Hommels Tore legen Grundstein zum Sieg
Iserlohn Roosters – Eisbären Berlin 4:0 (0:0/4:0/0:0)
Iserlohn – Mit einem überraschend klaren 4:0-Erfolg gegen den deutschen Meister aus Berlin haben sich die Iserlohn Roosters im Play-off-Kampf der Deutschen Eishockey Liga zurückgemeldet. Nach einem grandiosen zweiten Drittel, mit vier wunderbaren Toren, sicherten sich die Sauerländer den dritten Saisonsieg im vierten Spiel gegen die Hauptstädter.
Bärenstark – läuferisch gut, kampfeslustig und mit viel Überblick starteten die Sauerländer in die Partie und das obwohl einer der Wichtigsten fehlte. Jeff Giuliano, der im Training mit Mark Ardelan zusammengeprallt war, klagte vor dem Match über Kopfschmerzen und wurde nach den Peltier-Erfahrungen sofort von den Mannschafts-Ärzten aus dem Kader genommen. Wolf verrichtete deshalb Doppelschichten, spielte mit Hock und Spaina, außerdem mit Wörle und York. Mit dem US-Amerikaner erarbeitete sich der Nationalmannschaftskapitän dann auch die erste hervorragende Chance der Partie, Zepp im Eisbären-Tor aber verhinderte einen frühen Rückstand (3.). Dass dem deutschen Meister insgesamt sieben Stammspieler aufgrund von Verletzungen oder Sparren fehlten, war im ersten Drittel nur in Details zu bemerken. Die Blau-Weißen erspielten sich konstant gute Gelegenheiten, hätten durch Cowan (12.) und Hommel (13.) verdient in Führung gegen können.
Was im ersten Abschnitt nicht gelingen wollte, vollbrachten die Roosters im Mittelabschnitt in Perfektion, auch dank eines genialen Moments von Christian Hommel. Der gebürtige Hemeraner bescherte seinem Team mit einem schönen Move vor dem Berliner Tor und einem, zum rechten Zeitpunkt, angehobenen Bein von Zepp die Führung. Es war Hommels erster Saisontreffer und sein Zweiter folgte nur 3:57 Minuten später. Diesmal leisteten Hackert und Langwieder die Vorarbeit zu einem sehenswerten Tor. Damit aber hatten die Roosters noch lange nicht genug. Im vier Minuten Takt erhöhten Spina und York auf 4:0. Zwischendurch hatte Berlins Trainer Jackson Torhüter Zepp zugunsten von Nastiuk vom Eis genommen, aber auch der war bei Yorks Treffer, einem Schuss in den Rücken des Berliner Back-Ups, machtlos. Unschönste Szene in Drittel 2: Sims unfairer Check von hinten gegen Blanchard an der Bande. Der Kanadier aber hatte Glück, wurde nicht verletzt, Sim dagegen durfte sich umziehen, bekam vom Unparteiischen eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt. In der fünf Minuten dauernden Überzahl aber hatten die Sauerländer wenig kreative Momente. Berlin dagegen holte sich trotz des deutlichen Rückstands das Momentum zurück. Olvers Pfostenschuss war mehr als nur eine Warnung – er schickte eine klare Botschaft mit: „Wir sind noch nicht geschlagen.“
Das stellten die Gäste auch im Schlussdrittel eindrucksvoll unter Beweis. Immer wieder erarbeitete sich die Mannschaft aus der Hauptstadt gute Gelegenheiten, Sebastién Caron im Roosterstor aber zeigte insbesondere in der Schlussphase mit hervorragenden Paraden sein Können. Weil auch seine Vorderleute konzentriert und ohne Schnörkel defensiv agierten, Fehler, anders als zuletzt im Straubing-Heimspiel, vermieden, durften sich die Roosters über drei wichtige Punkte im Play-off-Kampf freuen. Nach einem weiteren Lattenknaller der Berliner, musste Schiedsrichter Zehentleitner zwar noch einmal den Videobeweis bemühen, es blieb allerdings bis zum Schluss dabei: An diesem Abend sollten die Eisbären am Seilersee keinen Treffer verbuchen. Verdient feierten die Roosters den nächsten Heimsieg und Keeper Caron den dritten Shut-Out der Saison.
Die Statistik:
Roosters: Caron – Ardelan, Kopitz; Cullimore, Blanchard; Peltier, Langwieder; Danielsmeier – Hock, Wolf, Spina; Hackert, Hommel, Fretter; Rupprich, Cowan, Ritter; York, Wörle.
Eisbären: Zepp (ab 28:33) Nastiuk – Baxmann, Sharrow; Hörler, Regehr; Supis, Angell – Talbot, L. Braun, TJ. Mulock; Olver, Busch, Tallacksson; Weiß, T. Mulock, Sim; Schlenker.
Schiedsrichter: Zehentleitner (Oberstorf)
Tore: 1:0 (20:46) Hommel (Hock, Spina), 2:0 (24:43) Hommel (Hackert, Langwieder), 3:0 (28:33) Spina (Hock, Blanchard), 4:0 (31:54) York (Wörle, Wolf).
Strafen: Roosters: 8; Eisbären: 15 + Spieldauer (Sim)
Zuschauer: 4599










