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Zehn Punkte aus vier Spielen

7. Februar 2010 - 22:08
Frankfurt Lions - Iserlohn Roosters 1:3 (0:1/1:2/0:0)

Frankfurt – 10 Punkte aus vier Spielen. Die Iserlohn Roosters gewinnen am Sonntagabend ihr Auswärtsspiel bei den Frankfurt Lions verdient mit 3:1 und überzeugen mit einem hervorragenden Defensivmatch. Die Tore toll, der Erfolg umso schöner – die Roosters sind wieder auf dem richtigen Weg.

Auftaktdrittel-Note: 1! Die Iserlohn Roosters  präsentierten sich in den ersten zwanzig Minuten als die klar bessere und klüger agierende Mannschaft. Vielleicht konnte man dem Match bei den Lions nicht das Attribut eines Spitzenspiels verpassen, dennoch hielten sich die Gäste treu ans Konzept, standen sicher in der Defensive und nutzten den einen gravierenden Frankfurter Fehler zum frühen 1:0 (6.). Wolf passte die Scheibe von der linken Bandenseite genau vor das Lions-Tor, wo Hock nur noch Gordon vor sich, aber keinen Gegenspieler bei sich hatte. So konnte sich der Teamkapitän die Ecke aussuchen, entschied sich für die Stockhandseite und traf zur Führung. Im weiteren Verlauf blieb Frankfurt per Schlagschuss gefährlich, die besseren Chancen nach guten Kombinationen hatten allerdings die Sauerländer. Hock, Hancock oder Ardelan testeten Gordon, der keinen weiteren Gegentreffer zuließ. So blieb es trotz zweier Unterzahlspiele der Blau-Weißen bei der verdienten 1:0 Führung.

Die bessere Mannschaft blieben die Roosters auch über weite Strecken des Mittelabschnitts. Ruhig und abgeklärt war die Defensive wichtigstes Stilelement des Roostersspiels. Da wo sie konnten, nutzten sie aber auch Freiräume, die die Frankfurter ihnen ließen. So wie in der 26. Spielminute als Christensen die Scheibe hinter dem Tor von Gordon in den Lauf von Wolf brachte, der direkt abzog und dem Goalie der Löwen keine Chance ließ. Auch Giulianos Unterzahl-Konter (Hock saß auf der Strafbank) eine Augenweide, toll gespielt und noch herrlicher zum 3:0 abgeschlossen (30.). Erst ein Wechsel der vierten Roostersformation brachte die Gastgeber mit dem Anschlusstreffer rein ins Spiel. Oppenheimer schoss, Schneider fälschte diesen Schuss unhaltbar für aus den Birken ab (33.). Kris Sparre hatte seine Defensivarbeit vernachlässigt. Der Rest des zweiten Drittels war dann wieder ohne Fehl und Tadel von den Roosters geführt. Man brachte den Vorsprung über die Zeit und hatte außerdem noch einige wirklich gute Chancen. Entschieden war die immer schneller werdende Partie allerdings noch nicht.

Frankfurt war im Schlussdrittel das bessere Team, auch deshalb weil die Roosters auf Anweisung von Cheftrainer Liebsch natürlich in erster Linie auf Defensive setzten und die Vorstöße ins gegnerische Drittel auf ein Minimum reduzierten. Die Blau-Weißen konzentrierten sich in erster Linie aufs zerstören, stahlen den Lions immer wieder die Scheiben vom Schläger und brachten die Führung über die Zeit. Frankfurt nahm in den Schlussminuten erst den Torhüter vom Eis, hatte dann doppelte Überzahl, da Roy und Wilford auf die Strafbank mussten. Trotzdem gelang den Gastgebern nicht mal der Anschlusstreffer. Die Roosters gewannen verdient ihr Auswärtsspiel und machten sich zum Ende einer harten Woche selbst das schönste Geschenk.

Die Statistik:

Roosters: Aus den Birken – Wilford, Ardelan; Schneider, Viedeman; Danielsmeier, Langwieder – Hancock, Ready, Roy; Hock, Wolf, Christensen; Swanson, Giuliano, Daniel Sparre; Rupprich, Hommel, Sparre.

Lions: Gordon – Blanchard, Osterloh; Periard, Kunce; Angell, Kopitz – Hahn, Langfeld, Polaczek; Gawlik, Oppenheimer, Wright, Foster, Ulmer, Schneider; Tenute, Danner.

Tore: 0:1 (05:33) Hock (Wolf), 0:2 (25:03) Wolf (Hock, Christensen), 0:3 (29:10) Giuliano (Veideman/4:5), 1:3 (32:56) Oppenheimer (Tenute, Kopitz),

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg).

Strafen: Lions: 6; Roosters: 10.

Zuschauer: 5400.