Drei Punkte gegen die Huskies
Iserlohn – Die Roosters gegen die Huskies, das war in dieser Saison eigentlich immer hart umkämpftes Powerhockey. An diesem Abend aber kam es anders. Von der ersten bis zur letzten Minuten dominierten die Sauerländer eine Partie, in der die Gäste aus Nordhessen überraschend nichts entgegen zu setzen hatten. Vom Torhüter bis zum letzten Stürmer - alle Iserlohner machten einen hervorragenden Job.
Drittel 1 begann mäßig emotional. Weder auf den spärlich besetzten Rängen noch auf dem Eis wollte an diesem Donnerstagabend beste Eishockeystimmung aufkommen. Dabei lieferten sich beide Teams ein temporeiches Match mit Chancen auf beiden Seiten. Weil die Huskies allerdings deutlich weniger investierten als in den letzten Spielen gegen die Sauerländer, die Roosters selbst aber von Anfang an aufs Tempo drückten, ging die 2:0-Führung für die Blau-Weißen nach 20 Minuten vollkommen in Ordnung. Wolf nach einem guten Hock-Pass per Schlagschuss (15.) und Roy nach Vorarbeit von Ready bei doppelter Überzahl, sorgten für die Tore. Weil Danny aus den Birken, unterstützt von einer stabilen Defensive, seinen Kasten sauber hielt und auch der Gesamteindruck der Roostersmannschaft stimmte, war der Vorsprung hoch verdient.
Weil das Team von Uli Liebsch auch im Mittelabschnitt weiter konzentriert zu Werke ging, bauten die Iserlohner ihren Vorsprung rasch auf 4:1 aus. Schon 21 Sekunden nach Wiederbeginn passte Hock die Scheibe in Richtung Tor, Kassels Keeper Adam Hauser leistete sich einen Stockfehler und die Scheibe ging zum 3:0 ins Huskie-Tor. Wiederum nur 29 Sekunden später gelang den Huskies zwar der 1:3-Anschlusstreffer, bevor Wilford, assistiert von Taube, per unsichtbarem Schlagschuss sogar auf 4:1 erhöhte. Hauser, der auch bei diesem Gegentreffer unverschuldet nicht gut aussah, wurde von Cheftrainer Richer vom Eis beordert, Neuzugang Stephen Ritter ging zwischen die Pfosten. Der spielte zwar lange, trotz weiterer toller Roosterschancen zu null, war aber vier Sekunden vor Drittelende bei Hancocks Konter machtlos. Psychologisch hätte man keinen besseren Zeitpunkt treffen können. Trotzdem bleibt festzuhalten. Weil die Mannschaft defensiv nicht gut genug stand, rettete Danny aus den Birken in dieser Phase den Erfolg.
Weil den Roosters ähnliches auch zu Beginn des Schlussabschnitts gelang, fuhren sie das Match leicht und locker nach Hause. Roy nach 89 Sekunden im Schlussabschnitt sorgte mit dem 6:1 für die letztendliche Entscheidung, Wolf und noch mal der dreifache Torschütze Roy verhalfen schließlich zum hochverdienten 8:1-Endstand. Gegen schwache Huskies konnte an diesem Abend jeder Mannschaftsteil überzeugen.
Die Statistik:
Roosters: Aus den Birken – Ardelan, Wilford; Danielsmeier, Insana; Schneider, Langwieder – Hock, Wolf, Hancock; Swanson, Ready, Roy; Christensen, D. Sparre, K. Sparre; Rupprich, Hommel, Taube.
Huskies: Hauser – Card, Schmidt; Bisaillon, Dinger; Kramer, Danner; Auger, Johnson – Damon, Klinge, Soares; Leavitt, Sleigher, Holzmann; Boisvert, Tallaire, Kraft; Carciola, Heinrich, Schlager.
Tore: 1:0 (14:44) Wolf (Hock), 2:0 (19:45) Roy (Ready/5:3), 3:0 (20:21) Hock (Wolf, Christensen/5:4), 3:1 (20:50) Leavitt (Sleigher, Card), 4:1 (22:01) Wilford (Taube), 5:1 (39:56) Hancock (Langwieder), 6:1 (41:29) Roy (Ready, Swanson), 7:1 (48:02) Wolf (Hock, Hancock), 8:1 (48:34) Roy (Ready, Swanson).
Schiedsrichter: Jablukov (Berlin)
Strafen: Roosters: 26; Kassel: 30 + 5 + Spieldauer (Sleigher).
Zuschauer: 2883.










