Roosters wieder auf Platz 10
Hamburg – Das sind Big Points für die Roosters. Obwohl das Team vom Seilersee drei Mal hinten lag, sicherten sich die Blau-Weißen in der Hansestadt drei ganz wichtige Punkte und Platz 10. Adrian Veideman, der den Vorzug vor Andy Schneider bekam, entschied die Partie mit seinem Game-Winning-Goal 4:07 Sekunden vor dem Ende.
Schon nach dem Auftaktdrittel war Uli Liebsch genervt. 1:2 lag seine Mannschaft zurück, weil sie zu wenig investierte, sich zu wenig bewegte und vor allem zu wenig Zweikämpfe gewann. Schon Gegentreffer 1 hätte nie fallen dürfen (7.). Die Roosters machten sich in Überzahl im Freezers-Drittel breit. Swanson sah Ready im Slot, spielte den Pass – ins Leere. Gerade in dem Moment als die Scheibe Swansons-Schläger verließ, veränderte Ready seine Position, Fortier sagte Danke und versenkte einen 1:0-Konter im Kasten der Roosters. Blau-Weiß war beeindruckt, brauchte bis zur 13. Minute und ein Überzahlspiel um auszugleichen. Wolfs Schuss nach einem hervorragenden Pass von Ardelan aber war ein echter Hingucker. Leider aber hatte das Ergebnis, das den Roosters sichtlich Auftrieb gab, nur ganze 100 Sekunden bestand. Bei angezeigter Strafe gegen die Sauerländer schoss Aab aufs Iserlohner Tor, aus den Birken erlaubte den Rebound – 2:1 für die Freezers. Das hatte sich der Cheftrainer anders vorgestellt.
Das Mitteldrittel. Die Roosters wollten dominanter sein, mehr auf den Kasten von Bobby Goepfert schießen und dem Goalie der Freezers die Sicht nehmen. Das sollte gelingen, zumindest beim Ausgleich. Überzahl Roosters, Ready vor Goepfert und das 2:2 (28.). Zwar war es nicht der erhoffte Schuss von der blauen Linie, der den Torhüter der Hanseaten in Bedrängnis brachte. Readys Aktion aber war mindestens genauso ansehnlich. Danach hatten die Gäste die Partie endlich im Griff. Körperlich und läuferisch besser, ließ man die Freezers kaum mehr ins eigene Drittel kommen. Zwar kreierte man selbst zu wenig Chancen, schien aber endlich den Weg zum Sieg gefunden zu haben. Das aber sollte sich noch einmal ändern. Statt selbst mit dem Führungstreffer die Partie vorzuentscheiden, kassierte man nach einem Schlenzer vor dem Tor per Abpraller das 2:3 und musste, 1:17 Minuten vor Ende des zweiten Abschnitts, wieder einem Rückstand hinterher laufen. Von Glück ist die Mannschaft der Sauerländer wirklich nicht verfolgt.
Das stellte auch Roys Pfostenschuss nach 2:23 Minuten im Schlussdrittel eindeutig unter Beweis. Cheftrainer Liebsch stellte um, brachte nur noch drei Reihen und fünf Verteidiger (Langwieder musste pausieren, um mehr Schüsse von der blauen Linie zu generieren) und hatte Erfolg. Veideman, für Schneider in den Kader berufen, brachte die Scheibe in der 45. Minute vor das Freezers-Tor, Hock nutzte den Rebound, schob den Puck zwischen Pfosten und Goepfert-Schoner zum erneuten Ausgleich in die Maschen. Jedem war bewusst, der nächste Treffer würde die Partie entscheiden. Veideman erzielte ihn für die Sauerländer und wurde damit im Schlussdrittel zum Spielentscheider und Matchwinner für die Roosters.
Die Statistik:
Freezers: Goepfert – Ratchuk, Biron; Dotzler, Karalahti; Retzer, Walter, Schön – Wilm, Fortier, Aab; Barta, King, Mueller; Loppi, Tripp, Pielmeier; Ostwald, Henrich, Brandl.
Roosters: Aus den Birken – Wilford, Ardelan; Insana, Danielsmeier; Veideman, Langwieder – Swanson, Ready, Giuliano; Wolf, Hock, Hancock; Christensen, Daniel Sparre, Roy; Rupprich, Kris Sparre, Hommel.
Tore: 1:0 (06:17) Fortier (Wilm/4:5), 1:1 (12:13) Wolf (Ardelan, Christensen/5:4), 2:1 (13:53) Aab (Wilm, Fortier/6:5), 2:2 (27:30) Ready (Swanson, Roy/5:4), 3:2 (38:34) Aab (Retzer, Walter), 3:3 (44:01) Hock (Veideman, Hancock), 3:4 (55:53) Veideman (Hancock, Wolf).
Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken).
Strafen: Freezers: 10; Roosters: 4.
Zuschauer: 6185.










