Das war zu wenig...

Krefeld Pinguine - Iserlohn Roosters 4:1 (2:1/1:0/1:0)
 
Krefeld – Trotz einer hervorragenden Leistung von Danny aus den Birken reichte es am Niederrhein nicht für den erhofften Punktgewinn in einem Match gegen einen direkten Play-Off-Konkurrenten. Erst im letzten Drittel fanden die Roosters in ein Spiel, das Krefeld bis dahin körperlich und kämpferisch dominierte. Trotz der Steigerung reichte es nicht für weitere Punkte im Kampf um Platz 10.
 
Ready, ein unnötiges Foul und ein Krefelder Treffer brachten die Roosters früh in Drittel 1 ins Hintertreffen. Begünstigt von mäßigem Bewegungswillen der Blau-Weißen hatte Lettlands Olympionike Herberts Vasiljevs viel zu viel Platz und ließ Danny aus den Birken freistehend am linken Pfosten keine Chance (2.). Ein übler Auftakt, den sich die Roosters anders gewünscht hätten. Glücklicherweise zeigte Rückkehrer Christensen schon vier Minuten später, wie wichtig er für das Roostersspiel ist. Sein Pass vor das Krefelder Tor ging bewusst an den Schoner Langkows. Der konnte die Scheibe nicht festhalten, weil sich aber Daniel Sparre genau vor den Kasten gearbeitet hatte, die Scheibe um den Kanadier herumlenkte und zum 1:1 traf, war früh im Spiel wieder alles gut (7.). Die Pinguine aber blieben die tonangebende Mannschaft. Früh störend, mehr Zweikämpfe gewinnend und deutlich lauffreudiger hatten die Roosters wenige Chancen um ihrerseits Akzente zu setzen. Ein weiterer Defensivfehler der Sauerländer öffnete aber Krefeld die Tür zum 2:1 (14.). Stephens wirbelte im Roostersdrittel, sah Endraß, schmählich von der Roostersdefensive im Stich gelassen, spielte ihm den Puck am linken Pfosten zu. Da war erneut für aus den Birken nichts zu machen. Eine deutliche Steigerung würde dringend nötig sein.
 
Läuferisch war die ohne Zweifel zu erkennen. Die Iserlohner hatten das eigene Spiel deutlich sichtbar getuned, waren auf dem Eis präsenter. Ein frühes 3:1 der Pinguine konnte aber auch diese Tatsache nicht verhindern (26.). Christensens Fehlpass im eigenen Drittel zentral an die eigene blaue Linie war sichere Beute von Pietta, der völlig frei und ohne Gegenwehr dem überraschten aus den Birken keine Chance ließ. Krefeld war auch im Mittelabschnitt die tonangebende Mannschaft. Körperlich kaufte das Team vom Niederrhein den Sauerländern den Schneid ab und die wehrten sich nicht mal. Erst als Swanson gefährlich und nicht mal gesühnt von Schiedsrichter Pichaczeck gefoult wurde, hatte Mannschaftskapitän Robert Hock die Nase voll. Sein Open-Ice-Hit war für seine Teamkollegen offenbar der Weckruf, so dass man den Pinguinen zumindest die körperliche Härte im Match zurückzahlte. Spielerisch blieben die Blau-Weißen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Hock und Wolf waren, in Manndeckung genommen, aus dem Spiel, die anderen spielten Eishockey auf schnell durchschaubarer Ebene. Nur zwei Torchancen konnten die Sauerländer im gesamten zweiten Drittel kreieren – viel zu wenig.
 
Auch deshalb stellte Cheftrainer Liebsch zum Schlussdrittel erneut die Reihen um, fand zur ursprünglichen Aufstellung mit Hock/Wolf/Christensen, Hancock/Ready/Roy und Swanson/Giuliano/D. Sparre zurück. Die vierte Reihe war ohnehin seit Drittel 2 aus dem Geschäft, nur Hommel bekam in Unterzahl Eiszeit. So wurde das Roostersspiel besser, mehr als ein Pfostenschuss von Roy in der 49. Spielminute aber sollte nicht herausspringen. Die Iserlohner waren gleichwertig, Krefeld aber in der Defensive zu stark. Sie erlaubten sich keine Patzer die Roosters schon. Nach einem Scheibenverlust im eigenen Drittel bekam Pietta die Gelegenheit zum Rückhandschuss und ließ aus der Drehung dem guten aus den Birken keine Chance. Ein tolles Tor, das die Niederlage der Iserlohner endgültig besiegelte.
 
Die Statistik:
 
Pinguine: Langkow – Rourke, Schopper; Grönvall, Akdag; Kozehevnikov, Cespiva; Pietsch – Stephens, Verwey, Endraß; Pietta, Vasiljevs, Blank; Payer, Driendl, Globke; Noebels, Huebscher, Riefers.
 
Roosters: Aus den Birken – Wilford, Ardelan; Schneider, Veideman; Danielsmeier, Langwieder; Jones – Swanson, Ready, Hancock; Hock, Wolf, Giuliano; Christensen, Daniel Sparre, Roy; Kris Sparre, Rupprich, Hommel.
 
 
Tore: 1:0 (01:58) Vasiljevs (Rourke, Schopper/5:4), 1:1 (06:41) Daniel Sparre (Christensen, Schneider), 2:1 (13:50) Endraß (Stephens, Verwey), 3:1 (25:13) Pietta, 4:1 (53:07) Pietta (Vasiljevs).
 
Schiedsrichter: Piechaczek (Finning).
 
Strafen: Pinguine:8; Roosters: 10.
 
Zuschauer: 3608.