Roosters schlagen Tabellenführer
Spieltag 16: Iserlohn Roosters – Frankfurt Lions 2:0 (1:0/1:0/0:0)
Iserlohn. – Ohne Tapper und Wren starteten die Sauerländer hoch konzentriert ins erste Drittel. Die Trainer hatten der Mannschaft am Morgen noch die Gelegenheit zu einem intensiven Videostudium gegeben, in dem insbesondere Über- und Unterzahlsituationen des Tabellenführers im Detail erläutert wurden. Schon in den ersten Minuten der Partie zeigte sich, dass die Sauerländer hervorragend vom Trainerstab eingestellt waren. Aus einer sehr gut aufgestellten Defensive heraus erarbeiteten sich die Iserlohner, die auf Brad Tapper (Spieldauer), Bobby Wren (Innenbandanriss) und David Sulkovsky (Armbruch) verzichten mussten, eine hoch konzentrierte, körperlich hart, aber fair geführte Partie. Weil man sich im ganzen ersten Drittel nur einen einzigen Fehler leistete, der allerdings von den Gästen aus Hessen nicht bestraft wurde, blieben die Roosters ohne Gegentor und schafften es selbst in der siebten Spielminute mit 1:0 in Führung zu gehen. Jimmy Roy fälschte einen Schuss von Alex Dück unhaltbar für Ian Gordon zwischen den Frankfurter Pfosten ab. Mit dieser knappen, aber verdienten Führung gingen die Roosters in die Kabine.
Auch im zweiten Abschnitt blieben die Sauerländer die tonangebende Mannschaft. Weil Danielsmeier am linken Pfosten lauernd in Überzahl durch Pass von Ready auf 2:0 erhöhte, konnten die Sauerländer das auch mit ausreichender Selbstsicherheit genießen. Der DEL-Tabellenführer hatte seine Chancen, die aber stoppte Norm Maracle. Auch das Konterspiel verdiente sich ein Sonderlob. Immer wieder setzten sie den Kasten der Hessen mit ihren gefährlichen Angriffen unter Druck. Roy und Dück hatten die besten Chancen, scheiterten aber am hervorragenden Ian Gordon. Weil die Gäste insbesondere im Überzahlspiel kaum eine Chance gegen die hart arbeitenden Roosters hatten, blieb es beim hoch verdienten 2:0 nach 40 Minuten.
Das Schlussdrittel: Zu Beginn überstanden die Roosters eine wichtige Unterzahlsituation, dann hielten sie die Lions konsequent auf Abstand. Zwar kam es den Roosters gelegen, dass das Überzahlspiel der Hessen alles andere als funktionierte. Die Lions leisteten sich extrem viele Fehlpässe und hatten mit Norm Maracle ihre Schwierigkeiten. Immer, wenn das Team vom Bornheimer Hang die Roostersdefensive knackte, war der Kanadier da. Zwar hatten auch die Sauerländer ihre Probleme in Überzahl zum Erfolg zu kommen – eine fünfminütige Überzahl nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe von Marshall blieb ungenutzt – das aber machte nichts, weil die Sauerländer mit 2:0 führten und diesen Vorsprung nach einer herausragenden Partie über die Zeit brachten. Norm Maracle feierte seinen zweiten Shutout der Saison.
Die Statistik:
Roosters: Maracle; Schmidt, Danielsmeier; Traynor, Buckley; Blanchard, Dück; Pyka; Kavanagh, Roy, Ready; Hock, Beechey, Wolf; Potthoff, Martens, Schymainski; (Jones).
Lions: Gordon; Armstrong, Smrek; Bresagk, Regehr, Kopitz, Marshall, Osterloh; Hahn, Henderson, Vorobjev; Taylor, Young, Heerena; Layne Ulmer, Krzestan, Jeff Ulmer; Reichel, Wörle, Danner.
Tore: 1:0 (06:49) Roy (Dück, Ready), 2:0 (21:22) Danielsmeier (Ready, Kavanagh/5:4),
Schiedsrichter: Willi Schimm
Strafen: Roosters: 12; Lions 21 + Spieldauer Marshall (Check von hinten).
Zuschauer: 3048










