In Ingolstadt fehlte nach hartem Kampf nur das Glück

ERC Ingolstadt - Iserlohn Roosters 4:2 (2:2/2:0/0:0)

Ingolstadt – Trotz eines guten ersten Drittels kassierten die Iserlohn Roosters bei Angstgegner Ingolstadt abends die fünfte Niederlage in Serie. Weil Krefeld und Augsburg gewannen, haben die Roosters nach diesem Wochenende drei Punkte Rückstand auf einen Play-Off-Rang.

Drittel 1 überraschte im Endergebnis. Die Roosters mit komplett umgestellten Formationen und nur drei Reihen hatten nur in den ersten fünf Minuten echte Probleme. Ingolstadt mit Druck schnürte die Sauerländer im eigenen Drittel ein, nicht ein einziger guter Entlastungsangriff wollte gelingen. Das änderte sich erst, als Hommel und Swanson die ersten Schusschancen kreierten und das Team so besser in die Partie kam. Eine Überzahl bescherte den Roosters sogar die 1:0-Führung. Wilford lockte Pätzold aus seinem Kasten, täuschte einen Schuss an, passte aber auf Swanson, der frei im Slot zum 1:0 einschoss (11.). Ein Fehler von Danny aus den Birken aber brachte die Panther zurück ins Spiel. Eigentlich hatte er die Scheibe nach einem Schuss von Hussey unter sich begraben, hätte nur auf die Knie gehen müssen, um das Spiel zu unterbrechen. Offenbar aber war sich der Rooster-Goalie dieser Situation nicht bewusst, spielte weiter bis Walsh die freie Scheibe ins Tor hämmerte. Dass 29 Sekunden später auch noch das 2:1 für die Panther fiel, war mehr als ärgerlich. Ein Defensivfehler der Roosters an der blauen Linie eröffnete Bouck einen 1:0-Konter, der im Iserlohner Tor landete. Ausgerechnet in diesem Moment brach die Leistenverletzung auf, die sich aus den Birken schon am Freitag zugezogen hatte. Erst nach Ende des Drittels ließ er sich zur Sicherheit auswechseln, durfte so noch auf dem Eis den Iserlohner Ausgleich zum 2:2 bejubeln, als Hock vom Außenrand des rechten Bullykreises erneut in Überzahl traf (17.).

Die Geschichte des zweiten Abschnitts ist deutlich schneller erzählt. Iserlohn machte zwei Fehler, Ingolstadt zwei Tore, nach individuellen Fehlern der Sauerländer. Fehler 1: Greilinger überlief Schneider - Wolf gab zwar den Verteidiger – doch die Scheibe schlug über den Kopf von Stefaniszin im Roosterskasten ein (27.), der für den angeschlagenen aus den Birken zwischen die Pfosten gegangen war. Fehler 2: Bei Girards 4:2 schlief die gesamte Iserlohner Defensive. Wie ein heißes Messer durch die Butter wanderte der Ingolstädter ohne angegriffen zu werden durch die Iserlohner Defensivformation, schoss und traf. Stefaniszin sah bei diesem Gegentreffer, der auf der Stockhandseite einschlug, alles andere als gut aus. Zwar hatten auch die Roosters beste Gelegenheiten, das Glück jedoch ließ die Blau-Weißen weiterhin im Stich. Ohne Glück aber geht es bei einem Topteam der Liga nun mal nicht.

Das stellte sich leider auch im Schlussabschnitt nicht ein. Die Sauerländer mühten sich, rackerten weiter mit drei Reihen, erarbeiteten sich Chancen und auch ein weiteres Überzahlspiel. Das aber konnten sie erst nicht nutzen und mussten dann auch noch zuschauen, wie sie vom Schiedsrichterduo Aumüller/Schimm verschaukelt wurden. Ready, vor dem Tor stehend von hinten attackiert, kassierte 6 (!) Strafminuten, Daschner, der Verursacher nur vier. Unverständlich. Weil die Unparteiischen später zu Recht auf Strafe gegen Hommel entschieden, blieben drei Minuten übrig aus einem 2:4 ein 4:4 zu machen. Es sollte mal wieder nicht gelingen. So kassierten die Roosters Niederlage Nummer fünf in Serie und konnten sich in den Schlussminuten bei Sebastian Stefaniszin bedanken, dass die ganze Sache nicht noch höher ausfiel.



Die Statistik:

Roosters: Aus den Birken (ab 20:01) Stefaniszin – Wilford, Ardelan; Danielsmeier, Langwieder ; Schneider, Viedeman; – Swanson, Giuliano, Kris Sparre; Hock, Wolf, Roy; Hancock, Ready, Hommel; Rupprich, Jones.

ERC: Pätzold – Hambly, Ficenec; St Jaques, Daschner; Ryan, Nikolov – Wren, Girard, Greilinger; Hussey, Waginger, Walsh; Kavanagh, Bouck, Motzko; Goodall, Bellissimo, Hinterstocker.

Tore: 0:1 (10:20) Swanson (Wilford, Hancock/5:4), 1:1 (14:52) Walsh (Hussey, Daschner), 2:1 (15:21) Bouck (Kavanagh), 2:2 (16:48) Hock (Wolf, Roy/5:4), 3:2 (26:28) Greilinger (Wren, St Jaques), 4:2 (29:41) Girard (St Jaques).

Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg), Aumüller (Planegg).
Strafen: ERC: 16; Roosters: 14.

Zuschauer: 3336.