Niederlage im Finale

Köln – Die Iserlohn Roosters haben am Nachmittag das Finale des „Fans der Kölner Haie Cups“ mit 2:4 gegen die Krefeld Pinguine verloren. Trotz einer guten Leistung reichte es gegen frischer wirkende Pinguine an diesem Nachmittag nicht zum Erfolg. Dennoch konnte man auch an diesem Tag sehen, die Mannschaft von Uli Liebsch hat sich weiterentwickelt.

Schon vor dem Spiel stand insbesondere eine Frage im Raum: Würden die Roosters das Tempo der Pinguine mitgehen können, dass das Team schon im Match am Samstag gegen die Gastgeber, die Kölner Haie hatte zeigen können? Die Antwort ließ sich im ersten Drittel noch nicht geben. Beide Teams mühten sich mit harter Arbeit, sich in den Verteidigungsdritteln zu egalisieren, das gelang, je länger das Match dauerte, den Krefeldern allerdings besser als den Roosters. Trotz tollem Einsatz und einiger hervorragender Aktionen war Schwarz-Gelb gegen Blau-Weiß die etwas gefährlichere Mannschaft. Lohn dafür war das 1:0 durch Daniel Pietta (12.). In typischer Krefelder Art und Weise lauerte der Stürmer an der blauen Linie der Roosters, bekam den Pass von Vasiljevs aus dem eigenen Drittel, überlief die Roostersdefensive und traf gegen den schnell zurückweichenden Silo Martinovic zum 0:1. Eine kleine Lücke zwischen Schoner und Pfosten blieb offen – in dieser Sekunde ausreichend für Pietta zum Führungstor.

Der Mittelabschnitt entwickelte sich dann zu einem überraschend spannenden und von beiden Teams aggressiv geführten Eishockey-Krimi. Krefeld hatte den besseren Auftakt, erwischte unkonzentrierte Roosters gleich zu Beginn auf dem falschen Fuß und baute die Führung binnen 33 Sekunden auf 3:0 aus. Erst Vasiljevs mit freundlicher Mithilfe der Roosters, dann Tepper sorgten für die Tore (24.).Dass die Roosters jedoch noch mal zurückfinden würden in dieses Match, hätten gerade aufgrund der müder werdenden Beine vielleicht nicht die meisten der 300 Zuschauer im Haie-Trainingszentrum erwartet – allerdings, es gelang und die Situation hätte kurioser nicht sein können. Christian Hommel hatte gerade nach einem Foul an Vasiljevs eine Zwei-Minuten-Strafe abzusitzen, als die grandiosen 35 Sekunden des Jeff Giuliano anbrachen. Erst bediente er Joseph mit einem tollen Pass zum 1:3, dann machte er das 2:3 nach einem Wolf-Zuspiel selbst. Mit zwei Shorthanded-Goals katapultieren sich die Roosters zurück ins Spiel.

Im Schlussabschnitt hielten die Sauerländer die Partie lange offen, hatten Chancen, insbesondere durch Wolf (44.), konnten die aber nicht nutzen. Auf der anderen Seite eroberten sich die Pinguine noch einmal etwas Raum vor dem gut spielenden Silo Martinovic und machten erneut durch Pietta alles klar (53.). Zwar mühten sich die Sauerländer bis zum Schluss wieder ins Match zurückzukommen, die Pinguine aber hatten am Schluss das bessere Ende für sich.

Die Statistik:

Tore: 0:1 (11:14) Pietta (Vasiljevs, Pavlikovski), 0:2 (23:05) Vasiljevs (Pietta/5:4), 0:3 (23:28) Tepper , 1:3 (27:34) Joseph (Giuliano/4:5), 2:3 (28:09) Giuliano (Wolf/4:5), 2:4 (52:21) Pietta.

Schiedsrichter: Schütz

Strafen: Roosters: 14 + 10 (Veideman); Pinguine: 14.