Gegen Wolfsburg ohne Chance
Wolfsburg – Auch in Wolfsburg kassierten die Roosters eine bittere Niederlage, mussten sich nach einer mäßigen Leistung mit 1:6 geschlagen. Christian Hommel brachte die Situation des Clubs nach dem Spiel auf den Punkt: „Wir haben als Mannschaft versagt, nicht im System gespielt und über die Saison zu viele individuelle Fehler gemacht!“
Wiedergutmachung wollten sie betreiben, am Ende der ersten zwanzig Minuten waren sogar die Coaches sprachlos. Das 0:4 gegen den EHC war ein Spiegelbild der individuellen Fehler dieser Saison. Gegentreffer Nummer 1 muss man von aller Kritik ausnehmen. Direkt nach dem ersten Bully tritt Wilford erst auf die Scheibe, bleibt dann in einer Eisrille hängen. Laliberté zieht gemeinsam mit Hospelt auf und davon, Stefaniszin kassiert das 0:1, nur sechs Sekunden sind gespielt. Unglücklicher hätte es nicht beginnen können, leider auch nicht typischer, blickt man auf das Pech, das die Sauerländer in dieser Saison hatten. Anders muss man auf die anderen drei Gegentore der Blau-Weißen blicken, die allesamt durch eigene Fehler selbst verschuldet sind. Beim 0:2 leistet sich Sparre ein Haken nach Scheibenverlust, Wolfsburg kommt vor das Stefaniszin-Tor und trifft zum 0:2 (5.). Wurms erstes DEL-Tor entscheidet schon nach elf Minuten das Match. Sein Schlagschuss – unbedrängt – von der blauen Linie geht abgefälscht und unsichtbar ins Roosterstor. Uli Liebsch nimmt die Auszeit, ersetzt Stefaniszin durch aus den Birken und bekommt nur noch einen weiteren Gegentreffer – in Unterzahl. Langwieder hatte Sarno mit einem Kniecheck in der neutralen Zone zu Fall gebracht, bekam eine Spieldauer und sein Team nach einem Rebound das 0:4 (16.).
Ranarbeiten war eigentlich die Devise, ausgegeben für Drittel 2. Am Ergebnis veränderte sich nichts, den Roosters gelang es lediglich die Fehler abzustellen und gelegentlich vor dem Kasten von Wolfsburgs Keeper Jochen Reimer für Unruhe zu sorgen. Hundertprozentige Schussgelegenheiten oder aus dem Spiel entwickelte Chancen gab es nicht. Der Frust nach einem völlig missratenen ersten Abschnitt war jedem Einzelnen anzusehen. Die, die wirklich Akzente setzten, waren die altbekannten Spieler: Swanson, Insana, Wolf, Hock, Wilford und Hommel versuchten zu retten, was zu retten war, mehr aber sollte an diesem Hockeyabend wieder nicht sein.
Im Schlussabschnitt, dem besten Roostersdrittel an diesem Abend gelang Veidemann, nach einem guten Pass von aus den Birken der 1:4-Anschlusstreffer (47.). Wolfsburg, weiter die bessere Mannschaft, nutzte allerdings einen Überzahltreffer und einen weiteren Deckungsfehler zum 1:6-Endstand. Rein rechnerisch bleibt den Roosters auch trotz dieses Abends immer noch die Chance die Pre-Play-Offs zu erreichen. Allerdings müssten gegen Köln und Mannheim deutlichste Siege herausspringen. Über Wahrscheinlichkeiten mag es da nicht lohnen zu diskutieren.
Die Statistik:
Roosters: Stefaniszin – Wilford, Ardelan; Insana, Schneider; Veidemann, Langwieder – Swanson, Ready, Daniel Sparre; Wolf, Hock, Hancock; Christensen, Kris Sparre, Roy; Rupprich, Hommel, Orendorz.
Grizzly Adams: Reimer – Wurm, Sloan; Alavaara, Fischer; Rekis, Traynor; Martinovic, Genze – Hospelt, Laliberté, Milley; Ulmer, Furchner, Magowan; Sarno, Höhenleitner, Morczinietz; Sulkovsky, McIlveen, Krestan.
Tore: 1:0 (00:06) Laliberté (Hospelt), 2:0 (04:04) Krestan (Sarno, Sulkovsky/6:5), 3:0 (10:18) Wurm (Sarno), 4:0 (15:42) Morcinietz (Hospelt, Fischer/5:4), 4:1 (46:35) Veidemann (aus den Birken), 5:1 (54:57) Alavaara (Ulmer, Krestan/5:4), 6:1 (57:04) Ulmer (Magowan, Rekis).
Schiedsrichter: Dahle (Berlin), van Gameren (Berlin).
Strafen: Grizzly Adams: 8; Roosters: 17 + Spieldauer (Langwieder).
Zuschauer: 2495.










