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Es wären Big-Points gewesen...

2. März 2010 - 23:32
Iserlohn Roosters – ERC Ingolstadt 3:4 (0:0/2:2/1:2)

Iserlohn – Eine deutliche Steigerung reichte den Iserlohn Roosters nicht, um im ersten Spiel nach der Olympiapause den erhofften Erfolg gegen den ERC Ingolstadt einzufahren. Trotz einer guten Leistung spielten die Sauerländer zu kompliziert, einmal mehr vergab man zu viele Chancen und ging deshalb ohne Punkte vom Eis.

Drittel1 beeindruckend: Nach den Verwöhnwochen „Olympia“ präsentierte auch die DEL am Seilersee spannungsvolles Powerhockey. Angst vor Rumpelei nach der Pause ersparten die Roosters und die Panther den knapp 2700 Zuschauern schon von der ersten Minute an. Den Ingolstädtern sah man deutlich die neuen Freiheiten von Trainer Greg Thomson an, der nach dem Rausschmiss von Bob Manno die Geschicke der Bayern lenkt. Bei den Roosters zeigten die neuen Reihenkombinationen, was intensives Training in spielfreien Tagen auch zum jetzigen Saisonzeitpunkt erreichen kann. Auch Tempo und Spielfreunde machte Spaß, beide Teams konnten die Akkus ordentlich aufladen. Dass die Sauerländer in den ersten 20 Minuten die bessere Mannschaft waren, zeigte sich insbesondere an der Chancenstatistik. Die fiel deutlich zugunsten der Gastgeber aus, die den Kasten vom deutschen Olympiagoalie Dimitrij Pätzold gehörig unter Druck setzten. Allerdings weder im Spiel „Fünf-gegen-Fünf“, noch in den beiden Überzahlgelegenheiten der Blau-Weißen konnten die Zuschauer jubeln. Selbst hervorragende Chancen von Daniel Sparre, Christensen und Hock machten die Gäste zunichte.

Am positiven Eindruck des Roostersspiels änderte sich auch im Mitteldrittel nichts – eigentlich. Doch gleich der erste gravierende Fehler der Sauerländer im Spiel ließ Motzko die Scheibe im eigenen Drittel stehlen und ihn in Richtung Danny aus den Birken davonziehen, der keine Chance hatte den gut platzierten Schuss zu stoppen (22.) So führten die Gäste nicht unbedingt verdient mit 1:0. Glücklicherweise aber ließ der Ausgleich der Sauerländer nicht lange auf sich warten. Im vierten Überzahlspiel des Abends traf Hancock, dank guter Vorarbeit von Ready, zum 1:1 (26.). Viele weitere Chancen folgten. Die sehenswerteste Gelegenheit des Abends vergab, nach tollem Kombinationsspiel, die Hancock-Reihe in der 31. Minute, im Gegenzug aber trafen die Panther durch Waginger mit einer ähnlichen Variante zur erneuten Führung. Dass die Sauerländer insbesondere am Überzahlspiel gearbeitet haben, bewies die 39. Minute. Roy versenkte einen für Pätzold unsichtbaren Schlagschuss zum Ausgleich – 2:2. Die Powerplayquote der Roosters, nach diesem Treffer bei über 33 Prozent, konnte sich sehen lassen – aufgrund des guten Spiels wäre eine Führung vollauf in Ordnung gegangen.

Auch im Schlussdrittel machten die Special-Teams den Unterschied im Spiel – leider nicht zu Gunsten der Roosters. Während das Iserlohner Penaltykilling eine frühe 3:5-Unterzahl noch unbeschadet überstehen konnte, trafen die Panther zwei Sekunden vor Ende der Strafe, als der vierte Rooster schon aufs Eis zurückgekehrt war, zur erneuten Führung. Corazzini hatte mehr Übersicht als Insana, der die Scheibe zwischen seinen Schlittschuhen liegen sah, die aber nicht schnell genug aus der Gefahrenzone herausbringen konnte. Greilingers Rebound-Tor besiegelte dann die Iserlohner Hoffnungen mit einem Sieg in die letzte Saisonphase zu starten. Zwar sorgte Christensen 151 Sekunden vor Ende noch für den 3:4-Anschlusstreffer, der Ausgleich aber wollte nicht mehr fallen.

Die Statistik:
 
Roosters: Aus den Birken – Insana, Danielsmeier; Wilford, Ardelan; Schneider, Langwieder – Wolf, Hock, Hancock; Swanson, Ready, Giuliano; Christensen, Daniel Sparre, Kris Sparre; Rupprich, Roy, Hommel.

ERC: Pätzold – St. Jacques, Daschner; Hambly, Clymer; Ryan, Ficenec; Kavanagh, Bouck, Corazzini; Wren, Motzko, Greilinger; Goodall, Waginger, Hussey; Hinterstocker, Martens, Walsh.

Tore: 0:1 (21:23) Motzko, 1:1 (25:44) Hancock (Ready, Wilford/5:4), 1:2 (31:05) Waginger (Corazzini, Goodall), 2:2 (38:43) Roy (Hancock, Wilford/5:4), 2:3 (47:36) Corazzini (Ficenec, Kavanagh/5:4), 2:4 (44:53) Greilinger (Hambly, Clymer), 3:4 (57:29) Christensen (Wilford, Roy).

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg).

Strafen: Roosters: 16; ERC: 20.
 
Zuschauer: 2672.