Feuerwerk der Spielfreude: Starke Roosters gewinnen 4:0 in Köln
Köln. – Die Iserlohn Roosters haben bei den Kölner Haien ein Feuerwerk der Spielfreude abgebrannt und als erste Gastmannschaft in dieser Saison bei den Haien gewonnen. Die Roosters zeigten sich optimal vorbereitet und wussten von der ersten Minuten an zu überzeugen, so dass am Ende ein 4:0 (2:0;2:0;0:0) bejubelt werden konnte.
Erstmals konnten die Iserlohn Roosters in dieser Saison in Bestbesetzung antreten, Sebastian Jones hat sich rechtzeitig fit gemeldet und den Platz von Jan Taube eingenommen, der am Abend noch für Herne in der Oberliga aufs Eis ging. Nachdem Martin Bartek (3.) auf Kölner Seite und Quinn Hancock (4.) auf der Gegenseite die beiden Torhüter jeweils mit einem ersten Schuss prüften, hatten die Roosters die erste richtig gute Chance in der Partie. Michael Wolf kam kurz vor der blauen Linie in der Hälfte der Haie an den Puck, sprintete in Richtung Tor und scheiterte letztendlich nur knapp an Lars Weibel (4.). Die Roosters spielten von Beginn an selbstbewusst, waren aber auch vor der Kölner Heimstärke gewarnt. So waren sie bemüht, den Puck möglichst schnell aus dem eigenen Drittel zu spielen. In der Offensive wussten die Roosters im Anfangsdrittel einmal mehr zu überzeugen. In Unterzahl, Blankart saß auf der Strafbank, traf Brian Swanson nach Zuspiel von Ryan Ready zur 1:0-Fürhung (8.). Nachdem die Iserlohner ihr erstes Überzahlspiel zunächst nicht nutzen konnten, waren sie kurz nach Ablauf der Kölner Strafe ein zweites Mal erfolgreich. Andy Schneider nahm Fahrt auf, eilte zum Puck in das Drittel der Haie und zog kurz hinter der blauen Linie ab. Daniel Sparre hielt seinen Schläger dazwischen, fälschte den Puck leicht ab und ließ Weibel somit keine Chance – 2:0 (13.).
Auf der Gegenseite zeigte sich Danny aus den Birken hellwach, als es Ciernik gleich zweimal (15.) sowie Hecquefeuille und Jaspers (beide 19.) jeweils aus kurzer Distanz probierten. Die Roosters konnten zu Recht zufrieden mit dem ersten Spielabschnitt sein, wenngleich die Führung noch um ein Tor höher hätte ausfallen können. Michael Wolfs Torschussversuch wurde durch einen Stockschlag verhindert, so dass Schiedsrichter Aumüller auf Penalty entschied. Doch den konnte Mads Christensen nicht verwandeln. Der Puck prallte von Goalie Weibel an den Torpfosten (20.).
Mit viel Übersicht setzten die Roosters ihr Spiel im Mitteldrittel fort. Iserlohns Trainergespann um Headcoach Uli Liebsch und Co-Trainer Bernd Haake hatte den IEC optimal auf das Spiel vorbereitet. Auch als Köln in Überzahl agierte, ließen die Roosters nichts anbrennen. Im Gegenteil, sie bauten ihre Führung weiter aus. Quinn Hancock setzte sich auf der rechten Seite durch, wollten dann eigentlich auf den vor dem Kölner Tor lauernden Robert Hock spielen, doch der Puck wurde abgefälscht und landete prompt im Haie-Gehäuse (30.). Und damit nicht genug. In doppelter Überzahl zeigten sich die Roosters ein weiteres Mal erfolgreich. Zunächst scheiterte jedoch Ardelan an Weibel, der es zweimal aus der Distanz versuchte, den Schüssen aber nicht den notwendigen Druck verleihen konnte. Anders Jimmy Roy, der den Puck mit voller Wucht durch die Schoner des Schweizer Nationaltorhüters geradewegs zum 4:0 drosch (34.) – sehr zur Freude des mitgereisten Iserlohner Anhangs, die die Führung lautstark feierten und sich unter den 10.523 Zuschauern deutlich bemerkbar machten. Dass die Roosters nach zwei Dritteln mit 4:0 führen würden, hätte im Vorfeld des 13. Spieltags wohl kaum einer vermutet. Außer einem Schuss an das Außennetz war von den Haien in Drittel zwei wenig zu sehen.
Für das Schlussdrittel wechselten die Haie ihren Schlussmann, Stefan Vajs rückte für Lars Weibel zwischen die Pfosten. Dass die Kölner das Spiel noch nicht abgehakt haben, zeigte sich schnell. Doch trotz guter Torchance kamen die Gastgeber an aus den Birken nicht vorbei (41.). Bei den Roosters ließ verständlicherweise die Kraft allmählich nach, doch selbst eine vier Minuten andauernde 5:4-Überzahlsituation konnten die Haie nicht nutzen. Selbst im Powerplay kurz vor Spielschluss blieb den Haien der Ehrentreffer verwehrt. Die Roosters haben eine rundum beeindruckende Leistung gezeigt und das Eis hochverdient als Sieger verlassen. Während Haie-Trainer Pavlov nach dem Spiel von einer „herben Niederlage“ sprach, hatte Uli Liebsch ein Kompliment für seine Mannschaft parat: „Man gewinnt nicht alle Tage in Köln. Aber jetzt müssen wir uns auf morgen konzentrieren.“ Denn dann wartet schon die nächste Aufgabe auf die Iserlohn Roosters. Um 18.30 Uhr sind die Hamburg Freezers zu Gast in der Eissporthalle am Seilersee. Nach dem Kraftakt heute, sind die Roosters morgen besonders auf die Unterstützung von den Rängen angewiesen. Eine volle und lautstarke Iserlohner Eissporthalle wäre der verdiente Lohn für die starke Leistung heute in Köln.
Kölner Haie – Iserlohn Roosters 0:4 (0:2;0:2;0:0)
Kölner Haie: Weibel (bis 40:00), Vajs (ab 40:00) – Julien, Steinhauer; Sturm, Müller; Ankert, Blankart – Ciernik, Müller, Rudslätt; Jaspers Hecquefeuille, Adams; Bartek, Fauser, Frosch; Hauner, Brandl, Flaake.
Iserlohn Roosters: Aus den Birken – Ardelan, Wilford; Insana, Danielsmeier; Schneider, Landwieder – Wolf, Hock, Hancock; Ready, Swanson, Roy; Sparre, Christensen, Sparre; Rupprich, Jones, Hommel; Taube.
Tore: 0:1 (7:57) Brian Swanson (Ryan Ready/Marty Wilford – 4:5); 0:2 (12:03) Daniel Sparre (Andy Schneider/Ryan Ready); 0:3 (29:44) Quinn Hancock; 0:4 (33:56) Jimmy Roy (Jon Insana/Quinn Hancock-5:3).
Strafzeiten: Köln 8 – Iserlohn 16 + 10 (K. Sparre)
Zuschauer: 10.523










