Roosters jubeln weiter
Straubing – Die Iserlohn Roosters bleiben nach dem ersten Wochenende der neuen Saison in der Deutschen Eishockey Liga ungeschlagen. Nach dem Overtime-Erfolg gegen die Kölner Haie, sicherten sich die Blau-Weißen am Abend bei den Straubing Tigers einen verdienten 3:0-Erfolg. In der Tabelle liegen die Iserlohner damit auf einem hervorragenden 2. Platz hinter den Hamburg Freezers.
Es war nicht das typische Match am Pulverturm. Straubing nervös und beeinflusst von der 0:6-Pleite bei den Hamburg Freezers, wirkte wenig selbstbewusst. Die Gäste dagegen, die erst um 7:00 Uhr in der Früh den Weg nach Niederbayern angetreten hatten, schienen vor allem in der Defensive deutlich gestärkt. Zum Topspiel wurde das Match nicht, schon in den ersten zwanzig Minuten hatten beide Teams wenig zwingende Möglichkeiten, mal abgesehen von Hocks Alleingang, den Janka im Straubinger Tor parieren konnte (8.) Dass die Sauerländer trotzdem mit einer 1:0-Führung in die erste Drittelpause gehen konnten, hatten sie Roy und dem Glück zu verdanken. Ready baute bei Iserlohner Überzahl ein Angriffsspiel auf, passte von der rechten Seite vor das Tor, wo Hancock, gestört von den Tigers, die Scheibe über den Schläger hüpfte und genau vor die Füße von Jimmy Roy fiel. Der zog direkt ab und überlistete den aus seinem Kasten geeilten Janka.
Michael Rumrich, Straubings Trainer, muss deutliche Worte in der Kabine gefunden haben, denn seine Jungs kamen deutlich besser ins Spiel, hatten zu Beginn des Mittelabschnitts deutlich mehr vom Match. Die Roosters, immer öfter in die Defensive gedrängt, agierten verhaltener, brauchten lange, um sich wieder zu stabilisieren. Weil Straubings Angriffsbemühungen, aber im Frust über das eigene Abschlusspech versiegten, waren die Roosters ab der 33. Spielminute wieder die deutlich bessere Mannschaft. Die beste von sehr wenigen Roosters-Gelegenheiten hatte Michael Wolf, sein Schuss aber ging knapp am Tor vorbei. Ein Crosscheck von Straubings Baindl gegen den Kopf von Ryan Reasdy sorgte dann für den unschönsten Höhepunkt im zweiten Drittel. Weil Schiri van Gameren, wie schon einmal beim Vorbereitungsturnier in Braunlage, die Aktion übersah, übten die Roosters Selbstjustiz. Scheider checkte den Straubinger, zog die Handschuhe aus und vermöbelte Baindl nach allen Regeln der Boxkunst. Die anschießende Spieldauer-Disziplinarstrafe war unvermeidbar und wurde zu Recht ausgesprochen. Weil weitere hochkarätige Chancen fehlten, blieb es auch nah 40 Minuten beim 1:0 der Sauerländer.
Zu Beginn des Schlussabschnitts überstanden die Gäste die verbleibende Unterzahlminute nach Schneiders Spieldauer und durften dann selbst mit einem Mann mehr auf dem Eis agieren. Straubings Ramsey saß wegen eines Beinstellens auf der Bank, Christensen und Hock zauberten in Überzahl, spielten den Pass auf Wolf und der hämmerte die Scheibe unhaltbar für Janka ins linke Toreck zum 2:0 für die Sauerländer (44.). Cheftrainer Liebsch stellte das Team auf drei Reihen um und brachte die Führung nicht nur über die Zeit. Roy traf in der 57. Minute sogar noch ins leere Straubinger Tor zum 3:0. Danny aus den Birken verbuchte seinen ersten Shut-Out der Saison und die Roosters liegen in der Tabelle nach zwei Spieltagen auf Rang 2.
Roosters: Aus den Birken – Insana, Danielsmeier; Wilford, Ardelan; Schneider, Langwieder – Swanson, Roy, Ready; Hock, Wolf, Hancock; Christensen; K. Sparre, D. Sparre; Taube, Rupprich, Hommel.
Tigers: Janka – Canzanello, Retzer; Morin, S. Wilhelm; Elfring, F. Müller – Whitecotton, Bassen, Melonche; Ramsey, Stewart, Schnitzer; Flache, Schönberger, Trew; Baindl, Röthke.
Schiedsrichter: van Gameren (Berlin)
Tore: 0:1 (16:33) Roy (Hancock, Ready/5:4), 0:2 (43:00) Wolf (Hock, Swanson/5:4), 0:3 (56:44) Roy (6:5).
Strafen: Tigers: 16 + 10 (Ramsey); Roosters: 17 + Spieldauer (Schneider)
Zuschauer: 3921










