Heimsieg im Westderby
Iserlohn – Mit einem hochverdienten Erfolg gegen die Krefeld Pinguine setzen die Iserlohn Roosters ihre Erfolgsserie in der Deutschen Eishockey Liga fort. Nach der überraschenden Genesung von Quinn Hancock spielte das Team von Uli Liebsch erstmals seit Wochen mit vier kompletten Reihen und kann nach dem Sieg beruhigt zum Auswärtsmatch am Sonntag nach Nürnberg reisen.
Abschnitt 1 bescherte den Roostersfans einen unglaublichen Sturmlauf ihres Teams auf den Kasten von Scott Langkow. Aus allen Lagen feuerten die Sauerländer Scheiben auf den gelb-schwarzen Kasten, erarbeiteten sich teils genialste Chancen, nur der Führungstreffer wollte nicht fallen. Ob Wolf, Hancock, Wilford oder Hommel, alle hatten tolle Ideen, aber kein Glück. Die Pinguine machten das in einem ihrer wenigen Entlastungsangriffe schon in der fünften Spielminute deutlich besser. Pavlikovsky, von Payer bedient, brachte die Scheibe zum 1:0 an Danny aus den Birken vorbei, der, so lässt sich mutmaßen, die Scheibe einfach zu spät sah. Erst rund zehn Minuten später hatten auch die Sauerländer Grund zum Jubeln. Ardelan traf von der blauen Linie per Schlagschuss zum Ausgleich (14.). Nur knapp drei Minuten später markierte Mads Christensen den Führungstreffer der Sauerländer. Das 2:1 war mehr als verdient, gab letztlich aber den wahren Spielverlauf nicht wieder. Die Iserlohner hatten ihr vielleicht bestes Drittel der bisherigen Saison gezeigt.
Stehende Ovationen nach einem zweiten Drittel hat der altehrwürdige Seilersee auch schon länger nicht mehr gesehen, diesmal aber war der Applaus der blau-weißen Hockeyfans mehr als verdient. Das Team von Cheftrainer Uli Liebsch zelebrierte Eishockey auf höchstem Niveau, baute den Vorsprung zwischenzeitlich verdient auf 4:1 aus. Insana mit einem Schuss von der blauen Linie (22.) und Wolf mit einem genialen Hammer aus vollem Lauf (29.) sorgten für einen komfortablen Vorsprung der Roosters in der Partie. Dass Hager bei Krefelder Überzahl zum 2:4 traf, war ärgerlich, zumal die Scheibe durch die Schoner von aus den Birken ins Tor ging. Während die Pinguine in der gesamten Partie bis zur 40. Minute gerade 14 Schüsse auf das Roosterstor abgegeben hatten, waren es 35 Schüsse der Sauerländer. Nicht nur deshalb war die Führung hoch verdient.
Im Schlussdrittel kamen die Gäste aber deutlich besser ins Spiel. Die Roosters wirkten, als hätten sie viel zu früh einen Gang zurückgeschaltet, standen plötzlich unter Druck. Verweys Pfostenschuss in der 49. Minute aber wirkte wie ein Weckruf, schon im Gegenzug schloss Hancock eine tolle Kombination mit Wolf und Hock zum 5:2 ab. Krefeld aber gab sich nicht geschlagen, kämpfte sich zurück und verbuchte nur eine knappe Minute später das 3:5 (50.). Dabei blieb es. Am Ende fuhren die Sauerländer einen weiteren hochverdienten Drei-Punkte-Erfolg ein. Es war schon der fünfte Sieg im siebten Spiel.
Die Statistik:
Roosters: Aus den Birken – Danielsmeier, Insana; Ardelan, Wilford; Schneider, Langwieder – Swanson, Ready, Roy; Hock, Wolf, Hancock; Christensen, D. Sparre, K. Sparre; Rupprich, Hommel, Taube.
Pinguine: Langkow – Pavlikovsky, Akdag; Rourke, Schwarz; Fahey, Pietsch; Riefers – Stephens, Vasiljevs, Blank; Payer, Verwey, Pietta; Loyns, Globke, Hager; Driendl, Huebscher, Endraß.
Tore: 0:1 (04:35) Pavlikovsky (Payer), 1:1 (13:30) Ardelan (Hock/5:4), 2:1 (16:59) Christensen (D. Sparre), 3:1 (21:31) Insana (Roy, Swanson/5:3), 4:1 (28:38) Wolf (Hock, Langwieder), 4:2 (36:31) Hager (Fahey, Langkow/5:4), 5:2 (48:36) Hancock (Wolf, Hock), 5:3 (49:02) Rourke (Akdag).
Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)
Strafen: Roosters: 6; Krefeld: 12.
Zuschauer: 3494.










