Niederlage gegen Krefeld

Iserlohn Roosters – Krefeld Pinguine 5:8 (1:2/3:3/1:3)

Iserlohn – Nach der 5:8-Niederlage daheim gegen die Krefeld Pinguine und des gleichzeitigen Erfolgs der Hamburg Freezers gegen Tabellenführer Hannover stürzen die Sauerländer erstmals aus den Play-Off-Rängen. Ohne sechs verletzte Stammspieler reichte den Pinguinen eine durchschnittliche Leistung zum Erfolg am Seilersee.

Dabei waren die Verletzungssorgen den Sauerländern im ersten Drittel nicht anzumerken. Classen vertrat Hock in der ersten Reihe, Hommel rutschte in die dritte Formation und kämpfte an der Seite von Rupprich und Simon. Schon in den ersten Minuten erarbeiteten sich die Sauerländer so eine optische Überlegenheit, die begünstigt durch ein 5:3-Überzahlspiel viel Eiszeit im Krefelder Drittel bescherte. Nutzen konnten die Roosters die sich bietende Chance zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht. Auch Wolfs und Wrens Gelegenheiten in den nächsten Minuten parierte Langkow im Kasten der Pinguine. Statt der zu diesem Zeitpunkt verdienten Roostersführung jubelten Minuten später die Gäste. Nach dem Fehlpass eines Iserlohners von der Bande direkt vor den Kasten von Sebastian Stefaniszin, freute sich Stephens über das 1:0 (13.). Nur knapp drei Minuten später aber durften sich die Roostersfans endlich über den ersten Treffer ihrer Mannschaft beklatschen. Classen brachte mit einem Kraftakt zuerst die Scheibe aus dem eigenen Drittel, startete entlang der Bande einen Konterangriff, zauberte einen Traumpass auf den in der Mitte mitgelaufenen Michael Wolf, der die Scheibe halbhoch über die Linie brachte. Noch einmal aber nutzen die Pinguine zuviel Freiraum im Iserlohner Drittel, brachten Fahey vor das Stefaniszin-Tor, der von Pietta mit einem guten Zuspiel bedient, dem jungen Sauerländer Nachwuchsgoalie keine Chance ließ.

Der Auftakt des Mitteldrittels gehörte dann aber wieder den Gastgebern. Schon nach 165 Sekunden traf Bobby Wren mit einem völlig unerwartet abgegebenen Handgelenkschuss vom Außenrand des rechten Bullykreises zum 2:2-Ausgleich. Als Traynor in Überzahl nur weitere 53 Sekunden später zum 3:2 von der blauen Linie einnetzte, war der Jubel auf den Rängen riesengroß (24.).  Doch sollte den Roosters sogar noch mehr gelingen: Wilfords 4:2 (33.), nach tollem Zuspiel von Bobby Wren, ließ endgültig Hoffnung aufkommen, dass trotz der Personalsituation ein Sieg gegen die Pinguine möglich sei. Zwei schöne Spielzüge und ein Überzahltor der stets gefährlichen Krefelder ruinierte das gute Gefühl des Sauerländer Anhangs. Stephenson, Pavlikovsky und Pietta machen aus einem 4:2 ein 4:5.

Es stellte sich die große Frage, ob die Roosters sich von diesem erneuten Rückschlag würden erholen können. Die Antwort lautete „Nein“! Spätestens nachdem Driendl in der 48. Spielminute ohne große Gegenwehr durch die Roostersdeckung ging und die Scheibe an Sebastian Stefaniszin vorbei zum 6:4 für Krefeld in die Maschen legte, war die Partie gelaufen. Cheftrainer Stirling nahm Stefaniszin vom Eis, brachte Norm Maracle. Ohne Gegentor blieb aber auch der Kanadier nicht. Verweys 7:4 und Piettas Unterzahltor zum 8:4 für den KEV setzten die Krefelder Schlusspunkte unter eine Niederlage, die erneut vermeidbar gewesen wäre. Classens 5:8, geschossen in der Schlusssekunde, war am Ende nicht mehr als Ergebniskosmetik.

Die Statistik:
 
Roosters: Stefaniszin (ab 47:03 Maracle) – Ardelan, Schmidt; Traynor, Wilford; Langwieder; Dück – Wren, Ready, Roy; Classen, Wolf, Beechey; Simon, Rupprich, Hommel; Gose.
 
Pinguine: Langkow – Stephenson, Pavlikovsky; Fahey, Fortin; Heid, Akdag – Stephens, Vasiljevs, Blank; Payer, Hager, Endraß; Verwey, Pietta, Huebscher; Riefers, Loyns, Driendl.
 
Tore: 0:1 (12:11) Stephens (Vasiljevs, Blank), 1:1 (15:10) Wolf (Classen), 1:2 (17:39) Fahey (Pietta), 2:2 (22:55) Wren (Schmidt, Ready), 3:2 (23:48) Traynor (Wren, Schmidt/5:4), 4:2 (32:44) Wilford (Wren, Roy/5:4),  4:3 (34:29) Stephenson (Driendl, Loyns), 4:4 (35:39) Pavlikovsky (Stephens, Vasiljevs/5:4), 4:5 (39:56) Pietta (Huebscher), 4:6 (47:03) Driendl (Endraß, Stephenson), 4:7 (52:32) Verwey (Pietta), 4:8 (58:35) Pietta (4:5), 5:8 (59:59) Classen (Langwieder, Dück).
 
Schiedsrichter: Reik van Gameren (Berlin)
 
Strafen: Roosters: 16 + 10 (Wren); Pinguine: 20.
 
Zuschauer: 3940.