Enttäuschender Abend am Seilersee
Iserlohn – Mit 4:6 müssen sich die Iserlohn Roosters trotz Play-Off-Kampf den Straubing Tigers geschlagen geben. Nervosität und eigene Fehler brachten die Sauerländer um die Chance auf den Sieg. So wurde es trotz der Niederlagen gegen Köln und Krefeld ein enttäuschender Abend. Rein rechnerisch ist dennoch weiter alles drin.
Zumindest der Auftakt hätte kaum besser sein können. 40 Sekunden gespielt, Wolfs erste Chance, leider gestoppt von Bales, macht Hoffnung auf einen erfolgreichen Abend. Nach 4:17 Minuten macht Wolf es besser: In Szene gesetzt von Hock, umkurvt er den Straubinger Goalie, verzögert den Schuss und trifft vom Außenrand des Bullykreises nach innen gegangen, zum 1:0. Bis dahin waren die Roosters die bessere Mannschaft. Hätten sie die Fehler vermieden, die Blau-Weißen hätten nicht nach 20 Minuten mit 2:3 hinten gelegen. Zwischen der Führung und der Pausensirene aber lagen ein Wilford-Fehler und zwei unerklärliche Patzer von Danny aus den Birken, der keine Sicherheit ausstrahlte und damit seine ohnehin nervösen Vorderleute weiter verunsicherte. Nur gut, dass Roy (oder Swanson?) vor dem Straubinger Tor auf der Linie nachstocherte und zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich traf. So war das Match schon im ersten Drittel das erwartete Nervenspiel, von dem alle hofften, die Roosters mögen eine konfuse Partie doch noch in einen Sieg verwandeln.
Die ersten Minuten des Mitteldrittels sorgten nicht dafür, dass die Hoffnung größer wurde. Verunsichert agierten die Sauerländer weiter, immer einen Blick auf die Stadionuhr und den angezeigten Rückstand gerichtet. Defensiv stabilisierte sich der Gastgeber, offensiv übernahm er ab der 29. Minute wieder das Zepter. Erst Wolf nach einer tollen Kombination mit Wilford, dann Ready abgezockt in den Rücken von Mike Bales, drehten die Partie. Ausreichend Selbstsicherheit aber verschafften diese beiden Treffer nicht. Zwei weitere Roostersfehler servierten den Tigers zwei weitere Tore auf dem Silbertablett und ein Drittes kurz vor Ende in Überzahl. An diesem Abend durften sich die Fans zu Recht über die Leistung des Teams beschweren, die Gründe aber sollte man nicht aus den Augen verlieren: Nervosität. Ob sich ein Profiteam diese Nervosität allerdings leisten darf, ist eine berechtigte Frage.
Enttäuschte Zuschauer sahen dann ein Schlussdrittel, in dem sich die Sauerländer zwar um den erneuten Ausgleich mühten, letztlich aber doch meilenweit, trotz guter Chancen, vom Erfolg entfernt blieben. Am Ende blieb es beim ernüchternden 4:6.
Die Statistik:
Roosters: Aus den Birken (ab 40:01) Stefaniszin – Wilford, Ardelan; Insana, Veidemann; Langwieder – Wolf, Hock, Hancock; Swanson, Ready, Giuliano; Christensen, Daniel Sparre, Roy; Rupprich, Hommel, K. Sparre.
Tigers: Bales – Smith, Canzanello; Elfring, Wilhelm; Retzer, Morin – Schönberger, Mapletoft, Trew; Ramsey, Stewart, Melonche; Whitecotton, Bassen, Schnitzler.
Tore: 1:0 (04:17) Wolf (Ardelan, Hock/5:4), 1:1 (05:48) Ramsey (Schönberger), 1:2 (10:31) Elfring (Ramsey/5:4), 2:2 (12:01) Roy (Kris Sparre, Ready), 2:3 (16:22) Canzanello (Whitecotton, Röthke), 3:3 (27:57) Wolf (Ready, Wilford/5:4), 4:3 (29:03) Ready (Giuliano), 4:4 (33:38) Ramsey (Elfring, Stewart), 4:5 (34:03) Schönberger (Trew), 4:6 (39:47) Röthke (Canzanello, Whitecotton/5:4).
Schiedsrichter: Looker (USA).
Strafen: Roosters: 26 + 10 (Aus den Birken); Tigers: 18.
Zuschauer: 3340.










