Roosters nach starkem Spiel geschlagen

Iserlohn Roosters – ERC Ingolstadt 3:4 n.P. (0:1/1:1/2:1)

Iserlohn – Die Iserlohn Roosters haben auch im letzten Heimspiel des Jahres eine Niederlage kassiert. Angstgegner ERC Ingolstadt mussten sich die Sauerländer nach Penaltyschießen mit 3:4 geschlagen geben. Einmal mehr machte sich das Team mit einer Führung im Rücken zu viele Gedanken, kassierte trotz einer 3:2-Führung im letzten Abschnitt noch den Ausgleich und musste sich am Ende geschlagen geben.

Überlegen, wie so oft in diesem Monat, starteten gut vorbereitete Iserlohn Roosters vor ausverkauftem Haus ins erste Drittel. Ohne Jimmy Roy, der aufgrund seiner Hüftprobleme ein weiteres Spiel pausieren musste, waren die Sauerländer die bessere und auf dem Eis dominantere Mannschaft, allein das Toreschießen machte einmal mehr Probleme. Aber auch defensiv jagten die ersten 20 Minuten den Roostersfans diverse Schrecken ein, insbesondere bei Scheibenbesitz der Ingolstädter hinter dem Iserlohner Tor, musste man sich immer wieder Sorgen machen. Ingolstadts Führung in der 16. Spielminute resultierte allerdings nicht aus einer solchen Situation, sondern aus einem Konter nach einem schnellen Angriff der Sauerländer. Ex-Rooster Kavanagh schnappte sich im eigenen Drittel die Scheibe, stürmte über halblinks ins Roostersdrittel und ließ Danny aus den Birken mit einem Schuss ins lange Eck keine Chance. Zwar hatten auch Wolf, Christensen und Hommel beste Chancen, die Roosters aber mussten auf ihren Ausgleich im zweiten Drittel hoffen.

Der aber blieb aus. Grund war die Ingolstädter Taktik. Cheftrainer Manno hatte die letzten Spiele der Roosters im Detail studiert und seiner Mannschaft aufgetragen, auf die Fehler der Blau-Weißen zu warten und dann die sich bietenden Konterchancen eiskalt auszunutzen. Das gelang nicht nur Kavanagh in Abschnitt eins, sondern auch Clymer im Mitteldrittel. Der Ingolstädter Starverteidiger schnappte sich die Scheibe nach einem guten Angriff der Roosters, zog in die Zone der Gastgeber, schoss und legte den Puck durch die Schoner von Danny aus den Birken. Der hatte seine Schoner eigentlich geschlossen, dennoch fand die Scheibe einen Weg ins Tor.  Dafür, dass das Drittel dennoch Unentschieden endete und die Sauerländer in der Partie blieben, sorgte ein genialer Angriffszug von Michael Wolf. Der sah Robert Hock in seinem Laufweg, legte die Scheibe am Außenrand des rechten Bullykreises zurück, Hock schoss und traf zum 1:2 (39.). Damit war das Spiel zwar noch nicht wieder offen, aber die Sauerländer sollten zumindest wieder alle Chancen haben, das Match doch noch zu drehen.

Zunächst schien es zu gelingen, dank Mark Ardelan. Sein Traumpass aus dem eigenen Drittel geschlagen, erreichte kurz hinter der blauen Linie der Ingolstädter Michael Wolf. Der zog auf den Kasten von Pätzold zu und versenkte die Scheibe oben rechts im Eck (45.). Als die Sauerländer kurze Zeit später bei doppelter Überzahl auf dem Eis standen, hofften die Roostersfans auf die endgültige Wende. Die aber blieb in diesen 120 Sekunden aus, kam erst in der 50. Spielminute. Kris Sparre, zwischen den Bullykreisen stehend, brachte den Puck nach einem harten Handgelenkschuss erneut über die Linie. Er war für Hommel in die zweite Reihe beordert worden und machte eines seiner besten Spiele seit Wochen. Doch je länger die Partie dauerte, umso mehr schienen die Roosters darüber nachzudenken, ob und wie sie denn die Führung über die Zeit bringen konnten. Weil die Iserlohner kein Gegentor kassieren wollten, offensiv zurücksteckten, brachten sie die Panther ins Spiel, die durch Clymer zum erneuten Ausgleich kamen (56.). Die Roosters wirkten anschließend wie gelähmt, ließen die Gäste kombinieren und mussten so nach 60 Minuten, völlig unnötig, in die Verlängerung. Hier sollten die Sauerländer sogar eine Unterzahl nach einem Insana-Foul überstehen, schafften den Sprung ins Penaltyschießen. Dort trafen in Runde drei Hussey und Hock. Entschieden wurde die Partie in der siebten Runde. Hussey traf gegen aus den Birken, Robert Hock verschoss. So mussten sich die Roosters mit nur einem Punkt zufrieden geben.

Die Statistik:
 
Roosters: Aus den Birken – Schneider, Insana; Wilford, Ardelan; Danielsmeier, Langwieder – Hock, Wolf, Christensen; Swanson, Giuliano, D. Sparre; Hancock, Ready, Hommel; Rupprich, Jones, K.  Sparre.

ERC: Pätzold – St Jaques, Bakos; Ryan, Daschner; Hambly, Clymer – Hussey, Girard, Walsh; Wren, Waginger, Greilinger; Kavanagh, Bouck, Motzko; Goodall, Martens, Hinterstocker, Bellissimo.

Tore: 0:1 (15:03) Kavanagh, 0:2 (34:48) Clymer, 1:2 (38:08) Hock (Wolf, Schneider), 2:2 (44:35) Wolf (Ardelan), 3:2 (49:05) Kris Sparre (Daniel Sparre, Giuliano), 3:3 (55:50) Clymer (Bouck, Hambly), PS Hussey.

PS: Motzko vorbei, Hancock an TW, Greilinger an TW, Christensen an TW, Hussey 1:0, Hock 1:1 – Hock vorbei, Motzko an TW, Swanson an TW, Greilinger an TW, Daniel Sparre 2:1, Hussey 2:2 – Hussey 3:2, Hock an TW.

Schiedsrichter: van Gameren (Berlin)

Strafen: Roosters: 4; ERC: 8.
 
Zuschauer: 4967 (ausverkauft).