Roosters kassieren zweite Heimniederlage

Iserlohn Roosters – Grizzly Adams Wolfsburg 1:4 (0:2/0:1/1:1)

Iserlohn – Weil sie die Anfangsminuten verschliefen und einen unnötigen Unterzahlkonter im zweiten Drittel zuließen, mussten die Iserlohn Roosters am 15. Spieltag der Deutschen Eishockey Liga (DEL) die zweite Heimniederlage der Saison hinnehmen. Gegen die laufstarken und spielerisch überzeugenden Grizzly Adams aus Wolfsburg, die an diesem Abend im Gegensatz zu den Roosters auch das nötige Glück hatten, konnten die Sauerländer, trotz einer guten Leistung, einmal mehr ihre Chancen nicht nutzen.

Schnell, schneller, Wolfsburg. Die Roosters, sonst gern daheim und auswärts zu Beginn einer Eishockeypartie mächtig fix auf den Beinen, mussten staunen. Die Gäste aus Niedersachsen hatten im Auftaktdrittel den Turbo eingeschaltet und wurden so schnell in den Anfangsminuten die bessere Mannschaft. Weil auch im Zweikampf die Grizzly Adams die härter arbeitende Einheit waren, man außerdem den Sauerländern durch aggressives Forechecking überhaupt keine Möglichkeit ließ, zur Entfaltung zu kommen, ging Treffer Nummer 1 von Andreas Morczinietz vollkommen in Ordnung (4.). Höhenleitner und Green kombinierten prachtvoll mit und brachten Wolfsburg mit 1:0 in Führung. Minute um Minute aber wurden die Gastgeber stärker, hatten im weiteren Verlauf nicht nur zwei Überzahlgelegenheiten, sondern vor allem auch zahlreiche Torchancen, nutzten aber selbst die Besten nicht. Weder Insana (Pfostenschuss) noch Wolf, der völlig frei vor Wolfsburgs Keeper Reimer stand, trafen. Es war deutlich zu spüren, nur ein rascher Treffer zu Beginn des Mitteldrittels würde die Sauerländer erstarkt in die Partie zurückbringen.

Das aber gelang den Blau-Weißen nicht. Zwar entwickelte sich im Mitteldrittel eines der intensivsten und laufstärksten Spiele mit Iserlohner Beteiligung in dieser Saison, das Tor aber blieb den Sauerländern versagt. Fast ohne Unterbrechung verliefen die zweiten 20 Minuten und scheinbar unzähligen guter Aktionen beider Torhüter. Die beste Aktion aber vereitelte ein Verteidiger namens Collin Danielsmeier. Der sah die Scheibe nach einem Wolfsburger Angriffszug durch die Schoner Aus den Birkens auf die Torlinie zusteuern und stoppte sie in der letzten Sekunde (35.). Dass die Roosters trotzdem noch das 0:3 hinnehmen mussten, lag 44 Sekunden vor Ende des Schlussdrittels vor allem an zu viel Risiko. Die Sauerländer in Überzahl auf dem Eis, erlaubten den Gästen einen 2:1-Konter, den Ulmer nach einem schnellen Pass von Sarno unhaltbar im Tor der Roosters versenkte. War das schon die Vorentscheidung?

Hoffnung brachte Stefan Langwieders Schuss von der blauen Linie in der 43. Spielminute. Der schlug, angefälscht von Daniel Sparre, im Tor hinter Grizzly-Goalie Reimer ein. Es war endlich der Moment, dem sich die Iserlohner entgegen gesehnt hatten. Zwei Unterzahlspiele überstanden die Roosters dann schadlos, hatten selbst die Gelegenheit in Überzahl zum direkten Anschlusstreffer, mussten dann aber durch einen weiteren Konter das 1:4 und damit den Entscheidungstreffer hinnehmen. Die Roosters mühten sich, hatten aber einfach nicht das Glück, das man braucht, um eine solche Partie noch zu drehen. Letztlich war es so ein verdienter Erfolg der Gäste am Seilersee.

Die Statistik:

Roosters:  Aus den Birken – Ardelan, Wilford; Danielsmeier, Insana; Schneider, Langwieder – Hock, Wolf, Hancock; Swanson, Ready, Roy; Christensen, D. Sparre, K.Sparre; Rupprich, Hommel.

Grizzly Adams: Reimer – Alavaara, Fischer; Martinovic, Traynor; Rekis, Sloan; Wurm, Krestan – Ulmer, Furchner, Laliberte; Green, Höhenleitner, Morczinietz; Sarno, Magowen, Milley; Hospelt, Sulkovsky, Heider.

Tore: 0:1 (03:57) Morczinietz (Höhenleitner, Green), 0:2 (16:30) Morcinietz (Sarno, Martinovic), 0:3 (39:16) Ulmer (Sarno/4:5), 1:3 (42:39) D.Sparre (Hancock, Langwieder), 1:4 (56:42) Ulmer (Laliberte, Furchner).

Schiedsrichter: Daniel Piechaczek (Ottobrunn)

Strafen: Roosters: 10; Grizzly Adams: 10.

Zuschauer: 3201.