Angstgegner-Siege sind schön...

18.01.2013:

 

Krefeld Pinguine – Iserlohn Roosters 1:3 (1:1/0:2/0:0)

Krefeld – Ein hoch verdienter Sieg beim Angstgegner beschert den Iserlohn Roosters nach einem guten Auswärtsspiel bei angeschlagenen Krefeld Pinguinen einen hochverdienten Sieg. Das gesamte Team zeigte eine taktische Meisterleistung und hatte den besseren Goalie zwischen den Pfosten, einen überragenden Sébastien Caron.

Mit Selbstvertrauen nach drei Siegen starteten die Sauerländer ins Match beim Angstgegner. Engagiert, willens endlich mit zwei Wochenenderfolgen Rang zehn zu erreichen und damit einen Playoff-Platz zu erobern, waren die Blau-Weißen in den Anfangsminuten am Niederrhein die klar bessere Mannschaft und wurden belohnt. Bells Rückhandschuss in der 5. Spielminute konnte Krefelds Keeper Langkow nicht festhalten, erlaubte den Rebound, den York unhaltbar zur Führung des IEC abstaubte. Nur 35 Sekunden später aber endete die Dominanz des Iserlohner Spiels. Krefeld machte Druck vor dem Iserlohner Tor, spielte die Scheibe in die Rundung, profitierte aber von einem Vorsprung in der Bande. Die beförderte den Puck nicht auf den Schläger des hinter dem Tor wartenden Caron, sondern vor den Kasten, wo Vasiljevs wartete und das 1:1 markierte. Caron war zwar noch zurückgeeilt, aber machtlos. Glück brachte die Pinguine zurück ins Spiel und machte sie, nach vier Niederlagen in Serie, zum in der Folge besseren Team. Voakes, Pietta und Vasiljevs hatten weitere Gelegenheiten, scheiterten aber an Caron. Das Mason-Team fand erst zum Ende des ersten Drittels wieder ins Spiel, schaffte es aber nicht, eine späte Hinausstellung gegen Dusan Milo zur erneuten Führung zu nutzen.

Ausgeglichen startete der Mittelabschnitt mal mit Krefelder Vorteilen, mal mit Roosters-Attacken auf den Kasten von Langkow. In dieser Phase hätte das Match in die eine oder andere Richtung kippen können, Caron im Iserlohner Tor und der aufkeimenden Verunsicherung der Schwarz-Gelben aber war es zu verdanken, dass den entscheidenden Schritt die Roosters machten. Die schnappten sich eine von Krefeld getragene Scheibe, Hock passte sie auf Wörle, der direkt abgezog und Langkow keine Chance ließ. Es sollte ein Treffer sein, der Selbstbewusstsein gab. Obwohl die Gastgeber es immer wieder schafften sich im Drittel der Roosters festzusetzen, zeigten die regelmäßigen Puckverluste Krefelds Nervosität. Hock und Co. spielten dagegen konzentriert weiter und trafen 20 Sekunden vor Drittelende in Überzahl zum 3:1. Insbesondere in diesem Augenblick zeigte sich die überragende Spielstärke von Mark Bell, der die Scheibe so auf das Tor brachte, dass Langkow sie nicht festhalten konnte, der Puck in den Torraum fiel und von Giuliano über die Linie gestochert werden konnte. Ein wichtiger Treffer zum für Krefeld psychologisch schlechtesten Zeitpunkt.

Den Roosters dagegen tat der zwei Tore Vorsprung gut. Er sorgte dafür, dass das Team vom Seilersee souverän ins letzte Drittel startete und die bessere Mannschaft war. Die Uhr tickte herunter, bei Chancen auf beiden Seiten blieb das Match aber torlos. Sorgen musste man sich eigentlich nur in den vier Minuten machen, die die Sauerländer in Unterzahl verbrachten. Erst Wörle nach einem taktischen Foul, dann Neuzugang Jason Lepine aufgrund eines unnötigen Hakens mussten Strafbankzeit absitzen. Augenblicke, die die Blau-Weißen dank ihres derzeit hervorragenden Unterzahlspiels und des in allen Momenten überragenden Caron über die Zeit brachten. Auch deshalb weil in den Schlussminuten den Krefeldern, die nur noch mit zweieinhalb Reihen agierten, die Kraft ausging, brachte der IEC den Vorsprung hochverdient über die Zeit und gewann zurecht mit 3:1.

 

Die Statistik:

Pinguine: Langkow – Milo, Meyers; Akdag, Robar; Hanusch, Sonnenburg; Pavlikovsky – Pietta, Méthot, Blank; Driendl, Vasiljevs, Courchaine; Voakes, Ostwald, Schymainski; Kretschmann, Kevin Orendorz, Klöpper.

Roosters: Caron – Tomassoni, Ardelan; Lepine, Peltier; Rogers, Dieter Orendorz; Kopitz – Hock, Wörle, Giuliano; York, Wolf, Bell; Fischhaber, Holzmann, Stuart; Hommel, Tepper.

Schiedsrichter: Aicher (Rosenheim), Schukies (Herne)

Tore: 0:1 (04:54) York (Bell), 1:0 (05:29) Vasiljevs (Courchaine), 1:2 (28:23) Wörle (Hock, Giuliano), 1:3 (39:40) Giuliano (Bell, Hock/5:4)

Strafen: Pinguine: 8; Roosters: 8

Zuschauer: 5.074