Sieg im Eröffnungsspiel
Iserlohn – Mit einem Sieg gegen die Kölner Haie starten die Iserlohn Roosters in die neue Saison in der Deutschen Eishockey Liga. Zwar konnte die Mannschaft in der ausverkauften Eissporthalle am Seilersee eine 3:0-Führung nach 13 Spielminuten nicht über die Zeit bringen, am Ende aber siegte das Team nach tollem kämpferischen Einsatz gegen den Westrivalen mit 6:5 nach Verlängerung.
122 Sekunden dauerte die torlose Saison der Iserlohn Roosters. Dann zappelte die Scheibe, geschossen von Neuzugang Bryan Swanson, zum ersten Mal im Netz. Christensen hatte sich den Puck in Überzahl hinter dem Kölner Tor erarbeitet, brachte ihn an die blaue Linie, Schuss Insana – Saisontor Nr. 1. Nummer 2 fiel nur etwas mehr als fünf Minuten später. Eine Traumkombination von Wolf und Ardelan nutzte Hock zum 2:0 (8.). Die Roosters hatten die Partie vollkommen im Griff und erspielten sich in einem weiteren Überzahlmoment sogar das 3:0. Wolf passte auf Christensen, der auf den völlig frei an der blauen Linie wartenden Ardelan, und der hämmerte die Scheibe, genau am richtigen Punkt getroffen, in den oberen rechten Winkel (14.). Dass die Haie bis eine Minute vor Drittelende zum 3:3-Ausgleich kamen, ist eigentlich nicht zu erklären. Nach dem dritten Treffer verloren die Roosters ihre Marschroute, ließen sich von den Haien im eigenen Defensivdrittel einschnüren und kassierten aufgrund eigener Fehler Treffer von Ciernik, Bartek und Hequefeuille zum 3:3. Binnen sieben Minuten hatten die Sauerländer die euphorische Auftaktstimmung am Seilersee, die sie sich mit tollen Toren verdient hatten, wieder verspielt.
Der Mittelabschnitt begann mit deutlich besser in der Defensive stehenden Roosters. Zwar hatte das Team von Cheftrainer Uli Liebsch Probleme im Spielaufbau, wirkte aber stabilisiert. Zur Belohnung gab es die erneute Roosters-Führung durch Christensen bei Überzahl nach toller Vorarbeit von Hock und Wolf in Überzahl (27.). Kölns Ausgleich folgte, weil Lüdemann im Roostersdrittel zu viel Platz bekam und aus den Birken seinen Schuss unter die Latte nicht zu stoppen wusste. Es war allerdings der einzige Moment im zweiten Abschnitt, in dem die Haie die Sauerländer schocken konnten. Weil sich das Offensivspiel der Blau-Weißen sogar noch weiter steigerte, setzte man mit Treffer Nummer 5 nach einer traumhaften Kombination von Hock, Hancock und dem Torschützen Wolf, einen mehr als versöhnlichen Schlusspunkt in der 40. Spielminute. Dennoch war allen klar: Erst das letzte Drittel würde am Seilersee eine Entscheidung bringen.
Das begann mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Strafzeiten (20 min!) gegen die Iserlohn Roosters, vom Publikum teils zu Recht kritisiert, sorgten zuerst für den Ausgleich der Haie durch Ciernik (49.), dann aber glänzten die Sauerländer mit teils hervorragendem Unterzahlspiel. Insbesondere Ardelan und Wilford bei 3:5-Unterzahl, leisteten Schwerstarbeit und hielten die Partie offen. Angefeuert von den Schiedsrichterentscheidungen stand das Publikum wie ein Mann hinter den Roosters, zur erneuten Führung reichte es in der regulären Spielzeit allerdings nicht mehr. Wie so oft in der vergangenen Saison setzten die Roosters ihre Overtime/Penalty-Tradition fort.
Schon nach fünf Sekunden in der Overtime foulten gleich zwei Haie Michael Wolf. Die Schiedsrichter entschieden auf Penalty, den Christensen nach einer hervorragenden Leistung im gesamten Spiel zum 6:5-Endstand an Weibel vorbei in die Maschen schoss.
Die Statistik:
Roosters: Aus den Birken – Wilford, Ardelan; Schneider, Langwieder; Danielsmeier, Insana – Hock, Wolf, Hancock; Swanson, Ready, Roy; Christensen, D. Sparre, K.Sparre; Taube, Rupprich, Hommel.
Haie: Weibel – Lüdemann, Marcel Müller; Ankert, Renz; Sturm, Steinhauer; Ullmann, Ciernik, Adams; Hecquefeuille, Rundslätt, Jaspers; Fauser, Bartek, Frosch; Brandl. Melischko, Ohrmann.
Tore: 1:0 (02:02) Swanson (Insana, Christensen/5:4), 2:0 (07:04) Hock (Ardean, Wolf), 3:0 (13:13) Ardelan (Wolf, Christensen/5:4), 3:1 (14:32) Ciernik (Ullmann), 3:2 (18:37) Bartek (Renz, Marcel Müller), 3:3 (19:59) Hequefeuille (Rundsätt, Jaspers), 4:3 (26:12) Christensen (Wolf, Hock/5:4), 4:4 (29:49) Lüdemann (Ciernik), 5:4 (39:03) Wolf (Hancock, Hock), 5:5 (48:44) Ciernik (Moritz Müller/5:3), 6:5 (60:05) Christensen (PS).
Schiedsrichter: Schütz (Moers), Brill (Zweibrücken)
Strafen: Roosters 24 +10 (Roy); Haie: 16 + 10 (Ullmann, Renz)
Zuschauer: 4967










