Knappe Niederlage in Augsburg

Augsburger Panther – Iserlohn Roosters 3:2 (1:0/2:1/0:1)

Augsburg – Dennis Endras machte den Unterschied. Der angehende deutsche Nationaltorhüter der Panther rettete gegen eine starke Iserlohner Mannschaft im Augsburger Curt-Frenzel-Stadion den Sieg. Die Sauerländer machten ein gutes Auswärtsspiel, scheiterten am Ende aber auch an der eigenen Verspieltheit.

Positiv: Drittel 1 startete mit einer konzentrierten und laufbereiten Roostersmannschaft. Offenbar hatte Cheftrainer Uli Liebsch vor dem Match die richtigen Worte gefunden, denn gegen die selbsternannte „schnellste Mannschaft der DEL“, die Augsburger Panther, hatten die Blau-Weißen läuferisch in den ersten 20 Minuten klare Vorteile. Immer wieder gelang es den Gästen, für Wirbel im Panther-Drittel zu sorgen, leider mit mäßigem zählbarem Erfolg. Weil vor allem die gefährlichen Schüsse auf den Kasten des soliden Dennis Endras fehlten, stand es, trotz zweier Überzahlspiele, 0:1 aus Iserlohner Sicht. Was den Roosters nicht gelang, machte Olver dann für die Panther besser. Er setzte sich in Überzahl über die halbrechte Seite mit schnellem Laufspiel gegen die Sauerländer Defensive durch und ließ dem guten Sebastian Stefaniszin mit seinem Schuss ins linke obere Eck keine Chance (4.). Kris Sparre, zu offensiv ausgerichtet, eröffnete Olver ein paar Zentimeter zu viel Raum. Trotzdem konnten die Sauerländer mit dem Auftaktdrittel zufrieden sein, mit nur einem Treffer hinten, waren sie weiter in der Partie.

Das änderte sich auch nach dem Mitteldrittel nicht, obwohl mit zwei Treffern Rückstand, der Abstand zu den Panther ein wenig größer geworden war. Der Grund für das 3:1 der Augsburger nach 40 Minuten wurde immer mehr Nationaltorhüter Dennis Endras. Er entschärfte allein drei hundertprozentige Gelegenheiten der Sauerländer. Die Beste hatte Hancock (10.), der nach einem genialen Pass von Christensen ein leeres Panther-Tor vor Augen zu haben schien, vielleicht einen Sekundenbruchteil zu lang zögerte und es so Endras ermöglichte, die Scheibe, im letzten Moment, am Boden liegend mit der Fanghand aufzuhalten. Vorher hatte Hock bei 5:3-Überzahl der Roosters den 1:1-Zwischenstand erzielt (22.), bevor James und Junker auf 3:1 erhöhten. Größtes Problem der Roosters waren die oftmals von den Panthern provozierten Strafen und ein viel zu langsames Aufbauspiel aus dem eigenen Drittel heraus.

Im Schlussabschnitt stellte Liebsch endgültig auf drei Reihen um, erhöhte damit noch einmal den Druck. Insbesondere die erste Formation kreierte Chancen am Fließband, suchte aber zu selten den schnellen Abschluss. Immer wieder durchkreuzten die Panther die Angriffszüge der Iserlohner, fingen geniale Pässe in letzter Sekunde ab. Erst im zweiten Roosters-Überzahlspiel in den letzten zehn Minuten der Partie wurden die Angriffsbemühungen der Sauerländer belohnt. Wilford passt die Scheibe an der blauen Linie zentral auf Ardelan, der hat Platz und hämmert einen Schlagschuss unhaltbar unter die Latte der Gastgeber. Der Anschlusstreffer ist gemacht, zum Ausgleich aber sollte es an diesem Abend nicht mehr reichen. Auch deshalb, weil die Gastgeber kein Bully in der eigenen Zone mehr zulassen, fehlt die Chance zur Auszeit und damit zum verabredeten Spiel mit einem Feldspieler mehr. Am Ende müssen sich die Iserlohner mit 2:3 geschlagen geben, dürfen aber mit dieser Auswärtsleistung nicht unzufrieden sein.

Die Statistik:

Panther: Endras – Kohl, Tölzer; Heid, Kemp; Likens, Chartier – James, Junker, Collins; Ryan, Gordon, Maurer; Olver, Beechey, Murphy; Kreitl, Jörg.

Roosters: Stefaniszin – Danielsmeier, Insana; Ardelan, Wilford; Schneider, Langwieder – Swanson, Ready, Roy; Hock, Wolf, Hancock; Christensen, D. Sparre, K.Sparre; Taube Hommel, Rupprich.

Tore: 1:0 (03:44) Olver (Beechey, Ryan/5:4), 1:1 (21:04) Hock (Christensen, Wolf/5:3), 2:1 (26:50) James (Junker, Collins), 3:1 (30:15) Junker (Collins, James), 3:2 (54:27) Wolf (Ardelan, Wilford/5:4).

Schiedsrichter: Schütz (Moers)

Strafen: Panther: 16 + 10 (Chartier); Roosters: 12.

Zuschauer: 3171.