Sechs-Punkte-Wochenende

19.02.2012:

Iserlohn Roosters – Hannover Scorpions 4:1 (2:1/1:0/1:0)

Iserlohn – Die Iserlohn Roosters melden sich im Playoff-Kampf der Deutschen Eishockey Liga mit einem Sechs-Punkte Wochenende zurück, gewinnen nach dem Auswärtsspiel in München auch die Heimpartie gegen Hannover verdient mit 4:1. Hochklassig war die Partie nicht, das aber spielt in der momentanen Saisonphase auch nur eine untergeordnete Rolle.

Einfach war der Start ins erste Drittel für die Mannschaft der Sauerländer nicht. Nach den Ereignissen vom Dienstag und trotz der guten Leistung vom München-Sieg, mühte sich das Team ins Match zu finden, wirkte fast zu engagiert, wollte zu schön spielen, um wieder zu altem Selbstvertrauen zu finden und die ruhigen Fans vom eigenen Spiel zu begeistern. Diese Hoffnung wurde schon nach 240 Sekunden zunichte gemacht. Herperger traf zu einem frühen und strittigen 0:1, dem Schiedsrichter Aumüller die Anerkennung nicht versagte. Später, beim Videostudium in der Drittelpause, sollte sich herausstellen, dass der Topspieler der Hannoveraner Caron auf die Fanghand geschlagen hatte, so dafür sorgte, dass der Iserlohner Goalie die Scheibe freigab und dann den Treffer markierte. Beeindruckt vom frühen Rückstand und nicht genutzten Überzahlgelegenheiten, wurden die Iserlohner hektisch, versuchten zu viel auf dem spielerischen Weg zu lösen. Erst als York maß nahm, Spina und Giuliano vorher schnell und druckvoll in Richtung des Hannoveraner Kastens davongezogen waren, trafen die Sauerländer zum verdienten 1:1-Ausgleich. Dieses Tor sorgte für etwas mehr Ruhe im Roostersspiel, legte den Grundstein für die Wende im Match. 2:09 Minuten vor Ende verbuchte Spina nach schöner Vorarbeit von Hackert und York das 2:1. Damit war die Mannschaft beruhigt und die Fans quittierten die Einsatzbereitschaft des Teams mit verdienten Anfeuerungsrufen.

Langwieders 3:1 nur 156 Sekunden nach Beginn des zweiten Abschnitts hätte dann für die benötigte Ruhe auf Seiten der Blau-Weißen führen können, tat es aber nicht. Statt konzentriert weiterzuarbeiten, leisteten sich die Iserlohner immer wieder unnötige Scheibenverluste und Strafzeiten, sorgten dafür, dass sich die Niedersachsen immer wieder passable Gelegenheiten vor dem Tor von Caron erarbeiten konnten. Zwar präsentierte sich der Franko-Kanadier einmal mehr bärenstark, trotzdem waren viele dieser Schrecksekunden unnötig. In der Offensive selbst kreierten die Roosters zwei weiterhin gute Chancen, nutzen aber, auch aufgrund eigener Abschlussschwächen, keine weitere. York, Giuliano und Spina waren die beste Roostersreihe und hätten sich mit einen oder zwei weiteren Treffern belohnen können. Damit wäre die Partie auch schon nach 40 Minuten entschieden gewesen.

Leider fanden die Sauerländer auch zu Beginn des Schlussabschnitts nicht zu einer klaren spielerischen Linie. Statt endlich Treffer Nummer vier zu erzielen und damit das Match endgültig zu entscheiden, ließen sie den Gästen zu viel Raum, die daraus aber aufgrund eigener Unzugänglichkeiten keinen Profit schlagen konnten. Letztlich dauerte es bis zur 52. Minute, bis die Roosters die Partie endgültig für sich entscheiden konnten. Hannover ließ Fretter zu viel Platz und der nutzte die sich bietenden Freiräume, schoss die Scheibe flach ins Tor der Scorpions. Pätzold sah auch in dieser Situation alles andere als gut aus. Dank dieses Treffers war das Spiel endgültig entschieden und die Roosters verbuchten ein verdientes Sechs-Punkte-Wochenende.

Die Statistik:

Roosters: Caron – Cullimore, Danielsmeier; Kopitz, Ardelan; Langwieder, Peltier – Hackert, Fretter, Hommel; Hock, Wolf, Wörle; York, Spina, Giuliano; Rupprich, Holzmann, Cowan; Ritter.

Scorpions: Pätzold – Goc, Wilhelm; Daschner, Lampman; Thomson, Reiß – Herperger, Hoggan, Maki; Buzas, King, Morczinietz; Hlinka, Hannus, Sulkovsky; Fauser, Mondt, Krüger.

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg)

Tore: 0:1 (04:00) Hoggan (Maki, Herperger), 1:1 (13:13) York (Spina, Giuliano), 2:1 (17:51) Spina (York, Hackert/5:4), 3:1 (22:36) Langwieder (Wolf, Wörle), 4:1 (51:57) Fretter (Hackert, Kopitz).

Strafen: Roosters: 12; Scorpions: 16.

Zuschauer: 3658