Hancock erlöst Roosters
Iserlohn Roosters – Frankfurt Lions 1:0 (0:0, 0:0, 1:0)
Drittel eins begannen die Sauerländer mit neuen Reihenkombinationen. Liebsch musste etwas tun. Etwas ändern wollten auch die Spieler, die von der ersten Sekunde versuchten, Akzente zu setzen, ihre Nervosität aber doch nicht ablegen konnten. Offensive Akzente blieben deshalb Mangelware, defensiv stand Danny aus den Birken gut, die Verteidigung blieb jedoch weiterhin anfällig. Wenig ertragreich verliefen die beiden Überzahlgelegenheiten: Mehr als ein Schuss von Marty Wilford sprang nicht heraus.
Positiv war das Unterzahlspiel, in dem die Iserlohner ihrem ersatzgeschwächten Gegner aus Hessen wenig Raum ließen. Frankfurt, ebenfalls mit wenig „Highlights“ in der Partie, schien der rechte Gegner zur rechten Zeit zu sein. Das 0:0 nach 20 Minuten war so ein erster guter Ansatz, aber lange nicht die Trendwende in der momentanen Schwächephase.
Das zeigte auch das Mitteldrittel. „Safety first“ – das blieb das Motto dieses DEL-Duells auf Augenhöhe. In Unterzahl brannte nichts an, in Überzahl gelang nicht viel. Wenn es vor Lions-Goalie Ian Gordon „heiß“ wurde, dann lag das vornehmlich an Einzelaktionen der Hausherren. Michael Wolf (an Gordon) und Brian Swanson (knapp neben den Kasten) hatten gute Möglichkeiten, bescherten aber weder ihrem Team noch den 3000 Fans Grund zum Jubeln.
Keine Hinausstellungen, aber weiterhin auch nichts Zählbares: Im Schlussdurchgang lebte das Match zunächst fast nur noch von der Spannung. Würden die Roosters endlich den ersten Schritt aus der sportlichen Krise machen oder aber würde der einstige Play-Off-Kontrahent der Truppe von Uli Liebsch und Bernd Haake den nächsten Nackenschlag versetzen?
Als die Gäste aus Hessen erst Simon Danner mit einer Spieldauer-„Diszi“ wegen hohen Stocks gegen Schneider verloren (13.) und 126 Sekunden später auch noch Daniel Kunce auf die Strafbank musste, klappte es endlich: Quinn Hancock erlöste die Blau-Weißen in doppelter Überzahl zum 1:0 (57.), ackerte die Scheibe hinter die Linie. Frankfurt nahm 54 Sekunden vor dem Ende Gordon vom Eis, der Zittersieg geriet aber nicht in Gefahr.
Roosters: Aus den Birken – Wilford, Ardelan; Schneider, Veideman; Danielsmeier, Langwieder – Hock, Wolf, Giuliano; Swanson, Ready, Hancock; Daniel Sparre, Roy, Kris Sparre; Rupprich, Hommel, Jones.
Lions: Gordon – Slaney, Kunce; Blanchard, Osterloh; Angell, Periard – Tenute, Wright, Young; Hahn, Ulmer, Schneider; Oppenheimer, Danner, Polaczek; Kopitz
Tor: 1:0 (56:15) Hancock (Roy, Hock/5:3).
Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Schütz (Moers);
Strafminuten: 8 – 10+5+Spieldauer-Disziplinarstrafe (Danner);
Zuschauer: 2886










