Niederlage gegen Wolfsburg
09.12.2011: Iserlohn Roosters – Grizzly Adams Wolfsburg 0:3 (0:1/0:2/0:0)
Iserlohn – Trotz eines über weite Strecken guten Spiels mussten sich die Iserlohn Roosters am Abend dem Deutschen Vizemeister aus Wolfsburg mit 0:3 geschlagen geben. Vor knapp 3500 Zuschauern gab es die vierte Niederlage in Folge.
Die Roosters hatten Wort gehalten. Im Auftaktdrittel startete die Mannschaft souverän, kämpferisch und mit viel Engagement ins Spiel. Auch die Tatsache, dass rund 50 Fans aus der Iserlohner Ultra-Szene die Halle während der Vorstellung der Starting-Six verließen, hatte keine Auswirkungen auf den gelungenen Beginn des Matches gegen den Vize-Meister. Angefeuert vom Rest der Sauerländer Hockeyfans zeigte sich die Defensive in den ersten Drucksituationen stabil und auch die Stürmer erarbeiteten sich immer wieder gute Gelegenheiten. Das galt auch für das Powerplay. Wörles Schuss aufs leere Tor, in letzter Sekunde von Wolfsburgs Keeper Dshunussow pariert, wäre den Führungstreffer wert gewesen. Trotzdem waren es die Gäste, die in der 17. Minute einen der wenigen Iserlohner Fehler in einem guten Auftaktdrittel zu nutzen wussten. Hospelt schnappte sich in der neutralen Zone die Scheibe, fuhr über die linke Seite ins Drittel des IEC und schoss. Der Puck ging an Caron vorbei ins Tor. Trotz des unnötigen Rückstandes, viele hätten nicht mit einem so soliden Start der Roosters ins Match gerechnet.
Am guten Auftritt der Iserlohner änderte sich auch in den ersten zehn Minuten des Mitteldrittels nichts. Die Roosters blieben die bessere Mannschaft, bauten Druck in Richtung des Wolfsburger Tores auf, schafften es aber nicht zum 1:1 auszugleichen. Weil sich ungenutzte Chancen aber fast immer rächen, markierten die Gäste mitten rein in die beste Roosters-Phase der Partie das 2:0 (28.). Furchner nutzte per Direktabnahme einen genialen Pass von Milley. Zwar war Furchner gedeckt, dennoch trudelte die Scheibe ohne Eingreifgelegenheit von Caron in Roosterstor. Dieser Treffer sorgte für den Bruch in der Partie. Die Sauerländer verloren ihr Selbstvertrauen, arbeiteten zwar weiter konzentriert, waren aber nicht mehr in der Lage, vergleichbare Akzente zu setzen. Als Cowan später wegen Beinstellens mit den ersten zwei Iserlohner Strafminuten im Match die Bank drückte, Spina in Unterzahl die Scheibe zu lange hielt, schien die Vorentscheidung gefallen. Furchner schnappte sich in der Iserlohner Unordnung die Scheibe und überlistete Caron mit einem Handgelenkschuss – 3:0 (40.).
Zu Beginn des Schlussabschnitts stellte sich die Frage, sollte in Anbetracht des Rückstandes die Partie bereits entschieden sein oder würden die Sauerländer wie gegen Nürnberg und in Hamburg auch einen 0:3-Rückstand aufholen können? Leider nicht. Im Schlussabschnitt änderte sich an den Kräfteverhältnissen nichts mehr, die nächste Iserlohner Niederlage
war perfekt.
Die Statistik:
Roosters: Caron – Danielsmeier, Ardelan; Langwieder, Peltier; Skinner, Cullimore – Hock, Wolf, Giuliano; York, Hackert, Wörle; Fretter, Spina, Cowan; Rupprich, Ritter, Hommel.
Grizzly Adams: Dshunussow – Fischer, Paetsch; Degon, Wurm; Kohl, Bina – Hospelt, Milley, Furchner; Haskins, Dzieduszycki, John Laliberte; Davis, David Laliberté; Huebscher; Beardsmore, Höhenleitner, Mayer.
Schiedsrichter: Roland Aumüller (Planegg)
Tore: 0:1 (16:34) Hospelt, 0:2 (27:52) Furchner (Milley, Hospelt), 0:3 (19:03) Hospelt (Fischer, Furchner/5:4).
Strafen: Roosters: 10; Grizzly Adams: 8.
Zuschauer: 3458









