Niederlage bei den Ice Tigers
Nürnberg – Nürnberg geht einfach nicht für die Iserlohn Roosters. Trotz eines guten Auftaktdrittels mussten sich die Sauerländer in Franken mit 2:6 geschlagen geben. Die Ursachen sind schnell auf den Punkt gebracht: Zu viele Strafen, zu viele Defensivfehler, zu wenig eigene Chancen machten an diesem Abend den Unterschied.
Ob Sinupret oder Thomas Sabo, Ice Tigers Hockey bleibt vom Charakter unverändert, dass zeigte sich schon in den ersten zwanzig Minuten der Partie. Lauffreudig und vor allem schussgefährlich präsentierten sich die Franken – ein Problem, das die Sauerländer bis zum Ende des Auftaktdrittels nicht unter Kontrolle bekommen sollten. Dass die Sauerländer trotzdem mit 1:0 in Führung gingen, war anfangs harter Arbeit vor dem eigenen Kasten und einer Strafe von Nürnbergs Brad Leeb zu verdanken. Die Roosters in Überzahl, nutzten einen Schlagschuss Swansons vom Außenrand des rechten Bullykreises (8.), Swoboda war zum ersten Mal geschlagen. Trotz des Rückstands aber ließen sich die Gastgeber nicht beeindrucken, hielten sich weiter starr an ihr Offensivkonzept und sollten die Partie drehen. Zwei Defensivfehler der Sauerländer unmittelbar vor dem Kasten Stefaniszins brachten die Ice Tigers zurück ins Match. Erst Grygiel, dann Greg Leeb trafen gegen defensiv immer mehr schwächelnde Roosters, die ihren Gegenspielern zu viel Raum vor dem eigenen Tor gaben und zu viele Schüsse zuließen.
Dass die Iserlohner dieses Problem im Mitteldrittel sogar besser in den Griff bekamen und trotzdem mit 1:5 nach 40 Minuten hinten lagen, hatte in erster Linie mit den Undiszipliniertheiten der Sauerländer zu tun. Zwei Hinausstellungen leisteten sich die Gastgeber, fünf die Blau-Weißen. Besonders ärgerlich die Spieldauerdisziplinarstrafe von Sebastian Stefaniszin. Nach einer Attacke der Ice Tigers ließ sich der Berliner zu einem Stockstich hinreißen und musste zu Recht vom Eis. Schon vorher hatten die Nürnberger einmal in Überzahl und einmal mit einem Schuss von der blauen Linie zum zwischenzeitlichen 4:1 getroffen, jetzt folgte, gegen einen gerade ins Match gekommenen Danny aus den Birken, das fünfte Tor der Franken. In der Offensive kreierten die Sauerländer einfach zu wenig Gegenwehr und Chancen. Auch deshalb, weil Svoboda der bessere Torhüter war, konnten die Sauerländer nur durch ein oder zwei schnelle Treffer zu Beginn des Schlussdrittels hoffen, in die Partie zurück zu kommen.
Michael Wolf gelang das erste erhoffte Tor zwar schon nach drei Minuten im Schlussdrittel, die Wende aber sollte auch dieser herrliche Alleingang auf den Kasten von Svoboda nicht einleiten. Dafür kassierten die Roosters einfach zu viele weitere Strafen und ruinierten sich damit die Chance weiter an die Gastgeber heranzukommen. Nürnberg selbst hatte insbesondere in den letzten zehn Schlussminuten der Partie zwei weitere Pfosten- und Lattentreffer und erzielte unmittelbar nach Ende einer weiteren Roostersunterzahl den 6:2-Endstand. Aufgrund einer Auseinandersetzung nach Ende bekommen Kris Sparre und Jimmy Roy, außerdem der Nürnberger Ask 10-Minuten-Disziplinarstrafen. Roy ist deshalb genauso wie Stefaniszin am Sonntag gesperrt.
Die Statistik:
Ice Tigers: Svoboda – Ancicka, Nasreddine; Reacock, Ondruschka; Leask, Spang, Cespiva, Sevo – Mosienko, Savage, Fical; G. Leeb, B. Leeb, Barta; Ask, Keller, Grygiel; Mayr, Fischhaber, Martens.
Roosters: Stefaniszin – Ardelan, Wilford; Danielsmeier, Insana; Schneider, Langwieder – Christensen, D. Sparre, K. Sparre; Hock, Wolf, Hancock; Swanson, Ready, Roy; Taube, Rupprich, Hommel.
Tore: 0:1 (07:57) Swanson (Insana, Ready/5:4), 1:1 (13:12) Grygiel (Keller, Ask), 2:1 (14:48) G. Leeb (Savage, Nasreddine), 3:1 (29:12) B. Leeb (G. Leeb/Ancicka/5:4), 4:1 (30:42) Nasreddine (Savage, Fical), 5:1 (36:04) Keller (Ask, Savage/5:4), 5:2 (43:00) Wolf, 6:2 (53:33) Grygiel (Ask, Savage).
Schiedsrichter: Hascher (Miesbach)
Strafen: Ice Tigers: 36 + 10 (B. Leeb, Ask); Roosters: 30 + 10 (Christensen, Roy, K.Sparre) + 5 + Spieldauer (Stefaniszin).
Zuschauer: 3039.










