Souveräner Heimerfolg.

14.12.2012:

 

Iserlohn – EHC Red Bull München 4:2 (1:1/1:1/2:0)

Iserlohn – Einstand nach Maß für Shawn Hunwick! Dank eines hervorragenden Saves 5:05 Minuten vor dem Ende sichert der neue Roostersgoalie seinem hart arbeitenden Team den ersten Saisonsieg gegen den EHC Red Bull München. Das nennt man dann wohl Traumstart für einen talentierten Nachwuchsmann.

Souverän und als sicherer Rückhalt präsentierte sich Hunwick im ersten Drittel – dank guter defensiver Leistung seiner Vorderleute blieb der US-Amerikaner fast arbeitslos. München hatte im gesamten Auftaktabschnitt keine einzige Chance im Spiel `Fünf-gegen-Fünf´. Die Sauerländer produzierten dagegen Spektakuläres am Fließband, brachten den Puck allerdings nur ein einziges Mal über die Linie. Nach Yorks Bullygewinn schnappte sich Bell die Scheibe und tunnelte Nationalgoalie Reimer (6.). Ex-Rooster Toni Ritter saß zu diesem Zeitpunkt gerade einmal fünf Sekunden auf der Strafbank. Mit der Führung im Rücken wurde das Roostersspiel noch souveräner. Ardelan nach Pass von Hock, Wörle oder Rogers hatten weitere Gelegenheiten, brachten die Scheibe aber nicht über die Linie. Münchens Effektivität dagegen war um ein Vielfaches höher. Hommels Strafe nutzte Buchwieser nach einer Traumvorbereitung der NHL-Stars Stastny und Wheeler zum Ausgleich (16.). Hunwick hatte in dieser Situation nicht den Hauch einer Chance. Der Schuss von Buchwieser aus einem Meter Abstand war nicht zu parieren.

Die Grundsätzlichkeiten dieser Partie änderten sich auch im Mitteldrittel nicht. München, jetzt zwar besser im Spiel, war in erster Linie aber nur dann wirklich gefährlich, wenn die NHL-Jungs auf dem Eis standen - so wie in der 32. Minute: Ulmer sah den frei vor dem Tor stehenden Stastny, spielte den Pass, den sein Teamkollege erneut ohne Chance für Hunwick zum 1:2 über die Linie brachte. Waren die Sauerländer bis dato erneut die offensiv bessere Mannschaft, so blieb München effektiver. Der erneute Ausgleich fiel trotzdem 19 Sekunden nach der Red Bull-Führung. Yorks Schlagschuss von der blauen Linie war für Reimer, dem die Sicht verdeckt schien, kaum zu sehen. Das 2:2 ging zu diesem Zeitpunkt in einem unspektakulären DEL-Spiel zweier hart arbeitender Mannschaften jedoch nicht vollends in Ordnung. Weil die Iserlohner mehr investierten, wäre auch ein knapper Vorsprung verdient gewesen.

Was im zweiten Drittel noch nicht gelang, verdienten sich die Gastgeber im Schlussabschnitt – die Führung. Erneut sorgten York und Peltier gegen eine oft konfus wirkende Münchener Abwehr für die Vorarbeit, Holzmann vollende technisch überragend (46.). Der Youngster an diesem Abend von den drei durchwechselnden Mittelstürmern oft in Szene gesetzt, machte ein gutes Spiel. Das galt letztlich auch für Hunwick, der fünf Minuten vor dem Ende mit einem hervorragenden Save gegen Buchwieser den erneuten Ausgleich verhinderte und damit seinem neuen Team im ersten Spiel den ersten Sieg bescherte. Wolfs Schuss ins leere Tor, 42 Sekunden vor Ende, sorgte dann für den verdienten 4:2-Endstand nach einem taktisch geprägten und von den Roosters dominierten Match.

Die Statistik:

Roosters: Hunwick – Kopitz, Ardelan; Tomassoni, Peltier; Rogers, Orendorz; Ortwein – York, Wolf, Giuliano; Hock, Tepper, Wörle; Bell, Hommel, Stuart; Holzmann, Fischhaber.

Red Bull München: Reimer – Sturm, Ejdepalm; Weber, Sloan; Cespiva, Ekbom – Wheeler, Stastny, Ulmer; Hinterstocker, Buchwieser, Maurer; Kompon, Dibelka, Adams; Morris, Pauli, Ritter.

Schiedsrichter: Fischer (Hamburg), Krawinkel (Moers)

Tore: 1:0 (05:25) Bell (York/5:4),  1:1 (15:04) Buchwieser (Wheeler, Stastny/5:4), 1:2 (31:08) Stastny (Ullmer, Wheeler), 2:2 (31:27) York (Tomassoni, Peltier), 3:2 (45:59) Holzmann (York, Peltier),  4:2 (59:18) Wolf (Empty Net).

Strafen: Roosters: 6; Red Bull München: 6

Zuschauer: 3.259