Niederlage gegen die Lions

Iserlohn Roosters – Frankfurt Lions 2:4 (0:2/1:0/1:2)

Iserlohn – Die Iserlohn Roosters mussten sich am Abend den Frankfurt Lions mit 2:4 geschlagen geben. Es war eine unnötige Niederlage. Wenn auch die Frankfurter am Ende weniger Fehler machten und intensiver wirkten, die Roosters waren über 60 Minuten gesehen die bessere, wenn auch glücklosere Mannschaft.

Die ersten neun Minuten des Hockeyabends waren nicht die der Iserlohn Roosters. Weil Cheftrainer Stirling offenbar den Wecker zu stellen vergessen hatte, schliefen die Sauerländer in der Anfangsphase tief und fest. Das Resultat – zwei schnelle Gegentreffer der hessischen Gäste aus Frankfurt. Tor Nummer 1 fiel als unsichtbarer Schlagschuss, den Sebastian Stefaniszin im Kasten der Sauerländer nicht sehen konnte (5.). Der zweite Gegentreffer wäre dagegen verhinderbar gewesen. Frankfurt versuchte den Bauerntrick, der noch misslang. Den Rebound aus kürzester Distanz vor den Schonern von Stefaniszin ließ sich dann Mannschaftskapitän Young nicht nehmen und erhöhte auf 2:0 (8.) – ein vermeidbarer Fehler. Erst danach begannen die Roosters sich langsam den Schlaf aus den Augen zu reiben und starteten endlich in die Partie. Leider konnte der starke Ian Gordon zwischen den Frankfurter Pfosten jede einzelne der zahlreichen Iserlohner Chancen zunichte machen. Auch in der Defensive standen die Sauerländer jetzt endlich besser, so dass den Hessen weitere Treffer versagt blieben. Dieser Rückstand war dennoch mehr als unnötig, mit 40 verbleibenden Spielminuten sollten die Roosters aber genug Zeit haben, ins Spiel zurückzukehren.

Es sollte allerdings noch lange dauern, bis zumindest der Anfang der Wende geschafft sein sollte. Dabei gehörte das Mitteldrittel von der ersten bis zur letzten Minute den Iserlohn Roosters. Die Mannschaft vom Seilersee dominierte vor fast 4200 Zuschauern in der eigenen Eissporthalle die Partie nach Belieben, hatte nach 17 Sekunden durch einen Schuss von Michael Wolf die erste Torgelegenheit im zweiten Drittel. Minutenweise stellten die Blau-Weißen ihre offensive Dominanz zur Schau, nur über die Torlinie konnten sie die Scheibe einfach nicht bringen. Das sollte erst in der 16. Minute gelingen, als Roy einen 2:1-Konter abschloss. Leider hatte der solide pfeifende Schiedsrichter Schimm vorher auf Strafe gegen die Sauerländer entschieden. Sekunden nachdem Wren von der Strafbank zurückgekehrt war, durften die Roostersfans am Seilersee endlich jubeln. Mannschaftskapitän Hock hatte sich die Scheibe im Löwen-Drittel erarbeitet, zog allein auf Ian Gordon zu und versenkte die Scheibe im Tor der Hessen. Zumindest der Anfang war damit vor der Drittelpause gemacht.

Weil die Roosters härter arbeiteten als die Frankfurter, fiel der Ausgleich schon in der 46. Spielminute. Ardelan schoss verdeckt und aus der Drehung von der blauen Linie. Weil Gordon die Sicht zudem verdeckt war, durften die Roosters und ihre Fans endlich über das 2:2 jubeln. Nach einem Fehlpass von Paul Traynor in der 51. Minute war die Hoffnung auf ein glückliches Ende aber erst einmal wieder dahin. Hahn stahl die Scheibe, schoss und traf unhaltbar ins untere rechte Eck. Dieser Moment brachte die unverdiente Entscheidung zugunsten der Hessen. Obwohl die Roosters in den Schlussminuten noch die Gelegenheit hatten, in Überzahl die Entscheidung zu suchen, standen die Sauerländer am Ende trotz eines aufopferungsvollen Kampfes ohne Punkte da.

 
Die Statistik:
 
Roosters: Stefaniszin - Traynor, Wilford; Schmidt, Ardelan; Dück, Langwieder - Hock, Wolf, Beechey; Wren, Roy, Ready; Classen, Simon, Jones; Hommel, Rupprich.

Lions: Gordon – Slaney, Kunce; Biron, Mujir; Ward, Wright – Taylor, Heerema, Young; Hahn, Kavanagh, Langfeld; Oppenheimer, Danner, Wörle; Gawlik, Gerbig.
 
Tore: 0:1 (04:14) Langfeld (Kavanagh), 0:2 (07:42) Young (Taylor, Heerema), 1:2 (38:48) Hock (Wolf, Beechey), 2:2 (45:33) Ardelan (Wren, Ready/5:4), 2:3 (50:39) Hahn, 2:4 (59:55) Hahn (Empty Net).

Schiedsrichter: Willi Schimm (Waldkraiburg)
 
Strafen: Roosters: 10; Lions: 16.
 
Zuschauer: 4180.