Roosters vor Wolfsburg

Iserlohn – „Das Wort Play-Offs werden wir in dieser Saison leider nicht mehr in den Mund nehmen dürfen“, sagt Mannschaftskapitän Robert Hock. Der 36-jährige ist enttäuscht. Seine Mannschaft hat am vergangenen Sonntag nicht das umsetzen können, was sich jeder einzelne Spieler in der Kabine vorgenommen hat. „Es hilft nichts auf das Team einzuschlagen, wir alle wissen genau, was wir falsch gemacht haben und welche Chance wir vertan haben!“

Auch Cheftrainer Uli Liebsch mag, trotz der rechnerisch verbliebenen Chance auf die Endrunde, nicht mehr an die Pre-Play-Offs denken. „Jeder Spieler hat in den nun folgenden drei Spielen die Gelegenheit zu zeigen, was er für diese Mannschaft geben kann. Jeder kann sein Bild in der Öffentlichkeit gestalten“, so Liebsch, der auch sich selbst hinterfragt hat. „Jeder, der meine Arbeit beobachtet wird wissen, mit wie viel Engagement und Einsatz ich alltäglich für den Erfolg der Roosters gearbeitet habe und weiter arbeiten werde!“ Von seiner bisherigen Linie, keine Kritik an Spielern in der Öffentlichkeit zu äußern, werde er aber nicht abgehen. „Es gibt Zeiten, Klartext zu reden und Probleme zu benennen, in einer Saison ist dazu nicht die richtige Zeit.“

Manager Karsten Mende, genauso wie Liebsch in die Kritik einiger Fangruppen geraten, kann den Frust der Anhängerschaft nachvollziehen. „Wer glaubt, wir wären nicht enttäuscht, denkt falsch!“ Allerdings stehe man am Seilersee unter gewissen Zwängen. Die Konzepte seien der Realität angepasst. „Ich mache mit jedem Fan, der möchte, einen Termin und versuche ihm in einem persönlichen Gespräch unser Konzept und die derzeitige Situation zu erklären - danach kann jeder seine Kritik überdenken, erneuern oder abschwächen.“

Im Auswärtsspiel am Abend in Wolfsburg, dem aktuellen Tabellenzweiten, werden die Roosters auf Sebastian Stefaniszin als Torhüter zurückgreifen. „Danny bekommt eine Pause“, so Cheftrainer Liebsch. Erst kurz vor dem Match wird sich entscheiden, ob die erkrankten Jeff Giuliano und Collin Danielsmeier auflaufen können. „Erlaubt es ihr Gesundheitszustand, werden beide definitiv versuchen, mitzufahren!“ Erstes Bully in Wolfsburg ist um 19:30 Uhr.