Roosters holen dritten Sieg in Serie

13.01.2013:

 

Eisbären Berlin – Iserlohn Roosters 2:3  n.P. (0:1/2:1/0:0/0:0)

Berlin – Mit einer herausragenden Leistung, tollem kämpferischen Einsatz und einem hervorragenden technischen Spielplan von Cheftrainer Doug Mason sichern sich die Iserlohn Roosters den Auswärtssieg beim Deutschen Meister Eisbären Berlin und holen im ersten Penaltyschießen der Saison den ersten Auswärtssieg seit dem 31. Oktober 2012.

Aus eigener Sicht spielten die Sauerländer in Abschnitt eins das fast perfekte Spiel, führten nach 20 Minuten mit 1:0, standen aber, was noch viel wichtiger war, in der Defensive sehr stabil. Das war der taktische Schlüssel zu einem gelungenen ersten Abschnitt, den sich Cheftrainer Mason genauso vorgestellt hatte. Natürlich kam auch der deutsche Meister immer wieder zu Torgelegenheiten vor dem Kasten des leicht angeschlagenen Sébastien Caron (Magen-Darm-Probleme), zwingende Chancen aber konnten sie sich aber selten erarbeiten. Gut neun Minuten brauchten die Blau-Weißen, bis sie im Match angekommen waren und sich auch immer regelmäßiger eigene Offensivgelegenheiten erspielen konnten.  Giulianos Alleingang (9.) vereitelte Berlins Goalie Zepp, Giulianos Schuss (11.) der Außenpfosten. Gegen Michael Wolfs Alleingang Sekunden später war dann kein Berliner Abwehrkraut gewachsen. Bell und York setzten in der neutralen Zone den scheibenführenden Rankel gut unter Druck, so dass Wolf per Alleingang nach schnellem Kombinationsspiel Zepp zum 1:0 tunneln konnte (12.). Trotz zweier Überzahlgelegenheiten sollte den Eisbären der Ausgleich gegen hart arbeitende Roosters nicht gelingen, 44 Sekunden aber standen zu Beginn des Mittelabschnitts noch gegen die Sauerländer auf der Uhr.

In denen gelang dem Deutschen Meister zwar nicht der Ausgleich, zwei Sekunden nach Ablauf der Strafe aber verbuchten die Eisbären durch Nationalstürmer Hördler das 1:1 (21.). Die darauffolgenden Minuten bewiesen, mit welchem Selbstvertrauen die Sauerländer dennoch im Stande waren, zu Werke zu gehen. Konzentriert arbeitete man defensiv und hatte in doppelter Überzahl, wie schon am Freitag, die Chance erneut in Führung zu gehen. Dank Giulianos Reaktionsgeschwindigkeit und einem ins Slot abgefälschten Schuss von York, traf der kleine US-Amerikaner und überwand Zepp zum zweiten Mal (25.). Zu viele Strafminuten auf beiden Seiten aber brachten den Fokus des IEC, auch aufgrund der Belastung der Topspieler, ins Wanken. Immer öfter leisteten sich die Sauerländer leichte Fehler. Hier machte sich dann doch die Rumpfmannschaft bemerkbar, mit der die Blau-Weißen in die Hauptstadt gereist waren. Berlins erneuter Ausgleich aber hatte damit weniger zu tun, als mit der Tatsache, dass nach einem Abpraller Rankels Schläger in Überzahl genau an der richtigen Stelle war und er so den stark haltenden Caron zum 2:2 überwinden konnte (30.). Ein weiterer Treffer sollte anschließend nicht mehr fallen, Fakt ist dennoch, die Roosters würden sich im Schlussabschnitt wieder steigern müssen, wollten sie nach einem bislang hervorragend geführten Spiel doch Punkte mitnehmen.

Das gelang zu Beginn des 3. Drittels nicht. Früh nahmen die Sauerländer erneut eine doppelte Unterzahl, überstanden sie nach gutem Penltykilling schadlos, nutzten aber auch ihre eigenes - sich dank Eisbären-Strafen ergebendes -Powerplay nicht. Die Topspieler, das konnte man deutlich sehen, wurden mental Minute um Minute müder und das sollte die Chancen der Eisbären auf eine Wende im Spiel erhöhen. Die Roosters kämpften, rackerten und auch die dritte Formation mit Fischhaber, Hommel und Holzmann versuchten ihren Teamkollegen so viel Zeit zum Durchschnaufen zu verschaffen, wie nur irgend möglich. So tickte die Uhr herunter und der IEC brachte, trotz einer weiteren Hinausstellung gegen Bell das Spiel in die Verlängerung. Da fehlte Bell für 22 Sekunden, kam zurück und hatte im Zusammenspiel mit Wolf die beste Chance zum Torerfolg in der Verlängerung. Letztlich aber blieb es beim Unentschieden und die Sauerländer mussten zum ersten Mal überhaupt in dieser Saison ins Penaltyschießen.

 

Die Statistik:

Eisbären: Zepp – Hördler, Talbot; Katic, Constantin Braun, Baxmann, Sharrow – Christensen, Rankel, Tyyon Mulock; Olver, Busch, Talacksson; Arniel, Laurin Braun, Foy; Bielke, Schlenker.

Roosters: Caron – Kopitz, Ardelan; Rogers, Orendorz, Tomassoni, Peltier – Hock, Wörle, Giuliano; York, Bell, Wolf; Fischhaber, Holzmann, Hommel.

Schiedsrichter: Aumüller (Planegg); Sicorschi (Waldkraiburg)

Tore: 0:1 (11:26) Wolf (Bell, York), 1:1 (20:46) Hördler (Busch, Tallackson), 1:2 (24:24) Giuliano (York, Wolf/5:3), 2:2 (30:23) Olver (Talacksson/5:4), 2:3 (65:00) Bell.

PS: Talbot (an TW); Wörle (1:0), Christensen (1:1), York (an TW), Olver (an TW), Bell (2:1).

Strafen: Eisbären: 16; Roosters: 18.

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)