Klarer Sieg gegen Schwenningen

Iserlohn – Die Iserlohn Roosters haben am zweiten Tag des Landesgartenschau-Cups ihren ersten Sieg gefeiert. Mit 4:0 besiegten die Sauerländer den Zweitliga-Vizemeister aus Schwenningen, der sich im Vergleich zum ersten Spiel gestern deutlich steigern konnte. Ein schönes Match wurde es trotzdem nicht. Schwenningen zerstörte mehr als es spielte, damit hatten die Roosters, wie alle DEL-Clubs, so ihre Probleme.

Schwenningen hatte sich etwas vorgenommen - zu beweisen, dass viele ehemalige DEL-Spieler, denen der Roosters ebenbürtig sind. Knapp sechs Minuten dauerte die Offensive der Zweitliga-Gäste bis Hocks Führungstreffer leicht konfus wirkende Sauerländer wieder auf Spur brachte und die Wild Wings zurecht stutzte (8.). Die hatten nach dem 1:0 kaum mehr eine Chance, durchkreuzten aber zahlreiche Angriffszüge der Roosters früh, nahmen damit den Druck auf den eigenen Keeper. Positiv: Alle Roosters-Formationen kreierten Offensivgelegenheiten, Abstimmung bleibt aber weiter das Problem. Da helfen wahrscheinlich auch keine Spiele, sondern nur Trainingseinheiten. Defensiv standen die Roosters gut, wobei auch weiterhin auffällt, dass Walker nicht spektakulär aber effektiv spielt. 

Effektivität war letztlich das Problem der ganzen Mannschaft in Drittel 2. Ohne Zweifel waren die Roosters die bessere Mannschaft. Beide Teams arbeiteten hart, dennoch hatte man bei den Schwenningern nicht wirklich das Gefühl, sie könnten den Roosters das Spiel entreißen. Dass die Mannschaft von Uli Liebsch dennoch zu leichtsinnig agierte, blieb das Problem, auf der anderen Seite aber war es auch schwer gegen einen Gegner zu spielen, der viel kaputt machte und nicht so viel für das Spiel zu investieren bereit war. So war Treffer Nummer 2 für Mannschaft und Fans Höhepunkt des Mittelabschnitts. Abermals stand die erste Formation der Sauerländer auf dem Eis. Insana brachte die Scheibe hinter das Tor, Hock vor den Kasten, da stand Wolf und sagte Dankeschön (38.). Letztlich blieb im zweiten Abschnitt insbesondere die Kavanagh-Reihe zu ungefährlich, sie muss sich noch deutlich weiterentwickeln.

Weil es auch im Schlussabschnitt ein mehr als typisches Spiel DEL vs. 2. Bundesliga blieb, hatten die Zuschauer nur zum Ende wirklich noch ein bisschen was zum Genießen. Wolf per Empty-Net-Treffer und Keussen mit seinem ersten Roosterstor sorgten für den verdienten und nie gefährdeten 4:0-Endstand. Michael Wolf hatte außerdem für die Roosters noch zwei hervorragende Chancen, auf der anderen Seite stoppte der gute Martinovic einen Schwenninger Alleingang und verbuchte so verdient seinen ersten Shut-Out der Saison.

 

Die Statistik:

Tore: 1:0 (07:38) Hock (Veideman), 2:0 (37:30) Wolf (Insana, Hock/5:4), 3:0 (59:25) Wolf 4:0 (59:36) Keussen (Oppolzer).

Schiedsrichter: Yazdi (Neuss)

Strafen: Roosters: 10; Schwenningen: 10.