Eishockey-Profis besuchen Walburgisgymnasium

Menden/Iserlohn - Über einen ungewöhnlichen Besuch freuten sich am Donnerstag die Schülerinnen und Schüler des Mendener Walburgisgymnasiums. Collin Danielsmeier und Steven Rupprich von den Iserlohn Roosters hatten sich zum Sportunterricht angemeldet. Im Rahmen der bundesweiten Kooperation zwischen den Maltesern und der Deutschen Eishockey Liga war dies die zweite Gemeinschaftsaktion unter dem Motto „Fit in Fair Play“ der Roosters und der Malteser Iserlohn-Menden für ihre Partnerschule. Bereits am Dienstag hatten über 500 Schüler, Lehrer und Eltern mit Begeisterung am „Malteser-Tag“ beim Heimspiel gegen die Eisbären Berlin teilgenommen.

Das Projekt „Fit in Fair Play“ richtet sich gegen Gewalt und Mobbing an Schulen. Ausgangspunkt dieser Initiative der Malteser und DEL waren die traurigen Ereignisse im schulischen Umfeld wie die Amokläufe von Erfurt und Winnenden. Beide Partner entwickelten in den letzten Monaten Projekte zum Training von Teamgeist, Fairness und Respekt, die nun im Walburgisgymnasium umgesetzt werden. „Dazu gehört neben dem Aufbau eines Schulsanitätsdienstes und einer Sozialaktion auch die Teilnahme von Eishockeyspielern am Unterricht“, erläutert Jens Normann, Stadtbeauftragter der Malteser Iserlohn-Menden.

Die Schüler der 6. und 8. Klasse nahmen dieses Angebot dankbar auf. Sie stellten Fragen zu Bekleidung, Training und Karriere der Spieler und waren erstaunt, dass die Einsatzzeit jedes Spielers zwischen den Wechseln nur etwa 40 Sekunden beträgt. „Ich habe bereits mit 4 Jahren angefangen, Eishockey zu spielen. Das professionelle sportliche Umfeld hat mich zu den Roosters geführt“, berichtete Collin Danielsmeier. Steven Rupprich betonte, dass die Fairness vor und nach dem Spiel groß geschrieben wird. „Die Aggressionen können wir schließlich schon auf dem Eis abbauen. Schwere Verletzungen sind dank der Schutzkleidung eher selten.“

Anschließend spielten die beiden Profis eine Runde Völkerball mit zwei sechsten Klassen und gaben eine Lektion Stocktechnik in der 8. Klasse. Die Autogrammstunde in der Sporthalle sprach sich schnell herum. So kamen in den Pausen immer mehr Schüler mit Zetteln, Plüschtieren und Roosters-Schals hinzu. Manchmal wurde auch spontan ein Schuh für die begehrte Unterschrift ausgezogen. Eine Erinnerung an alte Zeiten war für die Spieler der Eintrag ins Klassenbuch. Diesmal durften sie ihn aber selbst vornehmen.

Den Abschluss des Besuchs bildete eine Visite im Lehrerzimmer. Dort bedankte sich Schulleiterin Schwester Maria Thoma Dikow für das große Engagement der Gäste und des Malteser Hilfsdienstes und kündigte mit dem „Hungermarsch“ am 15. April die Fortsetzung des Gemeinschaftsprojektes an.