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Gutes Spiel gegen den Meister

9. März 2010 - 23:44
Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 1:2 n.V. (1:0/0:1/0:0)

Iserlohn – Da wäre mehr drin gewesen! Trotz einer sehr guten Partie gegen ersatzgeschwächte Eisbären mussten sich die Sauerländer am Seilersee geschlagen geben. Einmal mehr verpasste es das Team von Cheftrainer Uli Liebsch, die sich bietenden Chancen zu nutzen. Zumindest auf die Krefeld Pinguine, die in Frankfurt verloren, konnte das Team einen wertvollen Punkt aufholen.

Roosterführung nach Drittel 1 – gegen die Eisbären eine Seltenheit. Deshalb war die Freude über Daniel Sparres Handgelenkschuss unter die Latte, 27 Sekunden vor Ende des ersten Abschnitts, auf dem Eis und auf den Rängen riesengroß. Wolfs geniales Zuspiel auf den älteren der beiden Sparre Brüder (Kris fiel mit einer Schulterverletzung aus) war wunderschön anzuschauen und verschaffte den Roosters das, was sie durch ein taktisch gut geführtes erstes Drittel längst verdient hatten. Schaut man im Detail auf die Gelegenheiten der Blau-Weißen, es wäre sogar noch mehr drin gewesen. Schon bei Überzahl nach sechs Minuten hatte Wolf die Führung auf dem Schläger, in Minute 17 war die Scheibe hinter Zepp im Tor, Schiedsrichter Reichert aber hatte die Partie zu früh abgepfiffen, da der Puck doch wohl nicht so sicher unter dem Schoner Rob Zepps begraben war, wie von ihm vermutet. So hatten die Eisbären, die ohne ihre Topspieler Felski, Walker, Busch und Hördler angetreten waren, zumindest zu Beginn der Partie mächtig viel Glück, nicht höher hinten zu liegen!

Das änderte sich in Abschnitt 2. Die Gäste kamen im Spiel „Fünf-gegen-Fünf“ besser ins Spiel, die Roosters offenbarten Nervosität. Obwohl sie die Partie im Griff hatten, wollte die Scheibe einfach nicht zum zweiten Mal ins Eisbären-Tor gehen. Deshalb litten die Konzentration und das Selbstbewusstsein. Daniel Weiß´ Schlagschuss in der 31. Minute lenkte aus den Birken direkt von seinem Schoner auf den unbewachten Alexander Weiß, der dem Sauerländer Goalie keine Chance ließ – 1:1. Weil die  Roosters weitere Überzahlspiele, darunter eine 5:3-Gelegenheit trotz guter Gelegenheiten (Hancock hatte ein leeres Tor vor sich, konnte die Scheibe aber aus kürzester Distanz nicht ins Tor bringen) ungenutzt ließen, blieb es vor dem Schlussabschnitt beim Unentschieden. Es wäre mehr drin gewesen.

Hancock war es auch, der die beste Chance der Sauerländer im Schlussabschnitt nicht nutzen konnte. Frei am linken Berliner Pfosten stehend musste er den Puck nach einem genialen Querpass leider erst annehmen, bevor er ihn schießen konnte – Zepp war da und vereitelte eine Gelegenheit, die vorentscheidend hätte sein können. Glücklicherweise überstanden die Sauerländer zwei weitere Unterzahlspiele in der regulären Spielzeit, schafften damit den Sprung in die Verlängerung, die sie allerdings auch mit einem Spieler weniger beginnen mussten. Ein Schuss durch die Beine von aus den Birken beendete nach 66 Sekunden die Hoffnung auf den Zusatzpunkt.

Die Statistik:
 
Roosters: Aus den Birken – Wilford, Ardelan; Insana, Danielsmeier; Veideman, Langwieder – Christensen, Daniel Sparre, Roy; Wolf, Hock, Hancock; Swanson, Ready, Giuliano; Rupprich, Hommel.

Eisbären: Zepp – Roach, Baxmann; Regehr, Walser; Degon, Braun – Pederson, Rankel, Braun; Ustorf, Friesen, T.J. Mulock; Hahn, Tyson Mulock, Alexander Weiß; Daniel Weiß.

Tore: 1:0 (19:33) Daniel Sparre (Wolf, Christensen), 1:1 (30:03) Alexander Weiß (Daniel Weiß), 1:2 (61:06) Regehr (Roach/4:3)

Schiedsrichter: Reichert (Lindau).

Strafen: Roosters: 10 + 10 (Hock) + Spieldauer (Wilford); Eisbären: 12 + 10 (Degon) + Spieldauer (Friesen).
 
Zuschauer: 3683.