Schöne Party, durchwachsener Test
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www.fotos-braun.de/LGS Schon Drittel eins im ersten Test verdeutlichte den Unterschied: Wolfsburg deutlich spritziger und eingespielt, dominierte die Roosters, die nach der harten Trainingslagerwoche große Probleme hatten, die erhoffte Spitzigkeit auszuspielen. Das von Uli Liebsch für die Saison versprochene frühe Forechecking war deshalb ebenfalls nur in Ansätzen zu erkennen. Mit je einem Schuss erst über den Schoner und dann über die Fanghand von Torwart aus den Birken erzielt Ulmer und Hospelt (6./17.) gingen die Gäste aus Niedersachsen verdient in Führung.
Zwar mühten sich die Roosters auch in Abschnitt zwei nach Kräften dem Gegner Stand zu halten, Wolfsburg aber präsentierte sich auch hier als die klar bessere Mannschaft. Dennoch hatte man den Eindruck, dass die Sauerländer zumindest in der Defensive besser organisiert waren. Das aber konnte Gegentreffer Nummer 3 durch Laliberte (31.) auch nicht verhindern. Der stand am rechten Roosterspfosten, sah die Lücke, die Keeper aus den Birken ihm öffnete, und traf zum 3:0. Dass der gebürtige Düsseldorfer anschließend gegen Silo Martinovic ausgetauscht wurde, war geplant. Weil der Deutsch-Kroate seinen Kasten mit ein paar guten Aktionen sauber hielt, ging es mit unverändertem Spielstand in die Kabinen.
Im Schlussdrittel mobilisierten die Gastgeber dann allerdings noch einmal ihre Kräfte und schafften dank Ardelans gutem Handgelenkschuss den Anschlusstreffer (43.), bevor die Wolfsburger durch Hospelts zweiten Treffer den alten Drei-Tore-Vorsprung wieder herstellten. Zwar hatten die Roosters durch Kavanagh und Hock in den Schlussminuten noch gute Gelegenheiten, am verdienten 5:1-Erfolg der Wolfsburger, Alaavara traf sechs Sekunden vor Schluss, änderte sich allerdings nichts.
Uli Liebsch wollte anschließend die harte Trainingswoche seiner Mannschaft nicht als Entschuldigung anführen. „Natürlich haben wir hart gearbeitet und natürlich war Wolfsburg spritzig, dennoch werden wir unsere Fehler genauso auf dem Video analysieren, wie wir es in der Saison machen werden.“ Doch auch, wenn der Trainer es nicht zugeben will, die harte Woche und auch der Samstag mit der fast fünf Stunden dauernden Saisoneröffnungsfeier hat ihren Tribut gefordert.
Für die Fans und auch die Roosters selbst war der anstrengende Sommertag auf dem Hemeraner Landesgartenschau-Gelände der Schönste seit vielen Jahren. Durchschnittlich über 1000 Fans und Besucher tummelten sich auf dem großen Sportplatzgelände, erlebten Live-Musik und Mannschaftsvorstellung. „Die Mannschaft hat sich sehr offen und nahbar gegeben, dass war wirklich toll“, betonte der Iserlohner Fanbeauftragte Matthias Schlüter anschließend. Wenn die Roosters diesen Weg auch in der Zukunft gehen, würden die Dissonanzen der vergangenen Saison schnell vergessen sein. Das sah auch die Mannschaft nicht anders: „Gemeinsam mit den Fans ein Bier zu trinken und die kennen zu lernen, für die man spielt, ist wichtig und richtig“, so Rekordspieler Collin Danielsmeier.
Die Statistik:
Tore: 0:1 (05:01) Ulmer (Magowan, Traynor), 0:2 (15:02) Hospelt (Laliberte, Bina), 0:3 (30:11) Laliberte (4:5), 1:3 (42:26) Ardelan (Wolf, Hock/5:4), 1:4 (46:01) Hospelt (Traynor, Bina), 1:5 (59:54) Alavaara (Ulmer/4:5).
Schiedsrichter: Schütz (Moers)
Strafen: Roosters 10 + 10 (Kopitz, Roy); Wolfsburg: 8.
Zuschauer: 1479.










