Panther schlagen zahme Roosters
Ingolstadt – Schlechte Roosters und ein schwacher Schiedsrichter besiegelten in Ingolstadt am Abend Niederlage Nummer drei der Sauerländer in Serie. Nach den Reihenumstellungen wirkte die Mannschaft spielerisch begrenzt in ihren Möglichkeiten und zweikampfschwach. Durchschnittlichen Panthern genügte eine mäßige Leistung zum Erfolg.
Dass die Sauerländer schon nach Drittel 1 mit 0:2 zurücklagen, resultierte einerseits aus dem schlechten eigenen Spiel der Iserlohner, andererseits aus mindestens einem gravierenden Roostersfehler, der niemals passieren darf: Blau-Weiß war in Überzahl und das mit gleich zwei Akteuren mehr, als Roy bei einem Querpassversuch die Scheibe verlor, Bouck allein auf Stefaniszin zulief und per Shorthander durch die Schoner zum 1:0 für die Gastgeber traf. 64 Sekunden später, die Panther waren wieder komplett, die Roosters dafür in Unterzahl erhöhte Clymer per Schlagschuss in die linke obere Ecke, unhaltbar für Stefaniszin, auf 2:0. Aus Sicht der Roosters hatte Schiedsrichter Oswald vorher ein Hacken an Danielsmeier übersehen, das diese Schussgelegenheit erst möglich machte. Aus Sicht von Co-Trainer Haake nicht die einzige Fehlentscheidung oder nicht ausgesprochene Strafe des Unparteiischen. Immer wieder seien Wolf und Hock angegangen worden, ohne, dass die Panther dafür bestraft wurden. Doch es lag nicht nur daran: Zu viele Fehlpässe, zu wenig aggressives Zweikampfverhalten der Gäste, zu wenig Schüsse und Gelegenheiten auf das Panther-Tor – Ingolstadt war im ersten Abschnitt einfach besser und deshalb verdient in Führung.
Ingolstadt blieb auch im Mitteldrittel tonangebend und die Roosters blass. In den Zweikämpfen waren sie die schwächere Mannschaft. Weil sie zu kompliziert spielten und manchmal auch Pech hatten, lief am Ende aber auch gar nichts so, wie sich das die Iserlohner so vorgestellt hatten. Dank einer recht soliden Defensivarbeit blieb es zumindest bis zur 37. Minute beim 0:2-Rückstand, dann hämmerte Greilinger den Puck auf der Torlinie liegend in die Maschen des Iserlohner Gehäuses (3:0). Ingolstadts viertem Treffer ging dann erneut ein Ingolstädter Foul im Panther-Drittel voraus. Daraus entwickelte sich eine 2:1-Konterchance der Gastgeber und Treffer Nummer 2 durch Greilinger in nur 126 Sekunden. Zwar erzielten die Roosters anschließemd durch Insana den Anschlusstreffer, nach Ansicht des Videobeweises aber verwehrte Schiedsrichter Oswald dem Tor die Anerkennung. Eine klare Fehlentscheidung, wie der Blick der Roosters aufs Video zeigte: Keiner der Iserlohner stand ohne Einwirkung des Gegners im Ingolstädter Torraum. Da die Blau-Weißen dennoch spielerisch über weite Strecken keine Antworten fanden, würde im Schlussabschnitt nur ein kleines Wunder noch die klare Niederlage verhindern…
Weil das Ausblieb, die Roosters sich ein Stück weit in ihr Schicksal ergaben, kassierten die Sauerländer drei weitere Treffer. Zwar konnte Swanson zwischenzeitlich auf 1:4 verkürzen (45.), nur 58 Sekunden später aber stellten die Panther den alten Abstand wieder her. Unschöner Höhepunkt: Nach Wrens 7:1 ließ Stefaniszin seinem Frust freien Lauf, „bestrafte“ seinen ehemaligen Mannschaftskollegen mit Faustschlägen und kassierte dafür eine Matchstrafe. „Scheiße“ sei das Spiel gewesen, sagte Collin Danielsmeier. Nach gutem ersten Drittel habe man sich zum Schluss auseinandernehmen lassen.
Jeff Giuliano machte ein solides erstes Spiel. Er bekam Eiszeit in Unterzahl und mit der vierten Reihe.
Die Statistik:
ERC: Pätzold – Clymer, Ryan; Hambly, Daschner; Bakos, St Jacques; Ficenec – Kavanagh, Bouck, Motzko; Waginger, Bellissimo, Wren; Greilinger, Hussey, Girard; Goodall, Schenkel, Walsh.
Roosters: Stefaniszin (ab 51:29 Aus den Birken) – Schneider, Langwieder; Danielsmeier, Insana; Ardelan, Wilford; Jones – Swanson, Hancock, Hommel, Christensen, Roy, Ready; Hock, Wolf, D. Sparre; Rupprich, K.Sparre; Giuliano.
Tore: 1:0 (12:14) Bouck (3:5), 2:0 (13:18) Clymer (Wren, Greilinger/5:4), 3:0 (36:20) Greilinger (Girard, Wren), 4:0 (38:26) Greilinger (Clymer), 4:1 (44:02) Swanson (Hancock. Langwieder/5:4), 5:1 (45:00) Hussey (Waginger), 6:1 (51:02) Bouck (Kavanagh, Clymer/5:4), 7:1 (51:29) Wren (Greilinger, St Jaques).
Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörishofen)
Strafen: ERC: 24 + 10 (Girard); Roosters: 18 + 5 + 10 (Insana, Roy) + Matchstrafe (Stefaniszin).
Zuschauer: 3525.










