Wichtiger Sieg gegen Lions

Iserlohn Roosters – Frankfurt Lions 4:1 (3:0/0:1/1:0)

Iserlohn – Starke 14 Auftaktminuten und ein hervorragender Norm Maracle im Tor reichten den Iserlohn Roosters am Seilersee zum Sieg. Bei bester Stimmung auf den Rängen und vor allem in der Teamkabine der Sauerländer bescherte man dem letztjährigen Viertelfinalgegner einen tollen Fight, holte sich drei Punkte und bleibt weiterhin an der Tabellenspitze dran.

Drittel 1 hätte nicht besser starten können. Unangekündigt hatte Cheftrainer Steve Stirling gleich zwei Reihenkombinationen verändert und damit den Roosters schon nach knapp vier Minuten die Führung möglich gemacht. Roy und Tapper hatten die Positionen getauscht und damit für einen bemerkenswerten Angriffsschwung der Sauerländer gesorgt. Erstmals genutzt wurde der von Henry Martens nach knapp vier Minuten. Simon und der junge Deutsche (jetzt in einer Reihe mit dem starken Tapper) lauerten am rechten Frankfurter Pfosten, als Martens nach einem Simon-Schuss den Abpraller zum 1:0 vorbei an Ian Gordon ins Netz schob. Damit war der Bann des hessischen Spitzengoalies schon früh gebrochen und die Roosters drin in dieser Partie. Wie gut sollte sich in den folgenden acht Minuten zeigen. Erst hämmerte Traynor einen unhaltbaren Schlagschuss von der blauen Linie in den Verkehr vor dem Frankfurter Tor – schon hier war Gordon machtlos. Nach nur sechs Minuten konnten die Sauerländer ihren zweiten Treffer bejubeln. Eine weitere Undiszipliniertheit der Löwen sorgte dann sogar für das 3:0 in der 12. Spielminute. Ex-Rooster Kavanagh saß auf der Strafbank als erneut Traynor von der blauen Linie schoss und Schmidt die Scheibe unhaltbar für Gordon ins Tor der Hessen abfälschte. Einem weiteren Treffer der Sauerländer wurde außerdem im ersten Abschnitt zu Recht nach einem Videobeweis die Anerkennung verweigert. Anschließend schalteten die Sauerländer einen Gang zurück, Frankfurt kam besser ins Spiel, schaffte es aber bis zum Ende der ersten zwanzig Minuten nicht mehr, den Anschlusstreffer zu markieren.

Das änderte sich im Mitteldrittel aus nachvollziehbaren Gründen. Wieder einmal konnten die Sauerländer ihre Stärke aus den Anfangsminuten der Partie nicht konservieren („Ich hoffe, dass wir endlich mal über 60 Minuten gutes Eishockey spielen“, hatte Cheftrainer Steve Stirling vor der Partie gefordert). Weil auch im durchwachsenen Überzahlspiel das Selbstvertrauen schwand, kamen die Hessen Minute um Minute besser ins Match und schafften direkt nach überstandener Unterzahl den Anschlusstreffer durch einen Schuss von Slaney vom Außenrand des rechten Bullykreises (26.). Einmal mehr war die Roostersdefensive in der Umstellungssituation nach Ende einer Strafe gegen die Frankfurter nicht vollkommen durchorganisiert. Obwohl die Iserlohner trotz weiterer Unsicherheiten keinen weiteren Gegentreffer der Hessen erlaubten, präsentierten sich die Hessen jetzt mit mehr gewonnenen Zweikämpfen als der erwartet starke Konkurrent. Dem wiederum sehr starken Norm Maracle im Tor der Roosters war es insbesondere zu verdanken, dass hinten nichts mehr anbrannte. Stirling wagte es in der gesamten Partie übrigens nicht Alex Dück und Stefan Langwieder gemeinsam als ein Pärchen aufs Eis zu bringen. Wenn einer der beiden Eiszeit bekam, dann ausschließlich an der Seite der starken Marty Wilford oder Paul Traynor.
Auch im Schlussdrittel fanden die Roosters nicht viel besser in die Partie. Frankfurt blieb aggressiv und erarbeitete sich deshalb immer wieder mehr Spielanteile. Immer wieder gelang es den Hessen die Iserlohner in der eigenen Zone einzuschnüren. Tore allerdings fielen nicht. Als der Frankfurter Osterloh sich Mitte des Schlussabschnitts einen Ausraster gegen Brad Tapper leistete, ihn nicht nur mit einem Check von hinten von den Beinen holte, sondern zweimal nachschlug, kassierten die Hessen eine sieben Minuten dauernde Unterzahl. Die Roosters mussten nun die Entscheidung treffen, ob sie sich Treffer Nummer 4 um jeden Preis erarbeiten oder den Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit bringen sollten. Sie entschieden sich für einen gesunden Mittelweg. Ohne zuviel zu riskieren, brachten sie den Vorsprung erst über die Zeit und schossen dann doch noch den entscheidenden Treffer zum 4:1. Bobby Wren fälschte einen Schlagschuss von der blauen Linie unhaltbar für Gordon ab (57.).


Die Statistik:

Roosters:  Maracle – Danielsmeier, Schmidt; Traynor, Wilford; Dück, Langwieder – Wren, Ready, Roy; Hock, Wolf, Sulkovsky; Simon, Martens, Tapper;  Rupprich, Jones, Hommel.

Lions: Gordon – Biron, Osterloh; Kopitz, Slaney; Armstrong, Bresagk – Kavanagh, Gawlik, Oppenheimer; Taylor, Heerema, Young; Hahn, Langfeld, Wright; Danner, Wörle.

Tore: 1:0 (03:45) Martens (Simon); 2:0 (05:59) Traynor (Wilford, Simon); 3:0 (11:49) Schmidt (Ready, Traynor/5:4), 3:1 (25:59) Slaney (Kopitz, Young), 4:1 (56:37) Wren (Schmidt, Wilford).

Schiedsrichter: Willi Schimm (Waldkraiburg)

Strafen: Roosters: 6; Lions: 19 + Spieldauer (Osterloh).

Zuschauer: 3417