endspurt, von dem niemand zu träumen gewagt hätte. Frankfurt dominierte den Start des Schlussabschnittes, traf sogar zum 4:1, doch die Roosters kamen zurück. Chris Schmidt von der Abwehr auf die Centerposition beordert, machte den Anschlusstreffer und Jimmy Roy sorgte sogar für das 3:4, der Ausgleich sollte ihnen nicht mehr gelingen. Trotz einer weiteren Überzahl ließ Gordon, der MVP dieser Play-Offs, keinen weiteren Treffer zu. Trotzdem war es ein Endspurt, der der Saison der Roosters würdig war.

Die Statistik:

Roosters: Maracle – Schmidt, Blanchard; Traynor, Buckley; Danielsmeier, Dück – Kavanagh, Ready, Roy; Hock, Wolf, Sulkovsky; Wren, Tapper, Beechey; Potthoff, Schymainski, Martens.

Lions: Gordon – Regehr, Armstrong; Marshall, Kopitz; Bresagk, Osterloh –Layne Ulmer, Heerema, Henderson; Taylor, Jeff Ullmer, Young, Hahn, Vorobiev, Johnson, Reichel, Danner, Wörle.


Tore: 0:1 (06:17) Tapper (Roy, Traynor/5:4), 1:1 (12:40) Marshall (5:4), 2:1 (30:39) Layne Ulmer (Heerema, Henderson), 3:1 (39:52) Taylor (Jeff Ullmer, Young), 4:1 (50:43) Danner (Vorobiev, Johnson), 4:2 (51:40) Schmidt (Ready), 4:3 (54:43) Roy (Wren).

Schiedsrichter: Looker (USA), Schimm (Waldkraiburg)

Strafen: Lions: 12; Roosters: 16.

Zuschauer: 6900.