Roosters kämfpten sich im Schlussdrittel zurück ins Spiel

Iserlohn. – Erst im Schlussdrittel verlief der Eishockeyabend ganz im Sinne der Iserlohn Roosters, bis dahin boten beide Teams eine schwache und mit Fehlern gespickte Partie, die nach den ersten zwei Drittel aus Sicht der Gastgeber schon fast verloren schien. Krefeld schien das Glück gepachtet zu haben, doch die Roosters meldeten sich noch einmal zurück und verließen das Eis als Sieger!

„Safety first“ lautete die Devise der Roosters in der Anfangsphase der Partie. So ließen die Sauerländer zunächst in der eigenen Defensive nichts anbrennen und hatten deutlich mehr vom Spiel. In der Offensive fehlte allerdings die Durchschlagskraft. Einzig Marty Wilford (3.) – von der blauen Linie in Überzahl – und wenig später Brian Swanson (5.) prüften Krefelds Goalie Scott Langkow. Die Pinguine strahlten erstmals zu Beginn der zweiten Hälfte des ersten Spielabschnitts den Hauch von Torgefahr aus. Dass die Gäste aber dennoch in der Offensive Erfolg vermelden konnten lag daran, dass die Roosters Roland Verwey von der blauen Linie aus unbedrängt vor das eigene Tor ziehen ließen. Die Pinguine sorgten damit mit ihrem ersten Torschuss und in Unterzahl für die Gäste-Führung.

Im Mitteldrittel bedurfte es elf Spielminuten, bis die Roosters in der Vorwärtsbewegung Druck aufbauen konnten. Bis dato blieben beide Teams blass und schafften es nicht Torchancen zu kreieren.

Ryan Ready und zwei Mal Jimmy Roy scheiterten dann aber mit ihren Schüssen an Keeper Langkow (31.). Als Benedikt Schopper kurz darauf einen Pass durch die Mitte auf Daniel Pietta spielte, der kurz vor der blauen Linie den Puck annahm, mussten die Roosters mit ansehen wie die Pinguine ihre Führung ausbauen konnten. Pietta erzielte ohne Bedrängnis das 0:2 aus IEC-Sicht (32.). Die Roosters steckten aber nicht auf, Mads Christensen schoss nach guter Einzelleistung knapp vorbei. Aber auch Robert Hocks strammer Schuss fand Sekunden später nicht den Weg ins Tor (33.). Deutlich mehr Glück hatten dagegen die Krefelder. Pietta spielte den Puck von der Höhe der Torlinie auf Boris Blank, der daraufhin aus kurzer Distanz das dritte KEV-Tor markierte (34.). Roosters Headcoach Uli Liebsch reagierte und nahm eine Auszeit. Ein Tor wollte seiner Mannschaft in diesem Drittel aber nicht mehr gelingen.

Eine Aufholjagd musste jetzt im Schlussdrittel her! Den Grundstein dafür legte Kris Sparre, der nach einem starken Solo und einem zielsicheren Schuss die Roosters erstmals Jubeln ließ. Der Anfang war gemacht (45.). Und nur wenig später hätte Roy sogar den Anschlusstreffer markieren können (46.). Doch auch dieser sollte noch fallen, die Roosters zeigten jetzt endlich den Biss, den sie zuvor noch vermissen ließen. Mit einem satten Schuss von der blauen Linie erzielte Jon Insana in Überzahl das 2:3 (52.).

„Kämpfen Iserlohn“ schallte es jetzt von der Tribüne. Die Roosters waren zurück im Spiel und hatten die Krefelder auch in Unterzahl im Griff. Der Ausgleich lag nun in der Luft, Roy scheiterte knapp (56.). 40 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit nahm Liebsch Goalie Danny aus den Birken vom Eis - die richtige Entscheidung. Denn die Roosters erzielten tatsächlich noch das 3:3, Daniel Sparre ließ die Iserlohner jubeln (60.). Die Overtime blieb torlos, den entscheidenden Penalty verwandelte Jeff Guiliano. Wer hätte das nach den ersten beiden Dritteln noch für möglich gehalten, der Roosters-Sieg war jetzt perfekt!

Iserlohn Roosters  vs. Krefeld Pinguine 4:3 n. P. (0:1;0:2;3:0;0:0;1:0)

Iserlohn Roosters: Aus den Birken – Ardelan, Wilford; Insana, Danielsmeier; Langwieder, Veidemann – Hancock, Roy, Ready; Hock, Christensen, Hommel; Swanson, Giuliano, D. Sparre; K. Sparre, Rupprich.

Tore: 0:1 (14:20) Roland Verwey (UZ); 0:1 (31:17) Daniel Pietta (Benedikt Schopper); 0:3 (33:44) Boris Blank (Daniel Pietta, Rob Globke); 1:3 (44:41) Kris Sparre; 2:3 (51:13) Jon Insana (Adrian Veidemann, Jeff Giuliano - PP); 3:3 (59:41) Daniel Sparre (Adrian Veidemann, Marty Wilford – 6:5);

Schiedsrichter: Marcus Brill/ Georg Jablukov

Strafzeiten: Iserlohn 8 + 10 (Hommel) – 10 Krefeld

Zuschauer: 4.060