Mißlungene Generalprobe

Iserlohn Roosters – Frankfurt Lions 3:6 (1:2/1:4/1:0)

Iserlohn – Wenn auf eine missglückte Generalprobe eine herausragende Premiere folgt, dann müssen sich die Iserlohn Roosters vor dem DEL-Saisonstart am kommenden Freitagabend keine Sorgen machen. Das letzte Testspiel am Sonntagnachmittag gegen die Frankfurt Lions, eines der Topteams der Liga, war jedenfalls keine Offenbarung, zumindest im zweiten Drittel musste man deutlich vom schlechtesten Abschnitt der bisherigen Vorbereitungszeit sprechen.

Schon nach 15 Sekunden im Auftaktdrittel hatte der spärliche Roosters-Anhang auf den Rängen zum ersten Mal Grund zum Jubeln. Der Gewinn eines Bullys bescherte den Sauerländern die Scheibe bei Schneider an der blauen Linie, der sah den völlig frei vor dem Frankfurter Tor stehenden Hock, der den Puck leicht und locker zum 1:0 an Ower vorbei ins Tor der Lions schob. Knapp 90 Sekunden später aber glichen die Lions durch Vorobiev aus und gingen bei Roosters-Unterzahl sogar mit 2:1 in Führung (3.). Beide Teams leisteten sich allerdings noch viele Fehlpässe, kamen im weiteren Verlauf der ersten 20 Minuten zu Chancen, konnten die aber nicht zum Torerfolg nutzen. Mitten im Drittel entschied Cheftrainer Liebsch Christian Hommel, anfangs in der ersten Reihe für Hancock spielend, gegen Daniel Sparre zu tauschen und hatte damit Erfolg. Der schnelle Angreifer nutzte seine beiden hervorragenden Mitspieler Wolf und Hock und passte sich auch mit guten Gelegenheiten in die erste Reihe ein.

Das Mitteldrittel war ohne Zweifel der schlechteste Abschnitt der Roosters in der gesamten Vorbereitung. Zwar konnte Roy schnell nach Frankfurts frühem 3:1 auf 2:3 in Überzahl verkürzen, dann aber spielte nur noch der Gast aus Hessen vernünftig. Insbesondere die Roostersdefensive, aber auch Torhüter Danny aus den Birken leisteten sich Unsicherheiten, die man in der gesamten bisherigen Testphase nicht zu sehen bekam. So trafen Ulmer, Schwab und Schneider zur verdienten 6:2-Führung, über die sich keiner im Roostersdress an diesem Tag wirklich beschweren durfte.

Dass Uli Liebsch in der zweiten Drittelpause deutliche Worte gefunden haben wird, spürte man als die Iserlohner Mannschaft aus der Kabine kam. Das Team wirkte deutlich konzentrierter, wenn sich auch einmal mehr zeigte, dass eine Einstellung zu einer Partie nicht von der einen auf die andere Sekunde zu ändern ist. Am Ende mussten die Sauerländer froh sein, dass Wolf die Blau-Weißen mit seinem kämpferischen Einsatz zumindest noch auf 3:6 heranbringen konnte. Mehr aber war an diesem Nachmittag nicht drin.

Tore: 1:0 (00:15) Hock (Schneider); 1:1 (01:42) Vorobiev (Wöhrle); 1:2 (02:52) Langfeld (Angell, Tenute), 1:3 (22:11) Vorobiev (Young, Slanes/5:4), 2:3 (23:12) Roy (Insana/5:4), 2:4 (23:49) Ulmer (Slaney), 2:5 (28:35) Schwab (Wright, Kunce), 2:6 (38:32) Schneider (Angell/5:4), 3:6 (50:18) Wolf (Hock).

Roosters: Aus den Birken; Ardelan, Wilford; Insana, Ordenorz; Schneider, Langwieder – Hock, Wolf, Hommel; Swanson, Roy, Ready; Christensen, K.Sparre, D.Sparre; Rupprich, Czernohous, Kracht.