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Der Bann ist gebrochen - Sieg bei den Panthern

21. September 2008 - 21:42

ERC Ingolstadt - Iserlohn Roosters 3:5 (2:2/0:0/1:3)

Ingolstadt.- Seit dem 24. Januar 2003 warteten die Iserlohn Roosters auswärts beim ERC Ingolstadt auf einen Sieg, seit dem Abend ist die längste Niederlagenserie der Roosters Geschichte. In einem mäßigen Spiel setzten sich die Sauerländer mit 5:3 gegen die Panther durch. Mal wieder entschied Michael Wolf mit seinem siebten Saisontor die Partie zugunsten der Sauerländer. Es war der erste Auswärtserfolg der Sauerländer in diesem Jahr.


Mit Bedacht starteten die Roosters in diese Partie. Der Auswärtsangstgegner aus Ingolstadt (10 Heimsiege in den letzten 11 Spielen) sollte trotz der sechs fehlenden Stammspieler nicht unterschätzt werden. Das gelang. Schon in den ersten Minuten hatten die Sauerländer durch Hock (1.), Ready (4.) und Dück (7.) hervorragende Gelegenheiten, immer wieder schlugen die Iserlohner mit dem Schläger über die Scheibe und verpassten so eine frühe Führung. Die aber sollte sich in der 10. Spielminute gleich im Doppelpack realisieren lassen. Erst Traynor, dann Wilford schossen von der blauen Linie binnen 30 Sekunden bei 5:3- und 5:4-Überzahl zwei Tore und das, obwohl die Roosters personell einen kleinen Schock hinnehmen mussten. Beechey musste nach einem Stockcheck und einem vorherigen Check von Ficenec vom Eis. Schiedsrichter Hascher, der kurzfristig für Stefan Kadow zum Einsatz kam, hatte beide Situationen übersehen. Beechey musste mit Verdacht auf Fingerbruch und eine Sprunggelenksverletzung ins Krankenhaus gebracht werden. Vielleicht deshalb, vielleicht aber auch weil die Roosters sich für einen Moment zu sicher fühlten, leiteten diesmal Strafen gegen die Sauerländer die Wende im ersten Drittel ein. Martens und Sekunden später Traynor mussten vom Eis – die Panther genauso wie vorher die Roosters nutzten beide Überzahlchancen erst mit zwei, dann mit einem Mann mehr zum Ausgleich - 2:2 (13./14.). Ingolstadt entwickelte vor dem Kasten des guten Sebastian Stefaniszin beängstigende Angriffslust und wurde für gutes Überzahlspiel doppelt belohnt. Die Iserlohner selbst sahen dem flinken Treiben der Gastgeber ein klein wenig zu sehr zu und wurden dafür gnadenlos abgestraft.

Der Mittelabschnitt blieb dann harmlos torlos. – bedeutete aber für beide Teams ganz viel harte Arbeit. Die Panther und die Roosters waren bemüht, Fehler zu vermeiden (Was in Anbetracht der vielen Fehlpässe nicht immer von Erfolg gekrönt war!), egalisierten sich bei vielen Gelegenheiten in der neutralen Zone. Dennoch war das Match unglaublich spannend. Es ging auf und ab. Nach dem Ausfall von Beechey bekam Sulkovsky Eiszeit an der Seite von Hock und Wolf und nutzte diese Chance mit einigen Ideen für schön anzuschauende Angriffszüge. Herausragende Gelegenheiten blieben trotzdem Mangelware. Es war einfach kein gutes Spiel. Immer, wenn sich dann doch die eine oder andere angreifende Mannschaft beinahe durchgesetzt hätte, waren die beiden guten Torhüter zur Stelle. Erst in den Schlussminuten erarbeiteten sich die Roosters wieder kleine Vorteile in der Partie, konnten die aber noch nicht in Zählbares ummünzen. So ging es mit einem Unentschieden ins Schlussdrittel.

Dass die Sauerländer am Ende wieder die Nase vorn hatten, lag insbesondere an der Bereitschaft, sich ein klein wenig mehr zu schinden, als die Panther. Nach der Nulldiät im zweiten Drittel, sollten aber auch Tore in diesem Match endlich wieder eine Rolle spielen. Ready mit dem 3:2 (45.) sorgte nach toller Vorarbeit von Roy für den ersten Jubler, Keith mit dem Ausgleich nur 50 Sekunden später aber sorgte fürs erneute Unentschieden. Die harte Arbeit der Sauerländer sollte von Erfolg gekrönt sein. Nach tollem Kombinationsspiel der ersten Iserlohner Angriffsreihe zimmerte Wolf einen Schlagschuss unhaltbar unter die Ingolstädter Latte (50.). Waite hatte keine Chance. Diesen Vorsprung brachten die Roosters letztlich über die Zeit. Zwar versuchten die Panther trotz eigener Unterzahl den Roosters noch mal gefährlich zu werden, Robert Hocks Treffer ins leere Tor (60.) sorgte dann jedoch für den ersten Roosterserfolg in Ingolstadt seit 2003.



Die Statistik:

Roosters:  Stefaniszin – Schmidt, Danielsmeier; Traynor, Wilford; Dück, Langwieder – Wren, Ready, Tapper; Hock, Beechey, Wolf; Simon, Martens, Roy; Rupprich, Jones, Hommel; Sulkovsky.

ERC: Waite – Martinovic, Holland; Rourke, Ficenec; Draxinger, Bakos – Ast, Milroy, Keith; Goodall, Waginger, Greilinger; Sarault, Hinterstocker, Brandl; Jean-Francois Boucher.

Tore: 0:1 (09:16) Beechey (Traynor, Hock/5:3), 0:2 (09:46) Wilford (Wren, Schmidt/5:4), 1:2 (12:22) Keith (Ast, Ficenec/5:3), 2:2 (13:31) Goodall (Milroy, Holland/5:4), 2:3 (44:14) Ready (Simon, Roy), 3:3 (45:04) Keith (Milroy, Draxinger),  3:4 (49:53) Wolf (Sulkovsky, Hock), 3:5 (59:38) Hock (Empty Net).

Schiedsrichter: Hascher (Miesbach).

Strafen: ERC: 14; Roosters: 12.


Zuschauer: 2842.