Mitteldrittel brach Roosters das Genick
Dabei hätte das Spiel für die Roosters kaum besser beginnen können. Nach nur 50 Sekunden gingen sie in Führung. Danielsmeier sorgte für einen schnellen Spielaufbau, passte auf Swanson, der in das Panther-Drittel zog, dann Daniel Sparre auf der rechten Seite mustergültig bediente und somit den Führungstreffer ebnete. Sparre traf unhaltbar für Augsburgs Torhüter Conti oben rechts ins Panther-Tor (1.). Und es sollte noch besser kommen. Unmittelbar als sich das erste Überzahlspiel der Gastgeber dem Ende neigte, waren die Roosters zum zweiten Mal erfolgreich. Christensen spielte einen schnellen Pass auf Robert Hock, der kaltschnäuzig das 2:0 markierte (6.). Nur wenig später hätte Hancock sogar den dritten IEC-Treffer erzielen können, doch der Kanadier schoss über das leere Augsburger Tor (7.) und ließ damit eine Riesen-Chance verstreichen. Besser machten es dagegen die Panther. Aus den Birken fuhr hinter das eigene Tor, verlor dabei den Puck an Maurer, der spielte auf Beechey der es sich nicht nehmen ließ, aus kurzer Distanz ins leere Tor zu treffen – jetzt waren die Panther wieder zurück im Spiel (14.).
Die Roosters zeigten zwar eine mehr als solide Leistung, ließen aber mehrere hochkarätige Chancen verstreichen. So auch zu Beginn des Mitteldrittels. Hancock konnte aus einem Fehler von Conti kein Kapital schlagen (21.). Und wie so oft, sollte sich die fahrlässige Chancenverwertung rechnen. Die Panther machten die Räume vor dem Roosters-Tor eng und verdeckten aus den Birken die Sicht. Engelhardt behielt dabei die Übersicht und spielte den Puck halbhoch in die Maschen - der Ausgleich (23.). Jetzt hatten die Panther Blut geleckt und der gut aufspielende Engelhardt war wenig später zum zweiten Mal erfolgreich 25.). In Überzahl legten die Gastgeber sogar noch einen drauf. Als Ready auf der Strafbank saß, zog Augsburgs Gordon von der blauen Linie ab und Collins agierte erfolgreich als Abstauber (31.) Bei den Roosters lief es jetzt nicht mehr rund, die Souveränität und das schnelle Spiel der Iserlohner, das sie noch im ersten Drittel zeigten, war erst einmal dahin. Ganz anders bei den Panthern, die in Überzahl gleich zweimal erfolgreich waren. Zunächst erzielte Kemp das 5:2 aus Sicht des AEV (37.), und nur Sekunden später zog Engelhardt von der blauen Linie ab und traf zum dritten Mal am Abend (38.). Es sollte aber noch finsterer für die Roosters im Mitteldrittel werden. Nachdem Roy zunächst an Conti scheiterte (39.) war es erneut Engelhardt, der für Augsburg traf und den Schlusspunkt unter eines der schwächsten Drittel der Roosters setzte (40.). So schnell kann es im Eishockey gehen, die 200 mitgereisten Roosters-Fans sahen in den ersten beiden Dritteln zwei unterschiedliche Gesichter ihrer Mannschaft.
Auch wenn die Roosters im Schlussdrittel wieder deutlich besser zu Werke gingen: schnelle Torerfolge und damit die Chance, noch einmal zurück ins Spiel zu finden, blieben aus. In der 52. Spielminute traf Ready in Überzahl dann aber doch noch einmal ins Schwarze, doch Iserlohns dritter Treffer war zu diesem Zeitpunkt leider nur noch Ergebniskosmetik.
Augsburger Panther vs. Iserlohn Roosters 7:3 (1:2; 6:0;0:1)
Augsburger Panther: Conti – Heid, Chartier; Kemp, Likens; Kettemer, Kohl; Tölzer – James, Beechey, Collins; Murphy, Ryan, Engelhardt; Maurer, Olver, Gordon; Junker, Kreitl.
Iserlohn Roosters: Aus den Birken – Ardelan, Wilford; Insana, Danielsmeier; Langwieder, Veidemann – Ready, Hancock, Roy; Giuliano, Swanson, D. Sparre; Christensen, Hock, K. Sparre; Rupprich, Hommel.
Tore: 0:1 (0:50) D. Sparre (Danielsmeier, Swanson); 0:2 (5:24) Hock (Christensen, Ardelan); 1:2 (13:53) Beechey (Maurer); 2:2 (22:14) Engelhardt (Ryan); 3:2 (24:00) Engelhardt (Ryan, Murphy); 4:2 (30:22) Collins (Gordon, Chartier – PP); 5:2 (36:50) Kemp (Engelhadt, Olver – PP); 6:2 (37:23) Engelhardt (Kemp – PP); 7:2 (39:56) Engelhardt (Murphy, Chartier); 7:3 (51:41) Ready (Swanson, Veidemann – PP).
Schiedsrichter: Daniel Piechaczek (Geretsried)
Strafzeiten: Augsburg 18 + 10 (Olver) – Iserlohn 18 + 10 (Wilford)
Zuschauer: 3.192










