Erste Auswärtsniederlage in Kassel

Kassel Huskies - Iserlohn Roosters 5:4 (3:2/2:1/0:1)
 
Kassel – Auswärtsspiel Nummer 3 bescherte den Iserlohn Roosters die erste Saisonniederlage auf fremdem Eis. Nicht anders als erwartet wurde der Fight bei den Huskies zum harten Kampf, den die Iserlohner nur phasenweise dominierten. Vor allem, weil man die eigenen Gelegenheiten in Überzahlmomenten nicht nutzte, ging es ohne Punkte in die Heimat.
 
Der Start ins Match ging bei den Nordhessen mächtig daneben. Schon nach 150 Sekunden zappelte der Puck zum ersten Mal, geschossen von der blauen Linie, im Kasten der Sauerländer. Dinger hatte abgezogen und beim Schuss einfach zu viel Platz. Diese Situation war es allerdings nicht, die die Sauerländer richtig aus dem Konzept brachte. Es war die doppelte Überzahl knapp eine Minute später, die die Blau-Weißen nicht zum Ausgleich nutzen konnten. Danach war der Wurm drin: Kassel - deutlich lauffreudiger - setzte die Roosters mit gutem Vorchecking immer besser unter Druck und hatte Erfolg. Soares` 2:0 (10.), per Bauerntrick erzielt, deckte die Probleme in der Roostersdefensive schonungslos auf. Die Mannschaft von Uli Liebsch war einfach nicht konzentriert genug und von der Leistung aus Frankfurt weit entfernt. Dass sie trotzdem mit dem 1:2-Anschlusstreffer im Spiel blieben (15.), war der Übersicht von Swanson zu verdanken, der einen Rebound nach einem Roy-Schuss nutzte. Endlich wuchs der Roostersdruck auf den Kasten von Adam Hauser. Doch noch einmal mussten die Gäste einen Rückschlag hinnehmen. Die Huskies in Unterzahl befreiten sich aus dem eigenen Drittel, Iserlohns Keeper aus den Birken stoppte den Puck, hatte Zeit die Scheibe aus dem eigenen Abschnitt herauszuspielen, legte sie aber genau auf den Schläger von Damon, der zum 3:1 traf (18.). Nur gut, dass die Sauerländer nicht erneut in ein Tief stürzten und ihre verbleibenden Überzahlsekunden zum 2:3-Anschlusstreffer nutzten. Daniel Sparre durfte seinen zweiten DEL-Treffer bejubeln und die Roosters blieben im Match.
 
Nach einer deutlichen Ansage von Cheftrainer Liebsch in der Kabine, kamen die Sauerländer stabilisiert zurück aufs Eis. Ob in der Deckung und oder der Offensive überall präsentierte sich das Team von Uli Liebsch deutlich verbessert und durfte verdient über den 3:3-Ausgleich jubeln (29.). Langwieder, von Hock wunderbar vor den Kasten von Hauser geschickt, ließ dem Huskie-Goalie keine Chance und schob die Scheibe zwischen dessen Schonern ins Tor. Die Freude des Sauerländer Anhangs währte aber nur knapp zwei Minuten. Dann saß Roy auf der Strafbank und Kassel traf zum 4:3 (32.). Abermals Damon schob die Scheibe an aus den Birken vorbei. Es sollte nicht der letzte Überzahltreffer der Gastgeber bleiben. Vier Minuten nach dem erneuten Führungstreffer erhöhten die Nordhessen sogar auf 5:3 bei doppelter Überzahl (36.). Erst Rupprich (Spieldauer wegen hohen Stocks), dann Insana mussten vom Eis und Sleigher bedankte sich. Weil Hock nur Sekunden später einen Penalty nach einem Foul an Wolf gegen Hauser verschoss und die Iserlohner wieder sich bietende Überzahlgelegenheiten nicht nutzten, gingen die Kassler mit einem Zwei-Tore-Vorsprung ins letzte Drittel.
 
Mehr Schüsse auf das Tor forderten in der Drittelpause die Roosterstrainer. Gerade in Überzahlsituationen und davon gab es viele, sollten die Sauerländer vor allem ihre Reboundchancen gegen den starken Hauser nutzen. Mangels Schüssen aber gab es keine Rebounds und deshalb am Ende die selbstverschuldete Niederlage gegen kämpferisch gute Huskies. Hock traf zwar 21 Sekunden vor Schluss noch zum 4:5 – der Ausgleichstreffer aber war den Sauerländern an diesem Abend nicht vergönnt. Obwohl spielerisch überlegen, kassierten die Roosters die erste Auswärtsniederlage im dritten Spiel.
 
Die Statistik:
 
Huskies: Hauser – Card, Schmidt; Bisaillon, Johnson; Kramer, Dinger – Boisvert, Klinge, Sleigher; Leavitt, Tallaire, Holzmann; Damon, Carciola, Soares; Kraft, Auger, Heinrich.
 
 
Roosters:  Aus den Birken – Danielsmeier, Insana; Wilford, Ardelan; Schneider, Langwieder – Swanson, Ready, Roy;  Hock, Wolf, Hommel; Christensen, D. Sparre, K. Sparre; Rupprich, Taube.
 
Tore: 1:0 (02:31) Damon (Klinge/5:4); 2:0 (10:31) Soares (Carciola, Damon), 2:1 (14:25) Swanson (Roy, Ready), 3:1 (17:43) Damon (4:5), 3:2 (18:24) Daniel Sparre (Ready, Insana/5:4), 3:3 (28:50) Langwieder (Hock), 4:3 (31:41) Damon (Soares, Card/5:4), 5:3 (35:48) Sleigher (Bisaillon/5:3), 5:4 (59:39) Hock (Christensen, Wolf/6:5).
 
Schiedsrichter: Kadow (Eppelheim), Piechaczek (Finning)
 
Strafen: Kassel: 18 + 10 (Sleigher); Roosters:17 + Spieldauer (Rupprich).
 
Zuschauer: 3387.