Auswärtssieg!
Krefeld – Die Krise scheint überstanden. Nach dem Erfolg gegen Ingolstadt gewinnen die Roosters verdient beim Überraschungsteam der Krefeld Pinguine. Insbesondere die Rückkehrer Beechey und Ready, außerdem Stefaniszin und Wren sorgten für einen alles in allem verdienten Erfolg der Sauerländer.
Wichtigste Feststellung in Drittel 1: Mit Ryan Ready haben die Roosters endlich wieder eine funktionierende zweite Sturmformation und deshalb auch Erfolg. Ready ist gewöhnt an das Spiel von Bobby Wren, ist in der Lage auf seine Ideen einzugehen und hat viel kämpferisches Element zu bieten. Dazu kommt, dass Jimmy Roy trotz seines gebrochenen Zehs immer dorthin geht, wo ein echter Torjäger stehen muss. So durften die Sauerländer im ersten Abschnitt gleich doppelt Jubeln. Erst spielte Wren einen Traumpass in Überzahl von der Torlinie auf den neben dem linken Pfosten stehenden Roy. Der zog direkt ab und ließ Krefelds jungem Ersatztorhüter Kovacic keine Chance (13.). Gleiches Bild beim Iserlohner 2:0 (19.): Kurzpass von Wren auf Roy, der erkannte den Stellungsfehler von Kovacic im Tor und zimmerte die Scheibe platziert unter die Latte. Obwohl die Roosters führten, waren sie nicht im gesamten ersten Drittel die bessere Mannschaft. Insbesondere in den ersten zehn Minuten hatten die Sauerländer Probleme in die Partie zu kommen, fehlte es an Tempo und gutem Stellungsspiel. Sebastian Stefaniszin hielt seine Mannschaft mit einigen guten Paraden in dieser Phase im Spiel. Je länger das Drittel aber dauerte, umso stärker wurden die Sauerländer, so dass die Führung nach 20 Minuten durchaus in Ordnung ging.
Nach dem zweiten Abschnitt sah das anders aus. Weil die Sauerländer von ihrer Linie abwichen, die sich bietenden Konterchancen nicht nutzten und sich zu viele Strafzeiten erlaubten, kam Krefeld ran. Pietta nutzte früh einen glücklichen Abpraller von einem Roostersbein und überwand den überraschten Stefaniszin (26.). Krefeld war nicht selbst ins Spiel gekommen, dafür hatten die Roosters gesorgt, die über weite Strecken unkonzentriert wirkten und zu wenig zusammenspielten. Vier Konterchancen ließen die Stirling-Jungs ungenutzt, standen aber überragend in Unterzahl und überstanden so zwei 3:5-Situationen. Weil Nachwuchskeeper Stefaniszin abermals einige gute Chancen der Pinguine vereitelte, hatten Passgeber Beechey und Torschütze Wolf nach 36 Minuten Grund zum Jubeln. Beecheys uneigennütziges Zuspiel nach einer weiteren Kontergelegenheit machte das zwischenzeitliche 3:1 erst möglich. Dass es am Ende nur noch 3:2 stand, hatte Mark Ardelan zu verantworten. Der ließ den anderthalb Köpfe größeren Stephenson in Richtung Roosterstor ziehen und Stefaniszin die Scheibe zwischen den Schonern versenken. Hätten die Iserlohner ihr Spiel aus dem Auftaktdrittel fortgesetzt, Krefeld hätte keine Chance gehabt doch noch ins Match zurückzukehren.
Weil sie es auch im letzten Drittel nicht schafften, blieb es spannend. Viel zu kompliziert agierten die Sauerländer in den ersten Minuten. Statt sich konsequent bei Krefelder Drucksituationen auch mal mit einem Icing zu befreien, versuchten die Roosters zu zocken und leisteten sich zu viele Scheibenverluste. Zwei hervorragende Überzahlspiele und Powerplay-Tore aber sorgten für die frühe Entscheidung zugunsten der Sauerländer. Traynor von der blauen Linie und Wren nach einem wunderbar verzögerten Schlagschuss aus der Halbdistanz sorgten für einen verdienten Auswärtserfolg der Sauerländer.
Die Statistik:
Roosters: Stefaniszin – Wilford, Traynor; Schmidt, Danielsmeier; Ardelan, Dück – Wren, Ready, Roy; Hock, Beechey, Wolf; Simon, Martens, Jones; Rupprich, Hommel, Langwieder.
Pinguine: Kovacic – Pavlikovsky, Milo; Fortin, Fahey; Riefers, Heid; Schopper, Akdag – Stephens, Blank, Vasiljevs; Loyns, Pietta, Verwey; Payer, Stephenson, Hager; Driendl, Huebscher, Endraß.
Tore: 0:1 (12:29) Roy (Wren, Ready/5:4), 0:2 (18:24) Roy (Wren), 1:2 (25:45) Pietta (Milo, Pavlikovsky), 1:3 (35:04) Wolf (Beechey, Hock), 2:3 (37:53) Stephenson (Pavlikovsky, Payer), 2:4 (47:43) Traynor (Beechey, Hock/5:3), 2:5 (53:15) Wren (Ready, Roy/5:4), 3:5 (59:42) Loyns (Schopper, Payer/5:4).
Schiedsrichter: Christian Oswald (Kaufbeuren)
Strafen: Pinguine: 20 + 10 (Verwey, Stephens); Roosters: 18 + 10 (Ready).
Zuschauer: 4170.










