Ein Punkt gegen Straubing
Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 3:4 n.V. (1:0, 1:1, 1:2, 0:1)
Iserlohn - Zweite Overtime-Niederlage in Folge: Die Iserlohn Roosters mussten sich gestern Abend den Straubing Tigers trotz doppelter Zwei-Tore-Führung mit 3:4 nach Verlängerung geschlagen geben. Im Ringen um die Play-off-Plätze verpasste die Mannschaft von Doug Mason damit einen wichtigen Erfolg, der in einer temporeichen DEL-Begegnung allemal möglich gewesen wäre.
Nach drei Heimsiegen in Serie ließ das Team von Doug Mason zunächst keinen Zweifel daran aufkommen, dass es auch Partie Nummer vier gewinnen wollte. Colton Fretter setzte sich an der Bande durch und überwand Goalie Brust zum 1:0 (6.). Damit hatten die Sauerländer das Momentum auf ihrer Seite, ließen aber danach eine 5:3-Überzahl ungenutzt. Zwar hatten die Blau-Weißen durch Wolf und Giuliano weitere Chancen, nutzten sie aber nicht. Nur gut, dass Keeper Caron gegen Osterloh zur Stelle war. So ging die knappe Führung in Ordnung.
Das 2:0 markierte Jeff Cowan in Minute 31, nachdem Hock, Fretter und Giuliano weitere Möglichkeiten ausgelassen hatten: Von Halblinks düpierte er Tigers-Torhüter Brust, dem die Sicht verdeckt war. Die schnelle Antwort gelang den Niederbayern unter gütiger Mithilfe von Referee Schimm, der in den Fokus rückte. Ein klarer Check von hinten gegen Ardelan blieb unbestraft, Schönberger netzte ein zum 1:2 (33.).
Erst nach 156:28 Minuten hatten die Roosters auf eigenem Eis wieder einen Treffer schlucken müssen – dieser DEL-Rekordwert ging am Seilersee unter angesichts der Tatsache, dass Schimm zwar Wolf wegen Hakens auf die Strafbank schickte, aber das Halten gegen Spina, der auf dem Weg Richtung Tor war, überhaupt nicht abpfiff.
Die richtige Antwort gab Sean Blanchard, der schon die ersten beiden Treffer vorbereitet hatte: Der Verteidiger überwand Brust im zweiten Versuch zum 3:1 (43.) – das Zwei-Tore-Polster war wieder hergestellt.
Allerdings nur für etwas mehr als drei Minuten, denn dann war Dotzler aus dem Gewühl heraus zur Stelle (46.). Größtes Manko der Sauerländer blieb in der Folge die Chancenverwertung. Wörle, Wolf, Spina, Fretter und Giuliano verpassten das 4:2, auf der anderen Seite war Caron gegen Röthke, Daoust und Schönberger zur Stelle.Und dann fiel der Ausgleich: Nach dem Schlagschuss von St. Jacques konnte Meunier für die aufkommenden Tigers abstauben – 3:3 (56.). Weil York die letzte Großchance ausließ, ging es wie schon am Freitag in Nürnberg in die Verlängerung, in der Wolf und Stewart schon nach fünf Sekunden gleichzeitig Strafzeiten kassierten. Und wie am Freitag hatten die Roosters in der Overtime das Nachsehen, denn Elfring düpierte Caron.
Die Statistik:
Roosters: Caron – Langwieder, Peltier; Kopitz, Ardelan; Cullimore, Blanchard; Danielsmeier – York, Wolf, Wörle; Hackert, Fretter, Hommel; Hock, Spina, Giuliano; Rupprich, Ritter, Cowan
Tigers: Brust – Ondruschka, Bakos; Canzanello, St Jaques; Osterloh, Dotzler; Elfring – Hussey, Stewart, Röthke; Meunier, Ramsay, Germyn; Daoust, Schönberger, Sparre; Hundhammer, Keil, Brückner
Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)
Tore: 1:0 (05:00) Fretter (Hackert, Blanchard), 2:0 (30:27) Cowan (Blanchard), 2:1 (32:11) Schönberger (Daoust), 3:1 (42:02) Blanchard (Ritter, Rupprich), 3:2 (45:31) Dotzler (Stewart, Hussey), 3:3 (55:56) Meunier (Canzanello, St Jacques), 3:4 (61:59) Elfring (Röthke)
Strafminuten: Roosters 8; Tigers 8
Zuschauer: 3203










