Roosters gewinnen gegen MetroStars

Menden / Iserlohn – So viele Zuschauer waren schon lange nicht mehr bei einem Testspiel der Iserlohn Roosters am Seilersee. Fast 3200 waren in die „neue“ Eissporthalle gekommen. Cheftrainer Uli Liebsch musste schweren Herzens auf Roy und Ready im Sturm verzichten („Sicherheitsgründe“, so Manager Karsten Mende), stellte aber mit Pierre Kracht, Marlon Cernohous und Steven Rupprich eine akzeptable neue vierte Reihe auf. Weil auch Hommel und Jones sich in der zweiten Formation mit Swanson achtbar schlugen, gab es am Ende ein nicht unverdientes 2:1.

Deutlich temporeicher als acht Tage zuvor startete für die Roosters das Auftaktdrittel im ersten Heimtestspiel. Das Team von Cheftrainer Liebsch kämpfte deutlich weniger mit der eigenen Kondition als mit dem hart arbeitenden Gegner aus der NRW-Landeshauptstadt. Die Metro Stars, im letzten Jahr erst im Finale an Meister Eisbären Berlin gescheitert, forderten den Sauerländern deutlich mehr taktische Disziplin ab, als Oberligist Herne vor einer Woche. Dennoch entwickelte sich das Team vom Seilersee, je länger das erste Drittel dauerte, zur besseren Mannschaft, hatte seine Chancen und ging durch Hancock in der 11. Spielminute mit 1:0 in Führung. Wolf hatte sich die Scheibe in der linken hinteren Ecke erkämpft, passte hinter das Tor zu Hock, der Wolf per Doppelpass in Szene setzte, Hancock fälschte den Puck dann in der entscheidenden Sekunde, ebenfalls vor dem Roosterstor stehend ab. Zwar hatten auch die Düsseldorfer ihre Chancen, der starke Sebastian Stefaniszin verhinderte aber den Ausgleich.

Im Mitteldrittel übernahm dann die DEG die Initiative, steigerte sich Minute um Minute. Noch einmal war es der guten Leitung von Stefaniszin zu verdanken, dass das 1:1 eben nicht fiel, stattdessen sogar die Roosters eine weitere gute Gelegenheit nutzen konnten. Ardelans Schuss von der blauen Linie fälschte Hock unhaltbar für Aubin ab (32.). Knapp 90 Sekunden später aber trafen die Metro Stars zum 1:2. In Überzahl ließ Courchaine Stefaniszin keine Chance, hämmerte die Scheibe unhaltbar unter die Latte. Zwar blieb es auch nach 40 Minuten bei der verdienten, knappen Führung der Sauerländer, Grund zur Freude gab es dennoch nicht. Verteidiger Marty Wilford war schon während des zweiten Abschnitts mit Schulterproblemen in die Kabine gegangen. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Das grundsolide Unterzahlspiel der Roosters sorgte dann im letzten Abschnitt dafür, dass die Sauerländer ihre Führung lange über die Zeit schaukelten. Weil sich beide Teams in punkto Abschlusspech in nichts nach standen, blieb es auch nach der regulären Spielzeit beim nicht unverdienten knappen Erfolg der Roosters. Zwar hätte das Team vom Seilersee durch Insana und Hock die Führung weiter ausbauen können, Zielwasser hatten an diesem Abend aber beide Teams deutlich zu wenig getrunken.