Stefaniszin sichert zwei Punkte

Iserlohn Roosters – Hannover Scorpions 5:4 n. P. (1:1/3:1/0:2)

Iserlohn – Die Iserlohn Roosters bleiben trotz großer Personalsorgen in der Deutschen Eishockey Liga weiter im oberen Tabellendrittel. Ohne die verletzten Hancock und Jones, den gesperrten Rupprich und den kurzfristig erkrankten Stefan Langwieder (Magen-Darm-Virus) erkämpften sich die Sauerländer einen letztlich verdienten Erfolg gegen die Hannover Scorpions.

Abschnitt eins begann mit zwei starken Unterzahlsituationen für die Roosters. Swanson und Hock mussten auf die Strafbank, trotz der starken Blueliner der Scorpions überstanden die Sauerländer die kompletten vier Minuten schadlos und kamen aufgrund der ersten Erfolgserlebnisse motiviert, hervorragend in die Partie. Immer wieder kreierten die Sauerländer hervorragende Torgelegenheiten, scheiterten aber am guten Youri Ziffzer im Tor der Hannoveraner. Wolf, Hock und Ardelan hatten Chancen, doch erst Ready in der 14. Spielminute ließ die Blau-Weißen jubeln. Nach einem schönen Roy-Pass von der rechten Seite zog er in die Mitte und hämmerte die Scheibe unhaltbar ins obere linke Eck. Hannovers Ausgleich nur 79 Sekunden später resultierte dann aus einem Fehlpass von Collin Danielsmeier. Der wollte Mads Christensen ins Spiel bringen, ließ sich die Scheibe aber von Vickingstad entführen, der zum Ausgleich traf (16.). Zwar waren die Gastgeber auch im weiteren Verlauf die spielbestimmende Mannschaft, zur erneuten Führung reichte es trotz weiterer hundertprozentiger Gelegenheiten nicht. Hoffentlich sollte sich das nicht rächen.

Im Mittelabschnitt mussten sich die Iserlohner darüber keine Gedanken machen. Schon nach 51 Sekunden sicherte sich Hock nach einem Schuss von Danielsmeier beim Rebound die Scheibe, ließ Ziffzer aussteigen und traf zum erneuten Führung – 2:1 (21.). Auch diese Führung aber sollte nicht allzu lange bestand haben. Weil Stefaniszin nach einem Schuss von Kathan knapp fünf Minuten später die Scheibe zu spät sah und sie deshalb nicht festhalten konnte, staubte erneut Vikingstad zum 2:2 ab. Stefaniszin blieb auch im weiteren Verlauf des zweiten Drittels sicherer Rückhalt für seine Mannschaft, die in der Offensive noch zweimal zuschlug. Erst sagte Ardelan nach einem Traumzuspiel von Christensen mit einem Schlagschuss-Hammer ins rechte obere Eck Dankeschön, dann traf Daniel Sparre mit einem Schuss aus kurzer Distanz zum verdienten 4:2-Zwischenstand. Entschieden war die Partie zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht, dafür waren die Angriffsbemühungen der Hannoveraner doch zu gut.

Das blieben sie auch im Schussabschnitt. Weil sich die Roosters außerdem zu viele kleine Fehler leisteten, kamen die Gäste zurück ins Spiel und zum Ausgleich. Erst ließ Cottreau Stafaniszin im Hannoveraner Überzahlspiel keine Chance, dann zimmerte Sascha Goc einen Schuss aus kurzer Distanz unter die Latte (46./49.). Damit war die Partie wieder offen und die Roosters, ohnehin nur mit drei Reihen angetreten, mussten mal wieder bis zur völligen Erschöpfung kämpfen. Zweimal hatten die Sauerländer in den folgenden Minuten Überzahlgelegenheiten, konnten zu wenig Gefahr auf den gegnerischen Kasten bringen. Als Schiedsrichter Looker, knapp drei Minuten vor dem Ende, den Hannoveranern wegen angeblich hohen Stocks von Insana zwei weitere Überzahlminuten zugestand, war die Angst der Fans vor der zweiten Heimniederlage riesengroß. Hannover aber blieb der Siegtreffer dank gutem Penaltykilling versagt, die Roosters retteten sich in die Verlängerung.

Hier kämpften die Roosters weniger mit dem Gegner als mit der eigenen körperlichen Verfassung. Die Mannschaft war nach dem harten Wochenende platt, leistete sich noch eine weitere Strafe, rettete sich aber ins Penaltyschießen. Dort traf nur Christensen für die Roosters; Stefaniszin, nach einer guten Leistung im Spiel, ließ Ziffzer keine Chance.



Die Statistik:

Roosters:  Stefaniszin – Ardelan, Wilford; Danielsmeier, Insana; Schneider – Hock, Wolf, Christensen; Swanson, Ready, Roy; D. Sparre, K. Sparre; Hommel; Taube.

Scorpions: Ziffzer – Brimanis, N. Goc; S. Goc, Reiß; Köppchen – Hlinka, Mitchell, Dzieduszycki; Vinkingstad, Dolak, Kathan, Boos, Wolf, Cottreau; Mondt, Blank, Krüger.

Tore: 1:0 (13:49) Ready (Roy/Swanson), 1:1 (15:08) Vikingstad, 2:1 (20:51) Hock (Danielsmeier, Wolf), 2:2 (25:30) Vikingstad (Kathan/S. Goc/5:4), 3:2 (27:02) Ardelan (Christensen, Hock/5:4), 4:2 (38:35) D. Sparre (Wolf, Hock), 4:3 (45:56) Cottreau (S. Goc/Dolak/5:4), 4:4 (48:53) S. Goc (Dolak, Kathan), 5:4 (65:00) Christensen (PS).

PS: Vikingstad vorbei, Christensen 1:0, Dzieduszycki an TW, Kris Sparre an TW, Boos an TW.

Schiedsrichter: Looker (USA)

Strafen: Roosters: 18 + 10 (Roy); Hannover: 12.

Zuschauer: 2900.